Microsoft Xbox One

Konsolen   |   Datum: 06.12.2013

Xbox One - Microsoft streicht Gebrauchtspiel-DRM, Region-Lock und Online-Check-Ins

Volle Schubumkehr: Nach dem E3-Debakel streicht Microsoft nun doch die umstrittenen Kopierschutz- und Gebrauchtspiel-Einschränkungen seiner neuen Konsole Xbox One. Alles soll so laufen, wie man es von der 360 gewohnt ist.

Von Christian Fritz Schneider, Tobias Ritter |

Datum: 20.06.2013 ; 09:35 Uhr


Nachdem es zunächst nur ein Gerücht war, hat Microsoft in Person von Don Mattrick, Präsident der »Interactive Entertainment«-Sparte inzwischen auch auf seiner offiziellen Xbox-Webseite bestätigt: Die Xbox One wird in Sachen Gebrauchtspiele, Always-On und Kontobindung genauso funktionieren, wie es die Spieler es bislang von der Xbox 360 gewohnt sind.

Damit reagiert das Unternehmen auf die harsche Kritik, die nach dem Reveal und während der Spielemesse E3 2013 aufgekommen war und streicht geplante Funktionen, wie Online-Check-Ins alle 24 Stunden und Kontobindung von Retail-Spielen. Selbst der angekündigte Region-Lock, eine Funktion, die es auf der Xbox 360 durchaus gibt, auch wenn sie selten zum Einsatz kommt, entfällt.

Die Änderungen in der Übersicht

  • kein Always-Online-Zwang

  • die Konsole muss sich nicht länger alle 24 Stunden ins Internet einwählen

  • alle Spiele-Discs werden mit der Xbox One so funktionieren, wie man es von der Xbox 360 kennt

  • eine Internet-Verbindung ist nur notwendig, wenn man die Konsole das erste Mal in Betrieb nimmt

  • alle heruntergeladenen Spiele werden sowohl online als auch offline gleichermaßen funktionieren (mit Ausnahme von Multiplayer-Funktionen natürlich)

  • es gibt keine zusätzlichen Restriktionen für Gebrauchtspiele oder das Eintauschen von Spielen

  • es wird keinen Region-Lock geben

Bei den Launch-Titeln der Xbox One wird es allerdings notwendig sein, mindestens einmal mit dem eingelegten Spiel online zu gehen, um einen Patch zu laden, der die ursprünglich geplanten DRM-Funktionen deaktiviert.

Außerdem kündigte Microsoft an, dass man auf der Xbox One zeitgleich zum Retail-Verkauf neuer Spiele, diese Titel auch als Games on Demand zum Download anbieten wird. Games-on-Demand-Spiele werden - wie auch bei den aktuellen Konsolen oder PC-Plattformen wie Steam üblich - an ein Konto gebunden, können dann aber auch auf anderen Konsolen ohne Einschränkungen geladen und gespielt werden, solange der Kunde mit seinem Konto angemeldet ist.

Die geplanten Konto-Sharing-Möglichkeiten, also die Möglichkeit Spiele mit der Familie oder mit ausgewählten Freunden zu teilen, entfallen durch die DRM-Änderungen allerdings - auch bei Download-Spielen. Disc-basierte Spiele müssen sich immer im Laufwerk befinden, um gestartet werden zu können.

Don Mattrick zur Entscheidung, die ursprünglichen geplanten DRM-Maßnahmen der Xbox One aufzugeben: »Obwohl wir glauben, dass die Mehrheit der Spieler ihre Spiele online spielen und sowohl für Games als auch für Entertainment auf die Cloud zurückgreifen werden, werden wir den Konsumenten die Wahl zwischen physischen und digitalen Inhalten geben. Wir haben zugehört und wir haben es laut und deutlich von euch vernommen, dass ihr das Beste aus beiden Welten haben wollt.«

Below - Xbox-One-exklusiv
Adventure-Spiel aus einer Top-Down-Perspektive - mysteriös und Roguelike.
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Avatar B_Montana
B_Montana
#1 | 20. Jun 2013, 09:42
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar cpt.ahab
cpt.ahab
#2 | 20. Jun 2013, 09:42
Oh, na endlich. Naja, denken die jetzt, dass viele Leute da durch zurück rudern? Vielleicht hört der Shitstorm auf und vielleicht gibt es jetzt in den USA ein paar Bestellungen mehr, aber auf ganzer Hinsicht wird das die PS4 nicht schaden, denn der Preis bleibt ja gleich und die Kinect wird einem ja trotzdem aufgezwungen. Als Vorbesteller würde ich doch jetzt nicht einfach stonieren und die X1 vorbestellen. Es ist aber nett zu sehen, was die Spielerschaft und die Presse bewirkt haben, ich wünschte mir sowas auch bei anderen Sachen.

Und soviel noch zu Herr Molyneux, der einfach nur noch Müll von sich gibt wie, die Orientierung an der Konkurrenz schadet den Kunden. Natürlich, wie man sieht, wurde dem Konsumenten hier in voller breite geschadet.
Ich möchte mit diesem Post eine Petition einreichen: Liebe Gamestar, bitte keine News mehr von Cevat Yerli und vor allem Peter Molyneux, so lange beidem eine Mischung aus Müll und Scheiße aus dem Mund tröpfelt. Danke!
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Avatar Phippu
Phippu
#3 | 20. Jun 2013, 09:43
Oh...Is da etwa ein Redaktor aufgewacht?!?
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lanimation
#4 | 20. Jun 2013, 09:43
Respekt Microsoft.

Fakt ist aber dennoch das ich 100 Euro mehr zahle für ne Kamera die ich nicht brauch, also bleib ich bei der PS 4.
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Avatar Wirago
Wirago
#5 | 20. Jun 2013, 09:44
Da regen sich die Konsoleros 24/7 online im Internet auf weil sie alle 24h online sein müssen worauf hin der online Zwang entfällt... ich verstehe.

Aber auch wenn mich Konsolen nicht interessieren, das sind sicher notwendige Änderungen um mithalten zu können.

Anmerkung:
Konsolen-News gehören auf Gamepro.de ...
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Avatar Morrich
Morrich
#6 | 20. Jun 2013, 09:46
Ich verstehe noch immer nicht, warum die Konsole überhaupt eine Internetverbindung benötigt.
Ob nun einmalig bei der Inbetriebnahme, oder ständig.

Es ist überhaupt nicht notwendig eine Konsole zwangsweise mit dem Netz verbinden zu müssen.
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Avatar DrProof
DrProof
#7 | 20. Jun 2013, 09:46
"Die geplanten Konto-Sharing-Möglichkeiten, also die Möglichkeit Spiele mit der Familie oder mit ausgewählten Freunden zu teilen, entfallen durch die DRM-Änderungen allerdings - auch bei Download-Spielen."

Wäre eigentlich ein großes Benefit der Konsole geworden der dadurch weg fällt. Jedenfalls wenn man sich dann in Shareforen oder Groups organisiert hätte und eigentlich gibt es gar keinen Grund diese Funktion bei Downloadtiteln nicht trotzdem anzubieten. Damit der Endkunde auch die Vorteile durch so ein System sieht. Aber anscheinend wollen die Leute ihre Spiele nicht digital teilen können. ( Nichtmal optional )
Sie wollen irgendwas zum weiter verkaufen haben bei Gamestop, oder halt als Anzahlung für den nächsten großen Titel. *hust*
Gamestop zockt einen übrigens ziemlich ab beim Gebrauchthandel. :)
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Avatar HauSer123
HauSer123
#8 | 20. Jun 2013, 09:47
Da hat MS sich aber nochmal den Arsch gerettet. Aber meine Entschluss steht trotzdem fest!
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Avatar KingLamer
KingLamer
#9 | 20. Jun 2013, 09:47
wie? was? sind da köpfe gerollt bei M$?
das wirkt jetzt doch recht konfus...
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Avatar Lehtis
Lehtis
#10 | 20. Jun 2013, 09:47
Da fragt man sich: warum nicht gleich so? Ist keiner von MS auf die Idee gekommen das die Leute Always On etc nicht wollen? Hätten sie es damals schon richtig gemacht hätten sie jetzt nicht so viele Hater. Das Image ist nicht so schnell wiederherzustellen.
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