Asus G75

Notebooks   |   Datum: 02.06.2012
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Asus G75 im Test

Tarnkappen-Notebook mit Ivy Bridge und Geforce GTX 670M

Asus stattet sein neues G75V-Notebook mit Intels neuen Ivy-Bridge-Vierkernern, einer Geforce GTX 670M und einem 3D-Display der Spitzenklasse aus. Wir haben das 17-Zoll-Notebook G75 im Test.

Von Daniel Visarius, Florian Glaser (Notebookcheck.com) |

Datum: 02.06.2012


Zum Thema » Notebook-Tuning Was lässt sich aufrüsten? » Windows-7-Mobilitätscenter Einfachere Konfiguration » Notebook-Grafikschummelei Wie AMD und Nvidia tricksen Beim Asus G75 verbaut der Hersteller im Vergleich zum 2011er-Modell G74 nicht nur schnellere Hardware, sondern entwickelt auch das gelungene Tarnkappendesign weiter. Die grundsätzliche Linienführung bleibt gleich, aber an den Seiten setzen silbergraue Applikationen neue Akzente und abgeschrägte Touchpad-Tasten oder ein Einbuchtung unterhalb der Pfeiltasten führen die Formensprache auch bei kleinsten Details fort.

Technisch basiert das Asus G75 auf Intels aktuellen Core-i7-Vierkernprozessoren mit Ivy-Bridge-Architektur, die gegenüber den Sandy-Bridge-Vorgängern durch die 22- statt 32-nm-Fertigung wesentlich energieeffizienter arbeiten. In unserem Testgerät kommt ein Core i7 3720QM mit einer Basistaktfrequenz von 2,6 GHz zum Einsatz, in den deutschen Serienmodellen steckt maximal der mit 2,3 GHz geringfügig langsamere Core i7 3610QM. Um die Grafik kümmert sich eine Geforce GTX 670M, die trotz der 600er-Modellnummer aber wie so oft bei Notebook-Grafikchips auf der letzten Generation basiert und letztlich nur eine Geforce GTX 570M mit deutlich höherem Speichertakt ist.

Asus G75 : Im modifizierten Tarnkappendesign der Vorgänger steht das mit neuen Ivy-Bridge-Prozessoren ausgestattete Asus G75 sehr gefällig auf dem Schreibtisch. Im modifizierten Tarnkappendesign der Vorgänger steht das mit neuen Ivy-Bridge-Prozessoren ausgestattete Asus G75 sehr gefällig auf dem Schreibtisch.

Das 17,3 große Display löst mit den heutzutage typischen 1920x1080 Pixeln im 16:9-Format auf und unterstützt den 120-Hertz-Betrieb, sowie stereoskopisches 3D mit der 3D-Brille Nvidia 3D Vision 2. Nvidias dynamische Grafikchipumschaltung Optimus funktioniert mit dem G75 allerdings nicht – derzeit ist nur entweder das eine oder das andere möglich. Die Preise für das Asus G75 beginnen je nach Ausstattung derzeit bei rund 1.500 Euro, für die maximale Ausbaustufe werden schnell 2.200 Euro fällig.

Gehäuse

Mit einem Gewicht von rund 5,2 Kilo inklusive Netzteil geht das Asus G75 im Test eher als mobiler Computer denn als Notebook durch. Das ausladende Gehäuse misst 41,5 mal 32 mal 5,2 Zentimeter und ist damit einen Hauch kleiner als das des G74 (42 x 32,5 x 6,2 cm). Fast die gesamte Außenhaut hat der Hersteller wieder mit einer hochwertigen Softtouch-Oberfläche überzogen, die sich nur mit wirklich fettigen Fingern verschmutzen lässt.

Das behutsam weiterentwickelte Design gefällt uns sehr gut. Die kleineren Änderungen im Detail, vor allem die silbergrauen Seitenapplikationen, die sich als Tastaturunterlage über die Oberfläche ziehen, bringen etwas Abwechslung in die ansonsten sehr dunkle Optik. Die Verarbeitung des G75 ist zudem gewohnt hochwertig.

Asus G75 : Das Gehäuse ist mit Ausnahme der silbergrauen Applikationen vollständig mit einer Softtouch-Oberfläche überzogen. Das Gehäuse ist mit Ausnahme der silbergrauen Applikationen vollständig mit einer Softtouch-Oberfläche überzogen.

Prozessor & Grafikkarte

In Deutschland liefert Asus das G75 derzeit nur mit dem 2,3 GHz schnellen Vierkernprozessor Intel Core i7 3610QM aus, unser Testgerät verfügt über den 300 MHz schnelleren Core i7 3720QM. Beide Chips unterstützen Hyperthreading und können in entsprechend optimierten Anwendungen acht Aufgaben gleichzeitig bearbeiten, zudem steigern sie ihren Takt je nach Auslastung selbstständig auf bis zu 3,3 beziehungsweise bis zu 3,6 GHz, wenn es die Temperaturentwicklung und Stromverbrauch zulassen.

Ivy Bridge entsteht in Intels modernem 22-nm-Prozess, der die Energieeffizienz gegenüber den noch in 32 nm breiten Strukturen gefertigten Sandy-Bridge-Vorgängern im G74 spürbar erhöht. Die von Intel angegebene Verlustleistung sinkt gegenüber ehemaligen High-End-Modellen wie dem Core i7 2960XM zudem von 55 auf 45 Watt TDP – eine für Notebooks erhebliche Verbesserung, die Asus bereits genügt, um eine wesentlich schnellere Grafikkarte als bisher in seinem 17-Zoll-Spiele-Notebook unterzubringen. Strom sparen mit der in der CPU integrierten Grafik ist dabei nicht möglich, weil die HD Graphics 4000 wegen der 3D-Unterstützung brach liegt.

Asus G75 : Die Geforce GTX 670M hat Asus in der teureren 3,0-GByte-Variante verbaut, was so gut wie keine Vorteile bringt. Die Geforce GTX 670M hat Asus in der teureren 3,0-GByte-Variante verbaut, was so gut wie keine Vorteile bringt. Die Geforce GTX 670M ist Nvidias zum Testzeitpunkt drittschnellste Notebook-Grafikkarte mit einem Grafikchip und erheblich leistungsstärker als die im G74 eingesetzte Geforce GTX 560M. Wie üblich, hat die GTX 670M mit der ausgewachsenen 28-nm-Grafikkarte Geforce GTX 670 aber wenig mehr als den Namen gemein. So nutzt sie nicht einmal die neue, energieeffiziente Kepler-Architektur, sondern basiert auf dem im 40-nm-Prozess hergestellten Fermi-Vorgängerchip. Letztlich bestätigen die technischen Daten (336 Shader-Prozessoren, 192 Bit breites Speicher-Interface), dass es sich bei der GTX 670M um eine höher getaktete GTX 570M handelt. Unterm Strich leistet die GTX 670M im Test etwas weniger als eine Geforce GTX 560 für Desktop-PCs, obwohl sie mit 3,0 GByte den dreifachen Videospeicher hat.

Im Vergleich zu anderen Notebook-Grafikchips liegt die GTX 670M etwa 10 Prozent vor der GTX 570M, auf dem Niveau einer Radeon HD 6970M und 20 Prozent hinter der GTX 675M mit 384 statt 336 Shader-Prozessoren, 256 statt 192 Bit breiten Speicher-Interface und noch höheren Taktfrequenzen (die GTX 675M entspricht ungefähr einer Nvidia Geforce GTX 560 Ti für Desktop-PCs). Um mit der mitgelieferten 3D-Brille 3D Vision 2 in stereoskopischem 3D zu spielen, genügt die Leistung somit nur in weniger anspruchsvollen Spielen oder mit reduzierten Details.

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Avatar wanty
wanty
#1 | 02. Jun 2012, 19:11
Wär endlich mal eins mit vielen und sinnvollen Anschlüssen, sowas vermiss ich ja oft bei allen mobilen Geräten.

Trotzdem, den Sinn dieser Preisklasse bei Laptops werd ich nie verstehen. Seinen High-End Kram spielt man doch lieber zu Hause an der guten Kiste mit großem Monitor und guten Eingabegeräten. Für unterwegs nimmt man doch maximal was der Mittelklasse.

Glaub am meisten "Spielspaß" an solchen Geräten haben die Designer, die sich freuen möglichst viel Technik auf kleinem Raum verbaut zu haben^^
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Avatar Carduelis
Carduelis
#2 | 03. Jun 2012, 09:37
@wanty

Seinen High-End Kram spielt man lieber zu Hause... aber was ist, wenn man aus beruflichen Gründen die Woche über nicht zu Hause ist? Und wenn man es sich leisten kann... warum nicht?

Ein zweiter Punkt sind Menschen, denen ein Computer (ja, für mich auch total unverständlich) die Optik des Raums verdirbt und die ihn nach der Benutzung gerne einfach in den Schrank legen wollen.
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Avatar Rune Drogan
Rune Drogan
#3 | 03. Jun 2012, 09:51
Zitat von Carduelis:
@wanty
Ein zweiter Punkt sind Menschen, denen ein Computer (ja, für mich auch total unverständlich) die Optik des Raums verdirbt und die ihn nach der Benutzung gerne einfach in den Schrank legen wollen.


Ich bin der Meinung, das diese Grund heute nicht mehr relevant ist, da sich neue Tower und Monitore sehr gut an ihre Umgebung anpassen lassen und es eigentlich für jeden Geschmack was gibt. Klar ist natürlich, das diese Design Tower und Monitore meist mehr kosten, aber dennoch keine 1500€ inkl. der Hardware.

Dein zu erst genannter Grund ist der, der am besten nachvollziehbar ist
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#4 | 03. Jun 2012, 09:53
Zitat von wanty:
Wär endlich mal eins mit vielen und sinnvollen Anschlüssen, sowas vermiss ich ja oft bei allen mobilen Geräten.

Trotzdem, den Sinn dieser Preisklasse bei Laptops werd ich nie verstehen. Seinen High-End Kram spielt man doch lieber zu Hause an der guten Kiste mit großem Monitor und guten Eingabegeräten. Für unterwegs nimmt man doch maximal was der Mittelklasse.

Glaub am meisten "Spielspaß" an solchen Geräten haben die Designer, die sich freuen möglichst viel Technik auf kleinem Raum verbaut zu haben^^

ICH zocke gerne auf kleinen Displays(15-17 Zoll)und auch gerne nah am Bildschirm, damit ich ne gescheite Pixeldichte habe und diese auch ausnutzen kann.
Leider hat es die Industrie total verpennt, 15 und 17 Zoll Displays für den Desktop rauszubringen, die für mich halbwegs akzeptabel sind.
Das einzige, was man findet, sind saudicke Dinger(Geht gar nicht, mein Platz ist ziemlich beschränkt) mit ner 1366x768 Auflösung und das häufig auch noch SPIEGELND.
Da frag ich mich dann eher: Sind die Designer so blöd oder ist das Firmenpolitik?



Nun, um zum Punkt zu kommen:

Asus hat mit diesem Notebook...sagen wir mal anständige Arbeit geeleistet:
Design und Display sowie die Wartungsmöglichkeiten (sehr wichtig!) wurden im Vergleich zum Vorgänger wurden gut verbessert.
Als Nachteil sehe ich zwei Dinge an: 3d-Vision und die GTX 670m:
Die GTX 670m ist eine leicht übertaktete GTX 570m, also eine Fermi-Karte. Hier soll der Kunde gehörig verascht werden.
Dazu kommt, dass 3d-Vision für ein Notebook total unsinnig ist, da weder die Leistung dafür ausreicht, noch das 3D-Erlebnis auf Notebooks git ist(Dafür braucht man dann doch ein größeres Display!)
Ausserdem verhindert es die Benutzung von OPTIMUS, also der automatischen Grafikumschaltung zur HD 4000, was für mich ein NOGO ist.

Edit: Mal wieder die GS-Community: Man kriegt Downvotes dafür, dass man von seinen eigenen Erfahrungen berichtet und eine Produktklasse verteidigt!
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Avatar Hatschi18
Hatschi18
#5 | 03. Jun 2012, 09:56
Wer es sich leisten kann, darf es sich auch kaufen. Viele wünschen sich große Auswahl in der unteren Preisklasse, das gilt ebenso für manche Leute mit der oberen Preisklasse.

Die Frage ob das nun denn umbedingt sein muss, geht einzig und allein den Käufer dieses Laptops etwas an und ich denke er wird seinen Grund haben, wieso und warum.

Versteh immer nicht wie Leute sagen können: "Ich brauch es nicht, also ist es überflüssig."
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Cd-Labs: Radon Project
#6 | 03. Jun 2012, 09:56
Ausserdem ist mir 17Zoll zu groß, hätte lieber 15 Zoll.
Das 15Zoll-Gerät von Asus hat aber den Nachteil, dass man die Lüfter nicht reinigen darf! Dafür hat es allerdings eine anständige Graka, die GTX 660m, die auf Kepler basiert!
Auch fehlt mir bei dem kleineren Notebook eine SSD, bzw. hat das größere immer noch eine HDD zusätzlich, was die SSD ad absurdum führt.

Hier übrigens mal die Links zu den "Orginaltests" von Notebookcheck, mit deren Kooperation ja Gamestar diese Test hier schreibt!

G75V: http://www.notebookcheck.com/Test-Asus-G75V-No tebook.72647.0.html
G55VW: http://www.notebookcheck.com/Test-Asus-G55VW-S 1073V-Notebook.75112.0.html
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Avatar Rune Drogan
Rune Drogan
#7 | 03. Jun 2012, 09:59
Zitat von Cd-Labs: Radon Project:

ICH zocke gerne auf kleinen Displays(15-17 Zoll)und auch gerne nah am Bildschirm, damit ich ne gescheite Pixeldichte habe und diese auch ausnutzen kann.


Inwiefern hast du denn auf größeren Monitoren eine "nicht gescheite" Pixeldichte. Entweder ist mein Wissen sowas von falsch oder ich missverstehe dich, aber die Pixeldichte ist doch fast immer gleich, da sich mit steigender Monitorgröße auch die Pixelanzahl erhöht.
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Avatar ferrari2k
ferrari2k
#8 | 03. Jun 2012, 10:12
Zitat von Rune Drogan:


Inwiefern hast du denn auf größeren Monitoren eine "nicht gescheite" Pixeldichte. Entweder ist mein Wissen sowas von falsch oder ich missverstehe dich, aber die Pixeldichte ist doch fast immer gleich, da sich mit steigender Monitorgröße auch die Pixelanzahl erhöht.

Ja, aber wenn sich die Anzahl mehr erhöht als die Monitorgröße steigt auch die Pixeldichte ;)
Ich hab auf meinem 15,6" Laptop ne Full HD Auflösung, als mir der neulich gestorben ist wollte ich das wieder, gibts fast gar nicht, diese hohe Auflösung auf so kleinem Raum.
Also die Pixeldichte ist schon wichtig.
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Avatar greenkorea
greenkorea
#9 | 03. Jun 2012, 10:32
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Gordo
Gordo
#10 | 03. Jun 2012, 10:52
Also hätte ich jetzt 1700€ zu viel, dann würde ich ggf. darüber nachdneken...
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