AMD-Vizepräsident Roy Taylor : In einem Interview mit dem Magazin c't, über das Heise berichtet, hat Roy Taylor von AMD erklärt, dass es seines Wissens keinerlei Pläne für ein DirectX 12 gibt. Bisher habe die Computer-Industrie von neuen Versionen von DirectX profitiert, da die dann notwendigen neuen Grafikkarten auch neue Prozessoren und mehr RAM im Rechner benötigten.

»Aber es wird kein DirectX 12 kommen. Das war's. Soweit wir wissen gibt es keine Pläne für DirectX 12. Falls das nicht stimmen sollte und mich jemand korrigieren möchte – wunderbar«, so Taylor. Aus diesem Grund seien Top-Spiele wie Bioshock Infinite oder Crysis 3 wichtig, um die Branche in Bewegung zu halten und AMD werde deswegen auch weiterhin interessante Spiele-Bundles anbieten.

Dazu wird wohl künftig auch Battlefield 4 gehören, wie Roy Taylor in dem Interview verriet. Interesant ist auch, dass Taylor bei einer Frage, die AMD-Hardware in der Xbox 720 erwähnte, nicht widersprach. Fortschritte bei künftigen Spielen sieht Taylor in Zukunft vor allem bei GPU-beschleunigter Physik, allerdings nur mit offenen Standards.

Update: Microsoft hat gegenüber Neowin Stellung zu den Aussagen von Roy Taylor bezogen. Dort heißt es, Microsoft investiere weiterhin in DirectX als gemeinsame Grafikplattform für Windows, Xbox 360 und Windows Phone. »DirectX entwickelt sich weiter und wird sich weiter entwickeln. Wir haben absolut nicht die Absicht, ie Innovationen bei DirectX zu beenden«. Damit ist zumindest sicher, dass Microsoft an DirectX weiterarbeitet.

ATI Mach (ab 1991):
Abgebildet ist die ATI Mach 64 aus dem Jahr 1994, die mit maximal 8 MByte Speicher schon ein recht fortgeschrittenes Modell darstellte. Die Mach 64 war für die nicht mehr genutzten Anschlüsse ISA und VLB (VESA Local Bus), aber auch für den noch immer existierenden PCI-Slot erhältlich. 3D-Beschleunigung war damals noch ein Fremdwort, doch 2D-Beschleunigung bereits wichtig.