Valve Steam Box : Valve arbeitet laut dem Interview von The Verge mit Gabe Newell mit mehreren Hardware-Partnern zusammen, denen man zwar keine definitiven Vorschriften machen, sondern sie zu bestimmten Dingen ermutigen wolle. Das sei aber ein wenig wie eine Herde Katzen zusammenhalten zu wollen. Es werde »gute, bessere und die beste« Box geben.

Das fange bei günstigen Streaming-Angeboten an, dann folgten die »besseren« Geräte mit leistungsfähiger CPU und GPU, deren Spezifikationen Valve mitbestimmen möchte. Wenn man Herstellern sage, sie sollen kein optisches Laufwerk einbauen, weil das den Rechner heißer, teurer und größer macht und dann aber trotzdem eines eingebaut wird, könnte man ja selbst immer noch die »beste« Box anbieten und die anderen, was sie eben herstellen wollen. Valve selbst wollte etwas leises, sehr leistungsfähiges in passender Größe anbieten, selbst verkaufen und zwar mit Linux als Betriebssystem. Man könne aber auch Windows installieren, wenn man wolle.

Die Steam Box soll als Server auch mehrere Bildschirme ansteuern können, zumindest in zukünftigen Versionen mit noch leistungsfähigeren Grafikchips. Dann seien auch ein PC mit acht Fernsehern und acht Controllern denkbar. Genauere Controller mit weniger Verzögerung seien wichtig. Bewegungscontroller wie Kinect machen Spiele laut Newell nicht besser und seien eher ein Rückschritt, aber Biometrie und Augentracking seien interessant und daher werde es auch entsprechende Controller von Valve geben.

Steam soll in Zukunft mehr Nutzer-generierte Inhalte bieten und auch das Erstellen eigener Angebote oder Zusammenstellungen ermöglichen. Teams könnten dann ihre Spiele zusammenstellen, andere Spiele nach ihrer Qualität sortieren oder auch nach Herstellern wie Sony. Windows 8 kritisiert Newell erneut heftig und macht das Betriebssystem für 20 Prozent gesunkene PC-Verkäufe verantwortlich, die seiner Ansicht nach 40 Prozent Wachstum hätten aufweisen müssen. Newell, der selbst 10 Jahre bei Microsoft an Windows mitgearbeitet hat, hält Windows 8 für »unbrauchbar«.

Neben der Steam Box als PC, die den Codenamen »Bigfoot« trägt, arbeitet Valve auch an »Littlefoot« für den mobilen Bereich. Da gäbe es noch viel Arbeit, um die Steuerung bei Tablets zu verbessern. Apples Ansatz verstehe er aber, da er Steve Jobs schon 1983 getroffen habe und dessen Einstellung damals schon »Super-Anti-Spiele« gewesen sei.

Ob Valve den Heim-Unterhaltungsbereich wirklich erneuern und mit Microsoft oder Sony mithalten kann, hängt laut Newell auch vom Internet ab. „Wenn du etwas Cooles machst, das die Zeit der Leute wert ist, dann werden sie es übernehmen. Wenn es nicht cool ist, sondern schlecht, dann kannst du so viele Marketing-Dollar ausgeben, wie du willst.«