AMD Kaveri : AMD APU A-Serie AMD APU A-Serie

In wenigen Tagen wird AMD auf der Computex in Taiwan mit Richland die dritte APU-Generation aus eigener Fertigung präsentieren. Hinter den Kulissen jedoch gehen die Planungen bereits weiter. Mit Kaveri ist ein Nachfolger schon seit einiger Zeit in Entwicklung. Fast genauso lang geht bereits das Gerücht, AMD würde mit Kaveri auch einen neuen Sockel einführen (müssen). Ein nun aufgetauchtes AMD-Dokument bestätigt diese Annahme und verrät auch gleich den Namen: AM2+.

Der aktuelle Sockel FM2 nimmt die APU-Generationen Trinity und Richland auf, dem FM1 war mit Llano nur ein recht kurzes Dasein vergönnt. Die Bezeichnung FM2+ könnte allerdings darauf hinweisen, dass AMD zumindest eine Abwärtskompatibilität zu FM2-APUs vorsieht - so wie es bei AM3 und AM3+ schon der Fall war.

Bei Kaveri wird es sich um AMDs erste APU mit den neuen Steamroller-Prozessorkernen handeln. Steamroller ist die dritte Generation der Bulldozer-Architektur und soll erst im Jahr 2014 auch ohne GPU und mit leistungsverbesserndem L3-Cache in Form von FX-CPUs auf den Markt kommen. Steamroller soll auch den Übergang zur 28-nm-Fertigung im CPU-Bereich bringen - bislang werden AMDs CPUs und APUs noch in 32 nm gefertigt. Die kleineren Fertigungsprozesse können helfen, Energie einzusparen oder bei gegenüber den Vorgängern gleichbleibender TDP mehr Leistung zu realisieren.

Mit Kaveri wird AMD erstmals HSA-optimierte Anwendungen beschleunigen können. So werden die Kapazitäten der CPU und der GPU mittels angepasster Software besser nutzbar gemacht. Es war zudem von Anfang an AMDs Plan, bei den APUs die vergleichsweise hohe Rechenleistung der GPU-Bestandteile zur Unterstützung der gegenüber Intels Core-i-CPUs eher langsamen CPU zu nutzen. Kaveri wird als erste APU hUMA unterstützen und damit einen gemeinsamen Speicherbereich für CPU und GPU schaffen.