Space Internet von Elon Musk : Elon Musk will Hunderte Satelliten im niedrigen Erdorbit für den globalen Internetzugang nutzen. Elon Musk will Hunderte Satelliten im niedrigen Erdorbit für den globalen Internetzugang nutzen.

Update: Laut einem Bericht von The Information will sich auch Google an dem Projekt von Elon Musk beteiligen und steht deswegen kurz davor, stark in das Weltraum-Transportunternehmen SpaceX zu investieren. SpaceX soll laut den Verhandlungen einen Wert von mehr als 10 Milliarden US-Dollar haben. Google und andere Unternehmen und Fonds würden eine sehr hohe Summe in das Unternehmen investieren, um die Entwicklung der Satelliten für das »Space Internet« zu unterstützen.

Eine Bestätigung für diese Meldung gibt es nicht, allerdings hat auch The Wall Street Journal ähnliche Informationen erhalten und geht davon aus, dass Google eine Milliarde US-Dollar investieren will. Das könnte die Entwicklung und Umsetzung des Projektes deutlich beschleunigen.

Originalmeldung: Der weltweite Zugang zum Internet ist für viele Unternehmen ein sehr wichtiges Ziel. Facebook und Google arbeiten beispielsweise an Möglichkeiten, Internetverbindungen per Drohne oder Ballon zu ermöglichen und verfolgen damit nicht unbedingt nur uneigennützige Ziele. Immerhin bedeuten mehr Internetnutzer auch mehr Einnahmen für beide Unternehmen. Der Milliardär Elon Musk, der CEO von SpaceX, Tesla Motors und weiteren Technikunternehmen, will nun ebenfalls dafür sorgen, dass Internetzugang weltweit kostengünstig möglich wird. Seine Idee ist ein riesiges Netzwerk aus Hunderten kleinen Satelliten.

»Wir konzentrieren uns darauf, ein globales Kommunikationsnetzwerk zu erschaffen, das größer als alles ist, was bisher besprochen wurde«, so Musk gegenüber Bloomberg. Diese Idee, die mangels offiziellem Namen in den Medien nun »Space Internet« genannt wird, soll sogar besonders schnelles Internet ermöglichen. Die Satelliten sollen in einer Höhe von nur 1.200 Kilometer schweben und wären damit deutlich näher als herkömmliche Kommunikations-Satelliten. Die Verbindungen hätten so mit weniger Verzögerungen zu kämpfen, die bisheriges Satelliten-Internet für Zwecke wie beispielsweise Online-Gaming relativ ungeeignet machen. Laut dem Bericht können die Verbindungen des »Space Internet« sogar mit den Geschwindigkeiten von Glasfasern im Boden konkurrieren und trotzdem überall verfügbar sein. Die Verbindungen würden dabei nicht wie am Boden durch Dutzende oder Hunderte Router geleitet, sondern im All von Satellit zu Satellit bis zur passenden Empfangsstation auf der Erde. Die Datenübertragung im All wäre 40 Prozent schneller als in Glasfasern, so Musk.

Sein Projekt wird mit einem Büro in Seattle und 60 Angestellten starten und soll dann in drei bis vier Jahren auf bis zu 1.000 Angestellte anwachsen. In Zusammenarbeit mit SpaceX sollen auch die dortigen Projekte verbessert werden, während das Unternehmen die »besten Ingenieure in Seattle oder solche, die nach Seattle ziehen wollen« einstellen will. Irgendwann könnte das »Space Internet« dann auch eine Verbindung zum Mars herstellen und den roten Planeten mit dem irdischen Internet verbinden.