AMD Phenom II X4 960T : AMD Logo AMD Logo AMD wird in wenigen Wochen nicht nur die neuen Sechskern-Prozessoren um den AMD Phenom II X6 1090T vorstellen, sondern auch Quadcore-CPUs, die auf der gleichen Technik basieren. Die sogenannten »Zosma«-Kerne sind durch den Zusatz des Buchstaben T hinter der Modellnummer erkennbar.

Laut OCWorkbench ist es möglich, einen AMD Phenom II X4 960T mit 3,3 GHz zu einem vollwertigen Sechskern-Prozessor zu machen, sofern das Mainboard das Freischalten der beiden deaktivierten Kerne erlaubt. Die 800er-Chipsatzreihe von AMD enthält diese Funktion nicht mehr, doch einige Mainboard-Hersteller umgehen dies. OCWorkbench nennt in diesem Fall das ASRock 890GX Extreme3.

Mit 3,3 GHz und sechs funktionierenden Kernen wäre der Phenom II X4 960T sogar 100 MHz schneller als der Phenom II X6 1090T, der nur mit 3,2 GHz taktet. Die Auswirkungen auf die Turbo Core-Funktion zum automatischen Übertakten kaum belasteter CPU-Kerne sind aber noch unklar.

Update 21.04.2010

ASRock ist nicht der einzige Hersteller, der die neuen AMD Phenom II X4 960T zu vollwertigen Sechskern-Prozessoren freischalten will. Auch Asus, wie ASRock eine Tochterfirma des Konzerns Asustek, wird diese Funktion bei neueren Mainboards anbieten. Allerdings scheinen wohl fast alle Mainboard-Hersteller diese Idee gehabt zu haben, denn auch MSI gehört zu den Firmen, die eine eigene Core Unlocker-Technik anbieten werden. Bei allen Versionen sind neuere Mainboards mit Chipsätzen aus der AMD 800er-Serie notwendig.

Wie AMD zu diesem Vorgehen steht, ist nicht bekannt. Allerdings hat AMD die in den älteren Chipsätzen noch vorhandene Unterstützung für das Freischalten von CPU-Kernen entfernt. Es hätten sich zu viele Kunden und IT-Administratoren beschwert, wenn Prozessoren nach dem Freischalten nicht korrekt funktionierten. Das dürfte bei der »Verwandlung« von Quad-Cores in Hexa-Cores kaum anders sein. Ob zusätzliche Kerne funktionieren oder nicht, ist schlicht Glückssache.

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