Google Mic Drop : Google Mic Drop war lustig gemeint, sorgte jedoch für viel Ärger. Google Mic Drop war lustig gemeint, sorgte jedoch für viel Ärger.

Eigentlich hatte Google eine witzige Idee für Google Mail. Mit der neuen »Drop Mic«-Schaltfläche konnte eine abgeschickte E-Mail mit einem kurzen Video versehen werden, auf dem ein Minion zu sehen ist, der ein Mikrofon fallen lässt. Diese Geste bedeutet, dass laut dem Redner alles gesagt ist und wird beispielsweise von Comedians nach besonders gelungenen Witzen oder auch vom selbsterklärten Sieger einer Rap-Battle verwendet. Neben dem Einbau des Videos hatte Google die Einstellungen für derart verschickte E-Mails so verändert, dass Antworten darauf nicht empfangen werden.

Leider hatte Google die Schaltfläche so platziert, dass sie beinahe die »Senden + Archivieren«-Schaltfläche ersetzte. Offensichtlich verwenden relativ viele Google-Mail-Nutzer diese Schaltfläche und klickten auch auf den »Drop Mic«-Button ganz automatisch beim Versenden einer E-Mail. Das hatte beispielsweise zur Folge, dass der Drop-Mic-Minion in E-Mails auftauchte, in denen der Absender sein Mitgefühl über einen Todesfall in der Familie des Empfängers ausdrücken wollte. In einem anderen Fall hat ein Nutzer auf sein erstes Angebot für ein Bewerbungsgespräch seit Jahren auf diese Weise geantwortet und in einem Fall soll das kleine Video sogar für den Verlust von Aufträgen verantwortlich sein. Auch E-Malls, auf die wichtige Antworten erwartet wurden, wurden so verschickt.

Google hat noch während des gestrigen Tages mit einem Blogbeitrag auf die Beschwerden reagiert. »Es sieht so aus, als hätten wir uns in diesem Jahr selbst übel mitgespielt. Aufgrund eines Fehlers verursachte das MicDrop-Feature mehr Kopfschmerzen als Lacher. Es tut uns wirklich leid. Das Feature wurde deaktiviert. Falls es noch zu sehen ist, aktualisieren Sie bitte ihre GMail-Seite.« Der erwähnte Fehler sorgte dafür, dass unter bestimmten Umständen sogar die normale Senden-Funktion den Minion in die E-Mail integrierte. Es wäre laut Google auch besser gewesen, dieses Feature nur auf Nachfrage zu aktivieren und nicht so nah an anderen Buttons mit wichtigen Funktionen zu platzieren.

Quelle: Techcrunch, Google