Technik : Der 34 Jahre alte Mark Suppes arbeitet laut Wired als Web-Designer bei der New York Times und hat weder Nuklearphysik oder auch nur Elektrotechnik studiert. Trotzdem hat er sich zum Ziel gesetzt, einen Open-Source-Fusionsreaktor zu bauen.

Im Lagerhaus eines Freundes arbeitet er an seinem Reaktor, der bislang die Größe eines Aktenschrankes hat und verwendet dabei auch Komponenten, die zum Teil von Ebay stammen. »Das ganze Ding ist wirklich coole, altertümliche Technik. Leitungen, Pumpen und Röhren. Ich verwende auch eine Elektronenkanone aus einer alten Bildröhre aus den 50ern«, so Suppes, der sich nicht vorstellen kann, ein einem besseren Projekt zu arbeiten.

Immerhin haben Fusionsreaktoren das Potential, die Energieprobleme der Welt zu lösen. Das größte Problem dabei ist es, Deuterium, auch schwerer Wasserstoff genannt, auf 100 Millionen Grad zu erhitzen, damit es zu Helium fusioniert und enorme Mengen Energie freisetzt. Bislang verbrauchen die vorhandenen Versuchsreaktoren dabei aber mehr Energie als gewonnen wird. Suppes will dieses Problem durch supraleitfähige Magneten lösen.

Bislang hat er umgerechnet fast 40.000 Euro in sein Projekt investiert, weitere 2.500 Euro kamen von Open-Source-Unterstützern auf Kickstarter. Ein funktionierendes Fusionsreaktor-System könnte laut Schätzungen des Kernfusion-Pioneers Robert Bussard mehr als 80 Milliarden Euro im Jahr erwirtschaften. Suppes beschreibt seinen Fortschritt auch in seinem Blog.