Microsoft Scroogled : Ende November 2012 hatte Microsoft mit Scroogled eine Aktion gestartet, die belegen sollte, dass Google die Suchergebnisse im Shopping-Bereich nach Bezahlung aufführt und Händler, die nicht bezahlen wollen, ausschließt. Natürlich war die Lösung für dieses Problem aus Sicht von Microsoft die Verwendung der entsprechenden Funktion der eigenen Suchmaschine Bing.

Das gleiche Prinzip greift nun bei der neuen Kampagne, die sich den E-Mail-Dienst Gmail als Ziel ausgesucht hat. Laut Microsoft durchsucht Google die E-Mails der Kunden, um passende Werbung einblenden zu können. Die meisten Kunden wüssten dies nicht, würden es aber ablehnen, sobald sie darüber informiert würden. Microsoft bringt sogar das Beispiel, dass eine E-Mail an einen Freund, in der man diesen über die bevorstehende eigene Scheidung informiert, dazu führt, dass Scheidungsanwälte entsprechende Werbung schalten.

Auch hier empfiehlt Microsoft den eigenen Konkurrenz-Dienst Outlook, der laut der Meldung keine E-Mails scannt, um passende Werbung zu verkaufen und bei dem die Privatsphäre der Nutzer oberste Priorität genieße. Laut Microsoft laufen gegen Google aktuell sechs Sammelklagen wegen des Durchsuchens von E-Mails.