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Technik - Web-Designer will Fusionsreaktor mit Teilen von Ebay bauen

Ein Web-Designer der New York Times versucht, nur mit zum Teil aus dem Internet stammenden Bauteilen einen Fusionsreaktor zu bauen.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 03.08.2012 ; 11:07 Uhr


Technik : Der 34 Jahre alte Mark Suppes arbeitet laut Wired als Web-Designer bei der New York Times und hat weder Nuklearphysik oder auch nur Elektrotechnik studiert. Trotzdem hat er sich zum Ziel gesetzt, einen Open-Source-Fusionsreaktor zu bauen.

Im Lagerhaus eines Freundes arbeitet er an seinem Reaktor, der bislang die Größe eines Aktenschrankes hat und verwendet dabei auch Komponenten, die zum Teil von Ebay stammen. »Das ganze Ding ist wirklich coole, altertümliche Technik. Leitungen, Pumpen und Röhren. Ich verwende auch eine Elektronenkanone aus einer alten Bildröhre aus den 50ern«, so Suppes, der sich nicht vorstellen kann, ein einem besseren Projekt zu arbeiten.

Immerhin haben Fusionsreaktoren das Potential, die Energieprobleme der Welt zu lösen. Das größte Problem dabei ist es, Deuterium, auch schwerer Wasserstoff genannt, auf 100 Millionen Grad zu erhitzen, damit es zu Helium fusioniert und enorme Mengen Energie freisetzt. Bislang verbrauchen die vorhandenen Versuchsreaktoren dabei aber mehr Energie als gewonnen wird. Suppes will dieses Problem durch supraleitfähige Magneten lösen.

Bislang hat er umgerechnet fast 40.000 Euro in sein Projekt investiert, weitere 2.500 Euro kamen von Open-Source-Unterstützern auf Kickstarter. Ein funktionierendes Fusionsreaktor-System könnte laut Schätzungen des Kernfusion-Pioneers Robert Bussard mehr als 80 Milliarden Euro im Jahr erwirtschaften. Suppes beschreibt seinen Fortschritt auch in seinem Blog.

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Avatar Tyraell
Tyraell
#1 | 03. Aug 2012, 11:13
Ist das denn nicht saugefährlich?
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Avatar Pascal Parvex
Pascal Parvex
#2 | 03. Aug 2012, 11:14
Nicht sehr wahrscheinlich, dass es klappt.
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Avatar Rinnsal
Rinnsal
#3 | 03. Aug 2012, 11:14
Mal abgesehen von dem Problem 100 Millionen Grad heißes Deuterium irgendwo einschließen zu wollen...
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Avatar El3ss4R
El3ss4R
#4 | 03. Aug 2012, 11:16
nope, fusion ist bei weitem nich so gefährlich wie spaltung :)

btw, geile überschrift... "baut fusionsreaktor aus teilen von ebay) und im text steht "und mti teilen aus dem internet, von denen teile auch von ebay stammen"
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Avatar sirius3100
sirius3100
#5 | 03. Aug 2012, 11:16
Naja sieht nach 'nem simplen Fusor aus. Die sind jetzt nicht so schwer zu bauen (einer meiner alten Rechner wird im Moment genutzt um Kameras, für die Überwachung eines solchen Systems das 2 Bekannte von mir gebaut haben, anzuschließen).

Aufpassen muss man aber da die doch recht viel Neutronenstrahlung erzeugen können.
Wenn's wirklich ein Fusordesign ist wird sich damit aber keine Energie gewinnen lassen. Diese Designs verbrauchen deutlich mehr Energie als sie liefern können.
Als Neutronenquelle könnten sie aber z.b. Anwendung in der Medizin finden (gibt im Moment soweit ich weiß 2 größere Gruppen weltweit die daran arbeiten).
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Avatar Njordin
Njordin
#6 | 03. Aug 2012, 11:17
Freie Energie - quasi.
Sollte dieser Typ auch nur halbwegs auf der richtigen Spur sein ist er bald tot / mundtot / entführt / wird bestochen / patentverklagt / gezwungen das Projekt offiziell als "gescheitert" zu erklären.

Da wäre er nur einer von vielen. LOL an freier Energie ernsthaft öffentlich forschen. Ich weis nicht ob lachen oder weinen. Leider.
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Avatar Viper
Viper
#7 | 03. Aug 2012, 11:17
Zitat von Tyraell:
Ist das denn nicht saugefährlich?


Ich bin mir nicht sicher ob es so klug ist, dass ein Web-Designer, ohne tiefergehende Ahnung der Materie und mit begrenzten Mitteln, versucht einen Fusionsreaktor zu bauen.

Da ich allerdings ein klein wenig Zweifel habe, dass er das schafft, woran Horden an Physikern mit Milliarden an Fördergeldern scheitern, kannst du doch wieder ruhig schlafen.

Vermutlich ist das schlimmste was passieren kann, dass er das Lagerhaus in die Luft jagt.
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Avatar Imradi
Imradi
#8 | 03. Aug 2012, 11:17
Zitat von Tyraell:
Ist das denn nicht saugefährlich?


Nur, wenn er auch nur annähernd Erfolg haben würde.. was ich nicht glaube, mit den Mitteln :ugly:
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Avatar Vicitoriachi
Vicitoriachi
#9 | 03. Aug 2012, 11:18
Ich bezweifle, dass er mit seinem winzigen Budget etwas schaffen kann, was hunderten Vollzeit-Wissenschaftlern (die auch Ahnung von der Materie haben!) seit Jahrzehnten nicht gelingt... insofern ein nicht allzu interessantes Projekt.
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Avatar NoProff
NoProff
#10 | 03. Aug 2012, 11:20
Nettes Hobby, nur sollte er die Finger von Beryllium Parabol-reflektoren lassen, sowas hat schon größere Geister das Leben gekostet.

Und natürlich ist das ganze "cool altmodisch". Die einzigen modernen Kraftwerkstechnologien sind die Erneuerbaren. Kohle, Gas, Öl und Atomkraftwerke sind glorifizierte Dampfmaschinen, nichts weiter. (ok, Erdwärmekraftwerke wohl auch, aber außer Island macht da wohl keiner Strom mit)
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