Playstation 4 Neo : Wie dieses alte Mock-Up der aktuellen Playstation 4 wird die kommende Playstation Neo wohl nicht aussehen. Allerdings steht die Hardware-Konfiguration des Konsolen-Upgrades laut Gerüchten bereits größtenteils fest. Wie dieses alte Mock-Up der aktuellen Playstation 4 wird die kommende Playstation Neo wohl nicht aussehen. Allerdings steht die Hardware-Konfiguration des Konsolen-Upgrades laut Gerüchten bereits größtenteils fest.

Update: Die von GiantBomb als Gerüchte geteilten und von uns hier analysierten Informationen scheinen bestätigt zu sein. Laut Richard Leadbetter von Eurogamer.net liegen ihnen die gleichen Dokumente vor, auf die sich GiantBomb beruft. Sony gebe diese mittlerweile auch an Entwickler weiter und Development-Kits der neuen Playstation sind wohl ebenfalls schon unterwegs.

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Das Konsolen-Upgrade soll laut zahlreichen Gerüchten noch dieses Jahr (Oktober) für rund 400 Dollar erscheinen und intern unter dem Codenamen »PlayStation Neo« laufen. Eine offizielle Stellungnahme von Sony steht zwar aus, die Andeutungen und versteckten Hinweise mehren sich aber derart, dass eine aufgebohrte PS4 mittlerweile sehr wahrscheinlich ist. Daher wollen wir einen genaueren Blick auf die vermutete Hardware der neuen Playstation Neo (teils auch PlayStation 4K oder 4,5 genannt) werfen.

Schnellere CPU und AMD Polaris?

Herzstück der Playstation Neo bildet wieder eine Accelerated Processing Unit (APU) von AMD, die CPU und GPU vereint. Der Prozessor soll wie bei der Playstation 4 acht Kerne besitzen, die weiterhin auf der Jaguar-Mikroarchitektur basieren, jedoch mit 2,1 GHz statt 1,6 GHz schneller takten. Mit 8,0 GByte GDDR5 bleibt die Größe des Arbeitsspeichers identisch, allerdings erhöht Sony wohl auch hier die Taktfrequenz und steigert so angeblich die Speicherbandbreite von 176 GByte/s auf 218 GByte/s. Das entspräche bei einem 256 Bit breiten Speicher-Interface einem effektiven Takt von 6.800 MHz effektiv (6.800x256/8=217,6).

Mit ihren 18 Compute Units (CU) und den 1.152 Shader-Einheiten (64 pro CU) entspricht die Grafikeinheit der aktuellen Playstation 4 einer leicht abgespeckten Radeon HD 7870. Die Grafikeinheit der Playstation Neo soll gleich über 36 Compute Units (also doppelt so viel) verfügen, die zudem mit 911 MHz statt 800 MHz takten. Geht man weiterhin von 64 Shader-Einheiten pro CU aus, steigt die Anzahl der Shader-Einheiten auf 2.304 und die theoretische Grafikleistung würde sich gegenüber der Playstation 4 mehr als verdoppeln – von 1,84 Teraflops auf 4,2 TFlops!

Zum Vergleich: eine Geforce GTX 970 erreicht rund 3,5 TFlops. Allerdings bietet dieser Wert nur einen groben Anhaltspunkt bezüglich der realen 3D-Leistung. So bringt es die Radeon R9 290 bei der Gleitkomma-Berechnung (Floating-Point) auf stolze 4,8 TFlops, ist in Spielen aber dennoch mit der GTX 970 nur auf Augenhöhe oder sogar etwas langsamer.

Bedenkt man den bevorstehenden Start der Polaris-Architektur von AMD liegt die Vermutung nahe, dass auch die Grafikeinheit der Playstation Neo auf Polaris basiert. In diesem Fall könnte die hypothetische Playstation 4 Neo auf die GCN-4.0-Architektur zurückgreifen und somit Funktionen wie HDMI-2.0 (4K bei 60 Hz) nutzen, sowie von der vermutlich deutlich besseren Energieeffizienz aufgrund der 14-nm-Fertigung des Chips profitieren. Konkrete Angaben dazu nennt GiantBomb allerdings nicht.

Laut den Quellen von GiantBomb kommt bei der Neo die gleiche Festplatte zum Einsatz, wie bei der Playstation 4. Ob das bedeutet, dass sich an der Kapazität, der Verbindungsgeschwindigkeit oder gar beidem nichts ändert, bleibt abzuwarten. Auf eine ab Werk verbaute SSD (für spürbar kürzere Ladezeiten) verzichtet Sony aus preisgründen aber anscheinend weiterhin.

Neo-Modus für Spiele

Sollten sich die Gerüchte um die Playstation Neo bewahrheiten, wäre der Leistung-Sprung gegenüber der Playstation 4 beachtlich – bleibt die Frage, wofür er genutzt wird? Neben höheren Auflösungen und Bildwiederholraten (bei gleichbleibender Grafikqualität gegenüber der PS4) würde natürlich auch die kommende Playstation VR-Brille von dem Leistungsplus profitieren. Abgerufen werden die Neo-Ressourcen laut GiantBomb durch den kommenden »Neo Modus« von Spielen. Dieser soll ab Oktober für neue Spiele verpflichtend sein und muss vom Nutzer selbst aktiviert werden. Im Spiel schaltet man so zusätzliche Funktionen (Auflösung, Bildwiederholrate, Grafikeffekte etc.) frei. Das Spiel selbst bliebe somit auch auf der Playstation 4 noch spielbar, würde auf der Neo aber über eine höhere grafische Qualität verfügen. Neben kommenden Spielen soll es Entwicklern auch möglich sein bereits erschienene Titel per Patch nachträglich für die Playstation Neo aufzumotzen.

Generell ist die Playstation Neo nach aktuellem Stand der Gerüchte also als Upgrade zur Playstation 4 zu sehen, nicht aber als Nachfolger oder Ablöse, da auch die bekannte Version der PS4 weiterhin verkauft wird. Spiele sollen auf beiden Varianten laufen, gleiches gilt für die angekündigten VR-Inhalte.

Wir sind gespannt, ob sich die Gerüchte zur PlayStation 4 Neo, 4K oder 4,5 bewahrheiten, wie die Entwickler dann die zusätzliche Hardware-Power nutzen und wie (oder ob überhaupt) Microsofts bei der Xbox One reagiert – auch darüber gibt es Gerüchte, allerdings erheblich weniger als zur PS4 Neo und außerdem heftig von Microsoft dementiert.