Razer Abyssus

Mäuse   |   Datum: 30.09.2011
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Razer Abyssus im Test

Minimalistische Gaming-Maus

Mit der Abyssus hat Razer eine preiswerte Maus für linke wie rechte Hände im Angebot. Ob sie sich gegen die Konkurrenz im Preissegment bis 30 Euro durchsetzen kann, erfahren Sie im Test.

Von Marc Sehr |

Datum: 30.09.2011


Zum Thema » Razer Imperator 2012 Aktuelle High-End-Maus » Razer Onza Tournament Edition Referenz-Gamepad im Test » Razer Black Widow Ultimate Mechanische Tastatur im Test Razer Abyssus ab 7,99 € bei Amazon.de Razers Gaming-Maus Abyssus richtet sich an Puristen und verzichtet auf eine Fülle von Tasten, wechselbare Gewichte oder optische Spielereien. Der Hersteller wirbt mit dem Slogan »Back to the Basics« für seinen rund 30 Euro teuren Nager und stattet sie dementsprechend puristisch aus.

Drei Tasten, ein Mausrad und nur wenige Einstellmöglichkeiten erinnern eher an einfache Mäuse für Büroanwender als an hochgezüchtete Spieler-Mäuse wie beispielsweise die gleichteure Coolermaster CM Storm Inferno oder die rund fünf Euro günstigere Logitech MX518 . Ob der für rechte wie linke Hände geeignete Nager dennoch für Spiele taugt und ob sich ein Kauf für Minimalisten lohnt, erfahren Sie in unserem Test.

Razer Abyssus : Die Abyssus gehört zu den preiswerteren Razer-Mäusen. Die Abyssus gehört zu den preiswerteren Razer-Mäusen.

Präzision

Die Abyssus tastet den Untergrund mit bis zu 3.500 dpi ab und bewegt sich damit im Konkurrenzfeld aktueller Spielermäuse mit Infrarotsensor im oberen Drittel. In Spielen überzeugt uns die Präzision des Nagers. In allen Genres arbeitet der Sensor exakt und ohne Aussetzer. Auf allen getesteten Unterlagen funktioniert die Maus gleichermaßen zuverlässig. Weder Metall, Glas noch durchsichtiger Kunststoff stellt für die Abyssus ein Problem dar, die Maus bleibt stets präzise.

Mit zwei auf der Unterseite der Maus angebrachten Schiebereglern legen Sie Übertragungsfrequenz und Abtastrate fest. So haben Sie die Möglichkeit die Frequenz entweder auf den Standardwert von 125 Hz oder auf geschmeidigere 1.000 Hz einzustellen. Dadurch verändern Sie die Geschwindigkeit, mit der die Maus ihre Signale an den Computer sendet. Bei der Abtastrate können Sie zwischen drei Stufen wählen: 450 dpi, 1.800 dpi und 3.500 dpi. Glücklich ist die Position der Schieberegler allerdings nicht ausgefallen: Im laufenden Spielbetrieb werden Sie die Maus nicht anheben um die dpi, zum Beispiel beim Zielen mit einem Scharfschützengewehr, zu verändern – zu viel Zeit geht dabei verloren.

Ausstattung und Technik

Eine linke Maustaste, eine rechte Maustaste und eine mittlere Mausradtaste – mehr bietet die Abyssus nicht. Das Mausrad selbst scrollt nur nach oben und unten. Wie bei vielen andere Spieler-Mäuse im Bereich bis 50 Euro lässt sich das Mausrad nicht nach rechts oder links kippen. Hardwareseitige Anpassungen wie einsetzbare Gewichte ibt es ebenfalls nicht.

Mit einem Blick auf die Unterseite der Maus entdecken Sie die bereits erwähnten Schieberegler, um Übertragungsfrequenz und Abtastrate einzustellen. Diese sind allerdings sehr klein geraten und nur mit dem Fingernagel zu bedienen. Die Kabellänge von zwei Metern reicht in der Regel für alle Schreibtische aus. Mehr hat der minimalistische Nager aber nicht zu bieten.

Treiber

Eine CD mit Treiber liegt der Maus nicht bei. Diesen müssen Sie direkt bei Razer herunterladen. Viele Einstellmöglichkeiten dürfen Sie allerdings nicht erwarten. Neben der Empfindlichkeit können Sie noch die Eigenschaften des Mausrads und die Tastenzuweisung verändern. Ärgerlich: Jede Einstellung wird erst spürbar, wenn Sie diese per Klick übernehmen. Unter Windows hingegen werden Änderungen im »Eigenschaften der Maus« -Dialog direkt umgesetzt. Unter dem Reiter »Empfindlichkeit« passen Sie die Bewegungsempfindlichkeit stufenlos an.

Razer Abyssus Treiber

Zudem haben Sie hier die Möglichkeit, die »On-the-fly Sensitivity« zu aktivieren. Diese ermöglicht es Ihnen, die Empfindlichkeit der Maus ohne Menü zu justieren – vorausgesetzt, Sie belegen eine der drei Tasten der Maus mit dieser Funktion. Dann halten Sie die definierte Taste gedrückt und scrollen mit dem Mausrad nach oben oder unten. Dabei geht Ihnen aber eine der drei vorhandenen Tasten im Spiel verloren. Die Mausradtaste mit dieser Funktion zu belegen macht keinen Sinn, da Sie dann nicht präzise justieren können. In Spielen erscheint die sonst unter Windows eigeblendete Anzeige ebenfalls nicht. Auch die Doppelklickgeschwindigkeit lässt sich in diesem Reiter einstellen. Ein Klick auf das leicht versteckte »Erweitert« öffnet ein weiteres Fenster, in dem Sie die Empfindlichkeit der einzelnen Achsen sowie die Beschleunigung und Fenstersteuerung justieren.

Razer Abyssus : Durch das symmetrische Gehäuse passt die Abyssus in linke und rechte Hände. Durch das symmetrische Gehäuse passt die Abyssus in linke und rechte Hände. Im »Mausrad«-Reiter legen Sie die Scrollgeschwindigkeit in 18 Stufen fest und aktivieren oder schalten den Universalbildlauf ab. Unter »Tasten« wechseln Sie die Tastenbelegung für linke oder rechte Hände. Sie können die Tasten aber auch frei belegen. Die Taste »Erweitert« öffnet einen weiteren Dialog, in dem Sie kurze Makros (beispielsweise Tastenfolgen mit bis zu 8 Zeichen) oder Einzeltasten ablegen, die Sie mit Drücken der entsprechenden Taste auslösen. Auch hier verlieren Sie wieder eine Taste, die Sie im Spiel dringener benötigen. In der Praxis werden längere Tastenfolgen sehr langsam ausgeführt. Zudem erkennt der Treiber nur eine englische Tastatur womit zum Beispiel »z« und »y« vertauscht wird. Bei Einzeltasten funktioniert das Ganze wiederum sehr flott.

Ergonomie und Verarbeitung

Die Verarbeitung der Abyssus ist gelungen. Ungleiche Spaltmaße oder gar scharfe Kanten gibt es keine. Unser Testmodel klapperte beim Schütteln jedoch ein wenig. Durch die symmetrische Form ist sie für rechte wie linke Hände geeignet. Kleine wie große Hände kommen ebenfalls gut mit der Abyssus zurecht. Gefallen haben uns die leicht geschwungenen Tasten, in denen unsere Finger angenehm ruhen. Die gummierte Oberfläche bietet auch verschwitzten Händen genügend Halt, und die Druckpunkte der Tasten sind sehr angenehm.

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Avatar Kronpr1nz
Kronpr1nz
#1 | 30. Sep 2011, 09:54
Ich habe diese Maus seit knapp nem halben Jahr.
Kann nichts negatives drüber berichten.

Das Ding ist aufgrund der sehr einfachen Konstruktion recht stabil.

Allerdings bietet sie für das Geld recht wenig.

Ich habe mich letztendlich aus einem Grund für diese Maus entschieden, der hier als Minuspunkt aufgeführt wird:

Die Geringe Größe.

Die kurze Form bewirkt, dass man die Maus eher mit einer "Klauenhand" hält und das mag ich in RTS spielen wie Starcraft sehr gerne.
Durch das geringe Gewicht kann man dann ziemlich schnell reagieren.

Allerdings finde ich, dass dies in Action Spielen wie Shootern sehr störend.

Meiner Meinung nach ist diese Maus eher eine Ergänzung zu bestehender Hardware, sprich wenn die alte Maus für manche Anwendungen zu träge ist.

Aber eine richtige Gamermaus kann sie eigentlich nicht ersetzen, dafür fehlen dann einfach sinnvolle Zusatztasten.
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Avatar Gman2448
Gman2448
#2 | 30. Sep 2011, 12:17
Ich finde die sieht voll scheisse aus. ^^

Höchstens vielleicht für Linkshänder interessant.

Ansonsten würde ich den Rechtshändlern auf jedenfall die Logitech MX518 empfehlen.
Ich habe das Vorgängermodel und dort ist (meiner Meinung nach) das einzige Manko, dass nach etwa 1,5-2 Jahren die gummierte Oberfläche anfängt abzuschälen und die Maus dann nichtmehr so schick aussieht und nichtmehr so gut in der Hand liegt, weil die Oberfläche rau wird.
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Avatar hail_to_the_king
hail_to_the_king
#3 | 30. Sep 2011, 12:23
Zitat von Gman2448:
Ich finde die sieht voll scheisse aus. ^^

Höchstens vielleicht für Linkshänder interessant.


aussehen sagt ja auch immer sehr viel über die qualität eines produktes aus ;)

ich bin linkshänder und hab die abyssus zu hause... bin mehr als zufrieden damit und würde sie uneingeschränkt weiter empfehlen.
mehr als 3 tasten finde ich sind einfach nur störend an einer maus (eine entsprechende auswahl für linkshänder ist dort ja eh kaum vorhanden) und gebraucht habe ich mehr tasten auch noch nie; das meiste wird einfach über die tastatur erledigt und gut.
finde es aber etwas fragwürdig, die "geringe" ausstattung negativ hervor zu heben, wenn der hersteller schon mit back to the basics wirbt...
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Avatar zalamax
zalamax
#4 | 30. Sep 2011, 15:14
Schön das es mal wieder eine kleine Maus gibt mit der man auch mit kleinen Händen spielen kann ich(Handschuh-Größe 7) nutze aktuell eine Logitech g3 weil ich mit Mäusen wo ich die ganze Hand drauflegen muss einfach nicht klarkomme und meine Hand hinter der Maus auf dem Mauspad liegen muss, (so wie es früher üblich war) damit ich ein angenehmes spielgefühl habe.
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Avatar psyclops
psyclops
#5 | 30. Sep 2011, 19:36
Zitat von Gman2448:
Ich finde die sieht voll scheisse aus. ^^
Ansonsten würde ich den Rechtshändlern auf jedenfall die Logitech MX518 empfehlen.
Ich habe das Vorgängermodel und dort ist (meiner Meinung nach) das einzige Manko, dass nach etwa 1,5-2 Jahren die gummierte Oberfläche anfängt abzuschälen und die Maus dann nichtmehr so schick aussieht und nichtmehr so gut in der Hand liegt, weil die Oberfläche rau wird.


Ich hatte etwa bis vor kurzem die MX518. Eigentlich lag sie recht gut in der Hand und ist sonst auch ganz gut verarbeitet, aber leider hat nach etwa einem Jahr der Laser die Mücke gemacht. Hab jetzt eine G500 und nach einer kurzen Eingewöhnung komm ich damit auch ganz gut klar. Das Material gefällt mir besser. Es verdreckt nicht so schnell wie bei der MX518. Bisschen kleiner hätte sie sein können, aber sonnst bin ich ganz zufrieden.

Die Abyssus hat definitiv zu wenig Tasten um als Gaming-Maus gut anzukommen. Mindestens zwei Daumentasten bräuchte sie noch.


@zalamax
Hab auch kleine Hände. Die meisten Mäuse finde ich auch definitiv zu groß, eben weil man dann nur schwer den Handballen auflegen kann. Mit der G500 komm ich allerdings gut klar, weil die Maustasten recht lang sind und man sie weit relativ weit oben auch noch gut klicken kann.
Ich muss halt nur beider entferntesten Daumentaste immer kurz umgreifen. ^^
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Avatar balablubb
balablubb
#6 | 03. Okt 2011, 20:04
Ich muss sagen, dass ich seit Jahren Razer Mäuse benutze und bislang eigentlich sehr zufrieden damit war!

Doch seit einiger Zeit benutze ich nun die Razer TRON (Special Edition zum Film) inkl. Razer eXactMat X speed und mit dieser Maus bin ich überhaupt nicht zufrieden!

Der Startsound im TRON-Stil ist zwar ganz nett, aber die Maus spinnt leider sehr oft herum.

Manchmal geht sie nicht mehr, dann muss man ein paar mal damit aufs Pad klopfen, etc., etc. ...


Eigentlich sehr schade, aber dies ist ein Grund für mich meine nächste Maus von einem anderen Unternehmen (wahrscheinlich Logitech; ich habe deren diNovo Tastatur und bin damit extrem zufrieden!) zu kaufen!
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