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Internet-Drosselung - Verbraucherschützer gehen gegen Deutsche Telekom vor

Die Pläne der DeutschenTelekom, Internet-Anschlüsse ab dem Jahr 2016 bei Erreichen bestimmter Datenvolumen zu drosseln, hat nun auch Verbraucherschützer auf den Plan gerufen.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 08.07.2013 ; 12:32 Uhr


Internet-Drosselung : Die Deutsche Telekom will ab 2016 Internet-Anschlüsse drosseln. Die Deutsche Telekom will ab 2016 Internet-Anschlüsse drosseln.

Wie der Spiegel meldet, hat de Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen von der Deutschen Telekom eine Unterlassungserklärung eingefordert, in der sich das Unternehmen verpflichtet, keine drastischen Drosslungen mehr vorzunehmen.

Da die Telekom diese Erklärung aber nicht unterschrieben hat, wollen die Verbraucherschützer nun vor Gericht ziehen. Auf diese Weise soll ein Grundsatzurteil erreicht werden. Die starke Kritik an den Plänen hatte die Telekom bislang nur dazu bewogen, die geplante Drosselung nicht mehr auf 384 KBit/s, sondern auf 2 MBit/s festzulegen.

Das eigentliche Problem wird dadurch aber nicht gelöst, da die Telekom eigene Dienste wie Entertain nicht auf das Datenvolumen anrechnen will. Damit wäre nach Ansicht vieler Kritik die Netzneutralität verletzt. Mit dieser Problematik beschäftigen sich nun sowohl die Bundesnetzagentur als auch das Bundeskartellamt, während das Bundeswirtschaftsministerium an einer Verordnung zur Netzneutralität arbeitet.

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Avatar Ephialtes
Ephialtes
#1 | 08. Jul 2013, 12:34
Worüber ich mir bis heute im Unklaren bin... betrifft das damit ausschließlich die Verträge mit der deutschen Telekom? Oder werden andere Anbieter von der Drosselung auch betroffen sein und ihre Tarife ändern müssen?

Denn, wenn es ausschließlich die Telekom so macht sehe ich kein Problem, im Gegenteil. Ich freue mich darauf, dass es eine gewaltige Kundenemigration von der bescheuerten Telekom weg geben wird.
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Avatar Zedek
Zedek
#2 | 08. Jul 2013, 12:38
Zitat von Ephialtes:
Worüber ich mir bis heute im Unklaren bin... betrifft das damit ausschließlich die Verträge mit der deutschen Telekom? Oder werden andere Anbieter von der Drosselung auch betroffen sein und ihre Tarife ändern müssen?

Denn, wenn es ausschließlich die Telekom so macht sehe ich kein Problem, im Gegenteil. Ich freue mich darauf, dass es eine gewaltige Kundenemigration von der bescheuerten Telekom weg geben wird.


Müssen werden sie nicht. Aber das ein gewisser Druck von Seiten der Telekom kommen wird/kommt dürfte auch klar sein. Letzten Endes wird man dem ganzen nur sicher aus dem Weg gehen können wenn man zu einem Anbieter geht der nicht die Telekom Leitungen nutzt.
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Pu244
#3 | 08. Jul 2013, 12:44
Da bleibt ihnen nur noch viel Glück zu wünschen, auch wenn ich sehr stark bezweifle das sie Erfolg haben werden.

Prinzipiell kann die T-Com ihre Preise und Bedingungen gestalten wie sie will (solange sie nicht betrügerisch vorgeht). Theoretisch sogar wieder Minuten- oder Volumentarife einführen, wobei das jetzige eine Variante des Volumentarifs ist.

Zitat von Ephialtes:
Worüber ich mir bis heute im Unklaren bin... betrifft das damit ausschließlich die Verträge mit der deutschen Telekom? Oder werden andere Anbieter von der Drosselung auch betroffen sein und ihre Tarife ändern müssen?


Nein, davon ist nur die T-Com betroffen. Was nicht bedeutet das andere Anbieter das nicht auch machen können (z.B. 1&1, 16000er für 10€ weniger dafür nur 100GB/Mon und nur ein Modem statt Fritzbox).
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kadros
#4 | 08. Jul 2013, 12:47
https://de-de.facebook.com/vznrw
"..Fakt ist, dass wir die Klage bereits vor dem Landgericht Köln eingereicht haben, da das Unternehmen nach unserer Abmahnung im Mai keine Unterlassungserklärung abgegeben hat. Das Gericht muss nun entscheiden, ob die Drossel-Klausel zulässig ist oder nicht. Ein erster Termin zur mündlichen Verhandlung soll beim Landgericht Köln am 18.09.2013 stattfinden..."
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InnerConflict
#5 | 08. Jul 2013, 12:49
384kbit/s:8 = 48kb/s Selbst 1Gb dauert dann einen halben Tag -.-
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Avatar winfo_student
winfo_student
#6 | 08. Jul 2013, 12:51
Zitat von Ephialtes:
Worüber ich mir bis heute im Unklaren bin... betrifft das damit ausschließlich die Verträge mit der deutschen Telekom? Oder werden andere Anbieter von der Drosselung auch betroffen sein und ihre Tarife ändern müssen?

Denn, wenn es ausschließlich die Telekom so macht sehe ich kein Problem, im Gegenteil. Ich freue mich darauf, dass es eine gewaltige Kundenemigration von der bescheuerten Telekom weg geben wird.


Ich weiß nicht wie es bei anderen Anbietern aussieht aber laut Wikipedia nutzt z.B. o2 das Telekom-Netz "auf der letzten Meile". Uneinsichtigen "Nichtdrosslern" könnte man deshalb speziell auf sie abgestimmte Verträge (Marketing ist toll!!) anbieten und sie so zur Kooperation motivieren. (= Kosten hoch bei nicht-Drosselung). Ansonsten müssen sie eben ein vollständig unabhängiges Netz bereitstellen was zu Kostenerhöhungen beim Kunden führen dürfte.
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Avatar Fisher93
Fisher93
#7 | 08. Jul 2013, 12:52
Zitat von InnerConflict:
384kbit/s:8 = 48kb/s Selbst 1Gb dauert dann einen halben Tag -.-


Ich glaube, dass sie damit die endgültige Downloadgeschwindigkeit meinen. Aber sicher bin ich mir da wirklich nicht. :P
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Avatar Pu244
Pu244
#8 | 08. Jul 2013, 12:53
Zitat von InnerConflict:
384kbit/s:8 = 48kb/s Selbst 1Gb dauert dann einen halben Tag -.-


1: Es sind ca. 6,5 Stunden

2: Sie haben ja auf 2 Mbit aufgestockt, damit sind es "nur noch" etwas über eine Stunde, was Leuten die über 100 GB/Mon aus dem Netz saugen wohl auch nicht wirklich reichen wird.
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Avatar HaloGrungeLink
HaloGrungeLink
#9 | 08. Jul 2013, 12:55
Ich hoff damit kommen die nicht durch. Sonst kommt das früher oder später auch in österreich.
Kann man denn wenigstens den Vertrag ohne Unkosten kündigen durch die Drosselung?

Edit: Ok, in Österreich wird sowieso gedrosselt.
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Avatar Pu244
Pu244
#10 | 08. Jul 2013, 12:58
Zitat von winfo_student:


Ich weiß nicht wie es bei anderen Anbietern aussieht aber laut Wikipedia nutzt z.B. o2 das Telekom-Netz "auf der letzten Meile". Uneinsichtigen "Nichtdrosslern" könnte man deshalb speziell auf sie abgestimmte Verträge (Marketing ist toll!!) anbieten und sie so zur Kooperation motivieren. (= Kosten hoch bei nicht-Drosselung). Ansonsten müssen sie eben ein vollständig unabhängiges Netz bereitstellen was zu Kostenerhöhungen beim Kunden führen dürfte.


Jeder Anbieter der über einen Telefonanschluss der T-Com reingeht nutzt die letzte Meile von ihr und zahlt dafür eine feste Miete. Manche Anbieter haben jedoch kein eigenes Backbone Netz vor Ort und nutzen auch noch weitere Leitungen der T-Com, dafür wird dann pro Gigabyte abgerechnet, das kann die Kalkulation dann zum kippen bringen und den Gewinn verhageln.

Zitat von HaloGrungeLink:
Ich hoff damit kommen die nicht durch. Sonst kommt das früher oder später auch in österreich.
Kann man denn wenigstens den Vertrag ohne Unkosten kündigen durch die Drosselung?


Ja, das geht.

Sie ändern den Vertrag eh nur nach Ablauf der Vertragsdauer, man bekommt quasi alle zwei Jahre einen neuen Vertrag.
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