Ouya Konsole

Konsolen   |   Datum: 26.07.2013
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Ouya – Hype oder Hoffnungsträger?

Was kann die Android-Konsole?

Kein Kopierschutz, kein Region-Lock, keine Restriktionen – die offene Android-Konsole Ouya soll die Spielewelt revolutionieren. Wird das was?

Von Markus Schwerdtel |

Datum: 29.07.2012


Ouya – Hype oder Hoffnungsträger? :

Zum Thema » Xbox 720 oder Xbox 8? Vorschau auf die Next-Gen-Konsole Fünf Millionen Dollar sind eine Menge Geld, wenn man die als Privatmann einfach so zum Ausgeben hat. Fünf Millionen sind aber gar nicht viel Geld, wenn man eine neue Konsole in den von Sony, Microsoft und Nintendo besetzten Spielemarkt einführen will. Und trotzdem bedeuten fünf Millionen Dollar Finanzierung für eine neue Spiele-Hardware in diesem Fall einen absoluten Rekord – weil sie nicht von einem großen Elektronikkonzern stammen, sondern von einzelnen Spielefans.

Die Kickstarter-Kampagne der Ouya-Konsole hat im Internet große Wellen geschlagen. Innerhalb eines Tages wurde das ursprünglich angepeilte Finanzierungsziel von 950.000 Dollar nicht nur locker erreicht, sondern sogar verdoppelt. Und obwohl die Kickstarter-Kampagne noch bis 9. August 2012 läuft, hat sie während diese Zeilen geschrieben werden -- sechs Tage nach dem Start - schon die 5-Millionen-Grenze geknackt. Wenn über 40.000 Menschen insgesamt fünf Millionen Dollar für eine neue Konsole aufbringen, muss da doch was dran sein. Oder sind sie alle nur einem geschickt lancierten Hype zum Opfer gefallen?

Android ohne Telefon, hallo?

Wenn Ouya im Frühjahr 2013 in die Läden kommt, soll die Konsole nur 99 Dollar kosten. Dieser günstige Preis ist nur deshalb möglich, weil die Macher auf bewährte Hardware setzen: Herz des Geräts ist ein Tegra 3-Chip von Nvidia mit vier Prozessorkernen, wie er auch in modernen Smartphones wie dem HTC One X zu finden ist.

Ouya – Hype oder Hoffnungsträger? : So sah am 17.7.2012 die Kickstarter-Seite von Ouya aus, die fünf Millionen Dollar sind zum Greifen nah! So sah am 17.7.2012 die Kickstarter-Seite von Ouya aus, die fünf Millionen Dollar sind zum Greifen nah! Als Betriebssystem kommt Android 4.0 zum Einsatz, eine mittlerweile bewährte Plattform, die viele Grundfunktionen (Bildschirmausgabe, Soundverwaltung etc.) schon mitbringt. Telefonieren kann man mit Ouya aber nicht. Der Verzicht auf eine eingebaute Festplatte (es gibt dafür 8 GByte Flash-Speicher) oder gar ein DVD-Laufwerk hilft ebenfalls, die Kosten niedrig zu halten – Ouya wird also eine reine Online-Konsole, die unbedingt einen Internetzugang benötigt, um an neue Software zu kommen.

Während Playstation 3, Xbox 360 und die Nintendo-Geräte vergleichsweise geschlossene Systeme sind, propagieren die Ouya-Macher Offenheit. So soll zum Beispiel das Installieren von »Homebrew«-Software, also selbst erstellten Programmen und Modifikationen vom USB-Stick – das so genannte Sideloading – ohne weiteres möglich sein. Das macht Ouya zwar zu einem Traum für Bastler und Hacker, aber eben auch für Raubkopierer.

Apropos Hacker: Die Offenheit geht so weit, dass man für das Gehäuse Standardschrauben benutzt, die sich mit herkömmlichem Werkzeug öffnen lassen – man will Hardware-Moddern keine Steine in den Weg legen.

Traum-Konsolen

Ouya ist nicht die erste Konsole, die totale Offenheit und Entwicklernähe verspricht. Ähnliche Projekte waren in der Vergangenheit nur selten von Erfolg gekrönt – da gab es aber Kickstarter noch nicht.

Ouya – Hype oder Hoffnungsträger? : Schon 2005 erschien das GP2X aus Südkorea, es ist damit der Urvater der modernen Do-It-Yourself-Geräte. Durch sein Linux-Betriebssystem ist das GP2X ideal für Emulatoren älterer Konsolen und Heimcomputer geeignet.

GP2X
Schon 2005 erschien das GP2X aus Südkorea, es ist damit der Urvater der modernen Do-It-Yourself-Geräte. Durch sein Linux-Betriebssystem ist das GP2X ideal für Emulatoren älterer Konsolen und Heimcomputer geeignet.

Entwicklers Liebling?

Die erprobte, vergleichsweise leistungsfähige Hardware und das bewährte Betriebssystem klingen erst mal verlockend für Entwickler. Zumal es für die relativ leicht sein dürfte, bereits vorhandene Android-Spiele auf Ouya umzusetzen. Das Ouya-Joypad (großspurig als »Stradivari unter den Controllern« bezeichnet) hat sogar ein kleines Touchpad, damit an der typischen Berührungs-Steuerung von Handyspielen nicht mehr allzu viel geändert werden muss.

Ouya – Hype oder Hoffnungsträger? : Dieser Screenshot lässt an der Glaubwürdigkeit der Ouya-Macher zweifeln, die meisten der hier gezeigten Titel sind noch nicht für die Konsole angekündigt. Dieser Screenshot lässt an der Glaubwürdigkeit der Ouya-Macher zweifeln, die meisten der hier gezeigten Titel sind noch nicht für die Konsole angekündigt. Ebenfalls ungewöhnlich: Die Macher verlangen – anders als die klassischen Konsolenhersteller – von den Studios keine Lizenzgebühren, die Entwicklung für Ouya dürfte also ziemlich günstig werden. Einzige Einschränkung: Alle Spiele müssen Free to Play sein (ähnlich wie Browser- oder viele Handyspiele) oder zumindest eine kostenlose Demo bieten. Das soll User -- ähnlich wie bei Xbox Live Arcade -- vor Fehlkäufen und Enttäuschungen bewahren.

Logisch eigentlich, dass Free-to-Play-erfahrene Android-Entwickler wie HandyGames aus Deutschland ihre Spiele-Unterstützung schon fest zugesagt haben und außerdem die Kickstarter-Kampagne als einer der größten Geldgeber befeuern. Auch der Minecraft-Macher Markus »Notch« Persson ist unter den so genannten Backern. Das alles klingt erst mal für Entwickler und Spieler gleichermaßen super. Wenn da nicht noch ein paar offene Fragen wären.

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Avatar maximiZe
maximiZe
#1 | 29. Jul 2012, 15:52
dasdass.de
"[...] ein Gerät von Spielern für Spieler zu schaffen – dass will ich unterstützen." - langsam treibt das echt absurde Blüten.
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Avatar Husky666
Husky666
#2 | 29. Jul 2012, 15:56
Zitat von :

Raubkopien: So schön die Offenheit von Ouya auf den ersten Blick auch ist, sie wirft für Entwickler handfeste Probleme auf. Denn auch sie sind gezwungen, mit ihren Spielen Geld zu verdienen. Ohne eine sichere Möglichkeit Raubkopien und vor allem den Betrug mit In-App-Käufen einzudämmen, ist eine so offene Plattform also eher unattraktiv.


Jetzt sabbeln schon Redakteure das nach was die SPielehersteller seit 30 Jahren rumplärren...
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offscore
#3 | 29. Jul 2012, 15:59
Fraglich ist ob ich auf das Gerät Videos von meinem Computer auf meinen Fernseher streamen kann und ob es evtl. so etwas ähnliches wie Apple TV gibt. Für 99 Euro könnte man es sich überlegen.

Auch noch nicht ganz sicher bin ich mir über den Cloud-Gaming Faktor der Konsole,..
Wenn die Spiel auf die Konsole gestreamt werden, ist die Hardware ja fast unerheblich
und ein Kopierschutz sowieso nicht nötig.
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Cabeleira
#4 | 29. Jul 2012, 16:02
Zitat von Husky666:

Jetzt sabbeln schon Redakteure das nach was die SPielehersteller seit 30 Jahren rumplärren...


Raubkopien können einen Kobnsolenhersteller killen, siehe SEGA:

Der Dreamcast hat alle Verkaufsrekorde gesprengt, aber SEGA ist an dem Ding trotzdem fast pleite gegangen, weil die sich nicht um einen adäquaten Kopierschutz gekümmert haben und alle die Spiele raubkopiert haben. Die haben hinterher fast gar nichts mehr eingenommen und dann sind sie kolabiert.

Aber Einfaltspinsel wie du werden es nie checken. Redet euch ruhig weiter ein, dass Raubkopien keinen wirtschaftlichen Schaden anrichten, je häufiger man es wiederholt, desto eher glaubt man diesen Blödsinn dann auch noch.

Raubkopierer sind schuld an DRM, DLC und Onlinezwang. Schönen Dank auch, ihr Penner.
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Avatar fleece
fleece
#5 | 29. Jul 2012, 16:09
Alleine für XBMC lohnt sich diese Konsole schon. Multimediaserver + Spiele fürn Fernseher, ist in dieser Form recht schwierig zu bekommen.
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Avatar Fred
Fred
#6 | 29. Jul 2012, 16:10
Zitat von Led Zeppelin:
Sieht gut aus!


Darauf kommt´s auch an.

Sorry, Herr Schwerdtel, ein solch sinnloses Projekt laut eigener Aussage nur des Projekts willen zu unterstützen...da gibt es deutlich bessere und hilfreichere Wege sein Geld los zu werden.

Man kann es echt nicht mehr fassen. Überall wird rumgepöbelt, dass einem die großen Konzerne ja nur das Geld aus der Tasche ziehen, und hier wird ohne Fundament und Verstand sofort willenlos investiert. Gänzlich sinnfrei und auch erstmal nur der Wille, das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Mit dem einfachen und zugleich dummen Motto "Gegen die Großen" kommt man anscheined noch besser an das Geld der Leute. Wie es diverse Betrüger ja auch schon für sich entdeckt haben.
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Avatar Lion1860
Lion1860
#7 | 29. Jul 2012, 16:15
der Controller sieht ja mal übel unbequem aus...
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Avatar Linuxuser
Linuxuser
#8 | 29. Jul 2012, 16:19
"Was kann die Android-Konsole?"
- Alles was ein Smartphone mit HDMI-Kabel und Bluetooth-Controller auch kann?! :D
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Avatar gamerN7
gamerN7
#9 | 29. Jul 2012, 16:23
So ein Quatsch! Ne Xbox 360 Slim mit 250GB kostet nichtmal 100€ mehr und hat mit sicherheit 10mal so viel Leistung, DVD-Laufwerk, große HDD und guten support ohne viele hacker!
also warum DAS ?!?!
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Avatar Dr.Popeye
Dr.Popeye
#10 | 29. Jul 2012, 16:24
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.

 
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