Razer Imperator 2012

Mäuse   |   Datum: 24.07.2011
Seite 1 2   Wertung

Razer Imperator 2012 im Test

Spielermaus mit Laser- und Infrarot-Sensor

Die Neuauflage der Razer Imperator tastet den Untergrund mit einem 5.600-dpi-Laser und einem Infrarot-Sensor mit 1.800-dpi ab. Im Test der Razer Imperator prüfen wir, was das bringt.

Von Tom Loske |

Datum: 24.07.2011


Die kalifornische Firma Razer benennt praktisch alle Ihre Mäuse nach Schlangenarten. Auch die nach der Kaiserboa benannte Razer Imperator 2012 bildet da keine Ausnahme. Gegenüber dem Vorgänger Razer Imperator hat Razer die Imperator 2012 um einen 1.800-dpi-Infrarot-Sensor erweitert, der den 5.600-dpi-Laser ergänzt – werbewirksam spricht Razer von insgesamt 6.400 dpi. Der Infrarot-Sensor soll den Laser unterstützen, indem er die Charakteristik des Untergrundes erfasst und dem Laser dabei hilft, sich optimal auf die jeweilige Unterlage einzustellen. Daher sollten Sie die Maus beim Anstecken an den USB-Port auch bereits auf Ihrem Mauspad liegen haben, da sich die Sensor-Kombo bei jedem Anstöpseln neu kalibriert. Mit einem Preis von etwa 80 Euro liegt die Imperator 2012 preislich deutlich über Konkurrenten wie der Roccat Kone+ (ab 60 Euro), der Steelseries Xai (ab 55 Euro)oder der Logitech G9x (ab 45 Euro). Im Test der Razer Imperator 2012 klären wir für Sie, ob sich die Produktpflege ausgezahlt hat.

Razer Imperator 2012 :

Präzision

Der Laser der ersten Imperator-Generation schwächelte auf Glasunterlagen oder Mauspads aus transparentem Plastik. Der zur Unterstützung des Lasers hinzugekommene optische Sensor löst dieses Problem nicht und auch die neueste Auflage der Imperator hat arge Probleme mit den genannten Unterlagen. Der Mauszeiger springt wild hin und her, teilweise reagiert er überhaupt nicht auf unsere Eingaben. Alle anderen und weit gängigeren Materialien bereiten der Maus aber keinerlei Probleme, hier ist die Präzision, wie von der mit dem identischen Laser-Sensor ausgestatteten Razer Mamba gewohnt, ausgezeichnet. Der zusätzliche optische Sensor bietet dennoch einige Vorteile. Besonders interessant ist die duale Abtastung für »Low-Sens«-Spieler, die mit niedriger Zeigergeschwindigkeit spielen und den Nager daher häufig umsetzen – etwa bei schnellen Schwenks und Drehungen um die eigene Achse. Mit Hilfe eines einfachen Konfigurationstool definieren Sie bei der Imperator 2012 nämlich, wie weit Sie die Maus vom Pad heben möchten, bis der Mauszeiger nicht mehr auf Bewegungen reagiert. In unserem Praxistest funktioniert das problemlos, selbst wenn wir die Maus nur minimal anheben, bleibt der Cursor ruhig. In der maximalen Einstellung müssen Sie die Maus dagegen deutlich weiter vom Pad entfernen als in der niedrigsten Einstellung. Insgesamt gefällt uns die Imperator im Test sehr gut. Das Sensoren-Team reagiert verzögerungsfrei und extrem präzise auf alle Eingaben, egal ob hektische Schlenker oder pixelgenaues Zielen. Shooter-Freunde stellt die Imperator damit genauso zufrieden wie Strategie- oder Rollenspiel-Fans.

Auch die Maustasten hinterlassen durchweg einen positiven Eindruck, die taktile und akustische Rückmeldung ist ausgezeichnet. Die Tasten lassen sich ohne viel Kraftaufwand betätigen, bleiben aber dennoch ausreichend schwergängig, um Fehleingaben zu vermeiden. Die Daumentasten gefallen uns ebenfalls sehr gut, da sie sich mit Hilfe einer an der Unterseite angebrachten Mechanik in mehreren Stufen zwischen Front und Rückseite der Maus verschieben lassen und so auch für unterschiedlich große Hände stets perfekt erreichbar sind. Einzig die Rasterung vom Mausrad ist ein wenig leichtgängig, bei allzu forscher Betätigung landeten wir vereinzelt bei der falschen Waffe.

Ausstattung und Technik

Austauschbare Gewichte suchen Sie zwar vergeblich, ansonsten ist die Imperator aber flexibel. Alle sieben Tasten lassen sich frei belegen, dazu können Sie Makros erstellen und diese im internen Speicher ablegen. So nutzen Sie die Imperator mit Ihren persönlichen Einstellungen auch an anderen PCs, auf denen der Razer-Treiber nicht installiert ist. Bei unserem Testexemplar mussten wir den Treiber von der Razer-Webseite laden, da kein Datenträger beilag.

Mausrad und Mausrücken sind blau beleuchtet, im Treiber können Sie die Beleuchtung aber komplett oder teilweise deaktivieren. Gut gefallen hat uns auch das »OSD-Feature«, das Ihnen auf Wunsch die aktuelle Abtastrate für einige Sekunden direkt auf dem Bildschirm einblendet.

Treiber

Razer Imperator 2012 : Im »Assign Buttons«-Reiter belegen Sie die sieben Maustasten nach Wunsch.

Assign Buttons
Im »Assign Buttons«-Reiter belegen Sie die sieben Maustasten nach Wunsch.

Ergonomie und Verarbeitung

Wie schon Ihr Vorgänger liegt die Imperator 2012 sehr angenehm in rechten Händen. An der Ergonomie der ursprünglichen Version hat Razer nichts geändert, lediglich die Daumenmulde besitzt nun eine Gummierung und bietet so einen besseren Halt. Alle Tasten sind gut erreichbar, mit Ausnahme der dpi-Umschalter, die hinter dem Mausrad platziert sind – um sie zu betätigen, müssen Sie umgreifen. Das Gehäuse der Maus ist vergleichsweise kompakt und am besten für kleine oder mittelgroße Hände geeignet. Spieler mit großen Händen, die gerne ihren Handballen auf der Maus ablegen, dürften Razers neuen Nager dagegen eher als zu klein empfinden. Die Verarbeitung macht einen guten Eindruck. Störende Kanten oder ungleiche Spaltmaße konnten wir an unserem Testmuster nicht finden. Die leicht angeraute Oberfläche fühlt sich in Kombination mit der gummierten Daumenmulde auch nach langen Spiele-Sessions noch gut an.

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Avatar Xawer
Xawer
#1 | 24. Jul 2011, 10:26
guter Test. Aber könnt ihr das in Zukunft so einrichten dass (vor allem bei Spieletests) das Ergebnis nicht schon an der Seite zu sehen ist? Ihr spoilert immer sofort alle aktuellen Tests. Bei Hardware ist das egal, aber bei Spielen würde ich gerne bis zuletzt hoffen dürfen, dass es was geworden ist :D
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Avatar mr.ioes
mr.ioes
#2 | 24. Jul 2011, 10:26
Razer sollte besser mal deren Produktion fixen und von geplanter Obsoleszenz absehen. Jede ihrer Mäuse leidet seit Jahren unter dem double click "bug" der nichts anderes als ein absichtlich eingebautes Ablaufdatum ist.

Da steht ne fette Entschuldigung und Rücknahmeprogramm aus und solange das nicht geschieht -> nie wieder Razer!

@Test: Bisher war Razer die einzige Firma die es nicht schaffte die Sensibilität mit den Profilen zu verknüpfen - ändert sich das mit der Razer Imperator? Der Treiber sieht ja zumindest anders aus als noch mit meiner DeathAdder.
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dawodo
#3 | 24. Jul 2011, 10:32
Double-Click Bug? Ich hab meine Lachesis seit Jahren und bin sehr zufrieden damit.
Viele finden Razer überdimensioniert und "Spielzeug mit gigantischen Daten für Idioten", aber mein eigentlicher Kaufgrund für Razer war die Form. Eine Maus die mir so gut liegt wie die alte Lachesis hab ich in all den Jahren nicht gefunden - ist eben Geschmackssache.
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Avatar Rat Six
Rat Six
#4 | 24. Jul 2011, 10:37
Schöner Test und auch eine schöne Maus. Trotzdem bleibe ich bei meiner Deathadder bis die nicht den Geist auf gibt. Den Doppelklickbug habe ich auch nicht, obwohl das Mäuschen nun schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat.
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Avatar El_Cid
El_Cid
#5 | 24. Jul 2011, 11:07
Zitat von dawodo:
Double-Click Bug? Ich hab meine Lachesis seit Jahren und bin sehr zufrieden damit.
Viele finden Razer überdimensioniert und "Spielzeug mit gigantischen Daten für Idioten", aber mein eigentlicher Kaufgrund für Razer war die Form. Eine Maus die mir so gut liegt wie die alte Lachesis hab ich in all den Jahren nicht gefunden - ist eben Geschmackssache.


Meine erste Razer (Pro Solution 1.6) hatte diesen Bug. Irgendwann war ein richtiger Klick auf die linke Maustaste ein Doppelklick. Wenn man die Taste so seitlich berührte, ging ein einfacher Klick.

Hab mir aber auch eine Razer Imperator gekauft und bin sehr zufrieden damit.
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mr.ioes
#6 | 24. Jul 2011, 11:19
Zitat von El_Cid:


Meine erste Razer (Pro Solution 1.6) hatte diesen Bug. Irgendwann war ein richtiger Klick auf die linke Maustaste ein Doppelklick. Wenn man die Taste so seitlich berührte, ging ein einfacher Klick.

Hab mir aber auch eine Razer Imperator gekauft und bin sehr zufrieden damit.


Pro Solution, Naga, DeathAdder, Copperhead, Revolution, MX1000, G7. Zu jeder dieser Mäuse gibt es nach einer kurzen Google Suche Berichte dazu, man kann davon ausgehen dass es absolut jede Maus betrifft. Das traurige ist ja, dass einige von denen aus 2007 oder Jahren davor stammen. Das Problem kommt und geht tlw wieder, bei mir fings nach 2 Jahren an. Manche Klicks wurden auch gar nicht registriert, war also Glücksspiel ob kein, ein oder zwei Klicks.
Es ist auch in deren FAQs erwähnt, ändern tun sie aber nichts. Es ist pure Absicht, weil viele halt kein Problem damit haben nach 2 Jahren sich nen neue Maus zu kaufen. Ist ähnlich wie bei den Glühbirnen, die geben ja auch absichtlich den Geist auf :)
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mr.ioes
#7 | 24. Jul 2011, 11:23
Oh, die alte Imperator leidet ja scheinbar auch unter dem Problem, welch Zufall: http://www.overclock.net/mice/916589-razer-imp erator-double-click-issue.html
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yRG7oned
#8 | 24. Jul 2011, 11:25
Juhu endlich wieder ne neue Maus von Razer, und wie man sieht hat sich auch diesmal nicht wirklich was geändert aber Hauptsache der preis steigt an. Ich hatte bisher alle Razer Mäuse bis auf die Naga und die Abyssus. Jede hat sein Dasein auf gleiche weise beendet, zwischen 6 und 12 Monaten hat es gedauert bis die rechte Maustaste nicht mehr so richtig wollte, wenn man die Maus tasten gedrückt gehalten hat, hat sie einfach zwischen durch los gelassen. Das is Super toll wenn man am Snipen is und fliegt auf einmal aus dem Zoom und geht direkt wieder rein und wieder raus.

Bis auf die Boomslang und die beiden Mäuse die danach kamen, hat Razer meiner Meinung nach nur billigen abklatsch geliefert und auch diesmal bleibt mir diese Ansicht nicht verwehrt.

Gerade im Gaming bereich wo Gewicht, Reibungswiederstand und Form einen Unschätzbaren Wert erreichen würde ich an solchen dingen Arbeiten. Das Teflon Füße unter eine Gaming Maus gehören haben viele erkannt und Werben damit, lieber wäre es mir wenn man ein zweiten Satz Maus Füße rein packen würde die deutlich kleiner sind, so wie bei der Logitech MX500 dort konnte man wunderbar Glide Tapes drauf packen und man hatte bisher nie erreichte gleit Eigenschaften.

Mit solchen kleinen Sachen kann man schnell die Perfekte Gamer Maus schaffen, dann bietet man sie in verschiedenen Lackierungen an damit für jeden was dabei ist und man hat ein tolles Produkt geschaffen was wirklich anklang findet. Heute bekommen wir jedoch wie bei Spielen den Aufgewärmten mist seid Jahren, die dpi geht hoch was keiner wirklich merkt ich zb. spiele mit 600 dpi ... und dann kommen tolle Sachen wie ne dritte Seitliche Maus Taste, der einzige wirklich merkbare unterschied zu früher ist, Infrarot vs Laser, den Unterschied merkt man wirklich.

Ich für meinen Teil bin relativ zu frieden mit meiner Logitech G9x ohne Gewichte, wenn man die Maus Füße noch so schön klein machen würde wie bei der MX500 würde ich die Maus nicht mehr hergeben.
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Avatar Solospike
Solospike
#9 | 24. Jul 2011, 12:03
ich habe bei meiner DeathAdder auch nicht das Problem mit dem "Double Click" Bug...läuft alles wunderbar, allerdings nur solange ich die Maus benutze, alle anderen haben Probleme mit der hohen Zeigergesschwindigkeit
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Avatar mr.ioes
mr.ioes
#10 | 24. Jul 2011, 12:32
Zitat von Solospike:
alle anderen haben Probleme mit der hohen Zeigergesschwindigkeit


Wie geht das? Wenn die Maus zu schnell ist einfach DPI und Sensitivity runterregeln ...
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