Fünf Monate nach dem Release von StarCraft 2 bringt Razer ein speziell auf StarCraft 2 ausgelegtes und von Blizzard lizensiertes Eingabegeräte-Set auf den Markt. Das Set orientiert sich nicht nur beim Design an StarCraft 2, sondern bietet auch einige spezielle Funktionen in Kombination mit dem Echtzeitstrategie-Hit und besteht aus der hier getesteten Maus Razer Spectre, der Tastatur Razer Marauder und dem Headset Banshee. Wie alle Geräte der Serie hat die Razer Spectre eine integrierte Beleuchtung. Das ist zunächst nichts innovatives, doch soll die Beleuchtung während einer StarCraft-Partie wichtige Informationen mit Hilfe von Farb- und Blinkeffekten kommunizieren. Mit einem Preis von etwa 80 Euro gehört die auch für Linkshänder geeignete Spectre-Maus ins High-End-Segment.

Razer Spectre :

Ausstattung und Technik

Der Laser der Spectre-Maus arbeitet mit maximal 5.600 dpi und lässt sich in feinen 100-dpi-Schritten an Ihre Bedürfnisse anpassen. Somit steht Ihnen viel Bandbreite bei der Wahl der für Sie angenehmsten Abtastrate zur Verfügung. Die Auswahl erfolgt entweder im Treiber oder via zuvor belegter Tastenkombination sogar im Spiel entweder in 100-dpi-Schritten oder via fünf voreingestellter Stufen. Egal welche der Möglichkeiten Sie präferieren, es müssen dafür die Sondertasten der Maus programmiert werden und eine andere Nutzung dieser Tasten im Spiel ist folglich hinfällig. Auf Wunsch lassen sich horizontale und vertikale Abtastrate ebenfalls separat einstellen.

Bemerkenswert ist zudem ein Schalter an der Unterseite der Maus. Mit seiner Hilfe können Sie den Druckpunkt der linken Maustaste in drei Stufen einstellen, von weich bis relativ kräftig. In der Praxis funktioniert die Druckpunktanpassung erstaunlich gut und die drei Einstellungen bringen drei klar unterscheidbare Resultate hervor. Dies ist zum einen für Schnell-Klicker in StarCraft 2 interessant, da ein weicherer Anschlag theoretisch mehr Klicks pro Sekunde ermöglicht. Zum anderen ist das eine Konfigurationsmöglichkeit, die fast jedem Nutzer etwas bringt und die in dieser Qualität keine andere Maus auf dem Markt bietet.

Razer Spectre : Die Druckpunktanpassung erfolgt über einen Schalter an der Unterseite der Razer Spectre Die Druckpunktanpassung erfolgt über einen Schalter an der Unterseite der Razer Spectre

Auch das Mausrad ist extrem präzise und in 24 gut unterscheidbaren aber nicht zu harten Stufen gerastert. Allerdings besitzt die Spectre kein Vier-Wege- sondern nur ein Drei-Wege-Mausrad, das sich nicht nach links und rechts kippen lässt, was mittlerweile bei vielen Mäusen in diesem Preissegment wie etwa der Roccat Kone[+] und der Logitech G700 Standard ist.

Desweiteren verfügt die Razer Spectre über eine dreiteilige Beleuchtung an der Handauflagefläche, den Seiten und am hinteren Teil. Diese Bereiche können im Treiber jeweils mit voreingestellten Farben illuminiert oder auch komplett ausgeschaltet werden.

Spielepraxis

Razer Spectre :

In Spielen gibt sich die Razer Spectre keine Blöße. Der Laser arbeitet hochpräzise und lässt uns im Test bei keiner noch so schnellen oder ruckhaften Bewegung im Stich. Auch überdurchschnittlich schnelle Aktionen werden vom Laser perfekt erkannt und verarbeitet. In Sachen Untergrund ist die Maus ebenfalls nicht wählerisch. Einzig auf Oberflächen aus transparentem Plastik reagiert der 5.600-dpi-Laser mit Aussetzern und Sprüngen. Gläserne Oberflächen nimmt die Spectre hingegen ohne zu murren hin. Es spielt dabei übrigens keine Rolle, welche Abtastrate Sie wählen, das Verhalten des Lasers zum Untergrund bleibt immer gleich.

Die Tasten der Razer Spectre sind auch im Eifer des Gefechts gut erreichbar und bieten einen genauen Anschlag sowie einen guten Druckpunkt. Die bereits erwähnte Umschaltmöglichkeit für den Widerstand der linken Maustaste vereinfacht schnelles Klicken, was sowohl in Strategiespielen wie StarCraft 2 aber auch in Shootern von Vorteil ist. Die Zusatztasten an der linken Seite lassen sich gut bedienen. Für Linkshänder wird das aber schwieriger, da auf der rechten Seite der Spectre keine Zusatztasten zu finden sind. Bei der Konkurrenz und auch bei vielen Mäusen von Razer selbst sieht das im hochpreisigen High-End-Segment meist anders aus: Hier gibts die Zusatztasten meist sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite, was besonders Linkshändern zugute kommt.