Zum Thema » MSI GT70 im Test 17-Zoll-Notebook mit SSD-Raid » Asus G75 im Test Tarnkappenbomber » Notebook-Tuning Was lässt sich aufrüsten? Hohe Spieleleistung auf dem Niveau eines Desktop-PCs bieten üblicherweise erst Notebooks über 1.500 Euro. Das Deviltech Fragbook basiert auf dem günstigen MSI-Gehäuse MS-1762 und kostet deshalb trotz guter Ausstattung in der von uns getesteten Variante lediglich rund 1.300 Euro. Als Prozessor fungiert dabei ein Intel Core i7 3610QM mit vier Rechenkernen und einer Taktfrequenz von 2,3 bis 3,3 GHz. Bei neuen Bestellungen hat der Hersteller die CPU aber mittlerweile durch den gleich teuren Core i7 3630QM mit 100 MHz mehr Taktfrequenz ersetzt.

Für hohe Spieleleistung sorgen zudem 8,0 GByte DDR3-1600-Arbeitsspeicher und die Geforce GTX 675M mit 2,0 GByte Videospeicher, die aber noch auf der Fermi-Architektur basiert und technisch nur eine umgetaufte Geforce GTX 580M ist – was der Leistung allerdings keinen Abbruch tut. Gegen Aufpreis kann das Deviltech Fragbook mit zwei Festplatten, Blu-ray-Laufwerk, noch schnelleren CPUs und Grafikkarten sowie mehr Speicher ausgerüstet werden. In unserem Testgerät steckt wegen des niedrigen Einstiegspreises nur eine 500-GByte-Festplatte und ein DVD-Brenner.

Im Test muss sich das Deviltech Fragbook vor allem dem MSI GT70 stellen, das im Maximalausbau nicht nur zeigt, was das Gehäuse aufnehmen kann. Für die eigenen Geräte behält sich MSI auch die hochwertigeren Metalloberflächen vor, während Deviltech beim Fragbook, wie alle anderen Wiederverkäufer, auf die Kunststoffvariante zurückgreifen muss. Preislich liegen zwischen dem Original und dem Derivat allerdings mindestens 100 Euro. Welches Notebook ist das bessere Angebot für Spieler?

Deviltech Fragbook : Wie viele andere Spiele-Notebooks von deutschen Wiederverkäufern steckt auch das Deviltech Fragbook im 17,3-Zoll-Barebone MSI MS-1762. Wie viele andere Spiele-Notebooks von deutschen Wiederverkäufern steckt auch das Deviltech Fragbook im 17,3-Zoll-Barebone MSI MS-1762.

Gehäuse

Wie die meisten 17,3-Zoll-Spiele-Notebooks wirkt auch das Deviltech Fragbook klobig, was vor allem an der Höhe von 4,4 Zentimetern an der Rückseite liegt. Mit einem Gewicht von 4,7 Kilo inklusive Netzteil bewegt sich das Deviltech Fragbook in der üblichen Gewichtsklasse von mit so schneller Hardware ausgerüsteten Spiele-Notebooks im 17-Zoll-Format wie beispielsweise dem Alienware M17x R4 .

Das Design des vorwiegend mattschwarzen Plastikgehäuses an sich ist eher zweckmäßig, die Verarbeitung angesichts des attraktiven Preises aber noch ordentlich. Vor allem die Display-Scharniere machen einen robusten und langlebigen Eindruck. Aber die berührungsempfindliche Bedienleiste samt den daneben angebrachten Lautsprechern zwischen Tastatur und Display wirkt arg verspielt, und die wenigen Klavierlackelemente wie eben diese Leiste und der innere Teil des Display-Rahmens lassen jeden Fingerabdruck deutlich erkennen.

Deviltech Fragbook : Die Scharniere halten das Display sicher in Position. Die Scharniere halten das Display sicher in Position.

Prozessor & Grafikkarte

Während im Test unseres Partners Notebookcheck.com das Deviltech Fragbook noch von einem Intel Core i7 3610QM angetrieben wurde, bietet der Hersteller als günstigstes Quad-Core-Modell jetzt nur noch den 100 MHz schnelleren Core i7 3630QM an. Die neuere CPU bietet ansonsten aber die identischen technischen Daten wie 6,0 MByte L3-Cache, vier Rechenkerne mit Hyperthreading sowie integrierter HD-4000-Grafik. Weil das Deviltech Fragbook Nvidias Grafikumschaltung Optimus unterstützt, kümmert sich die meiste Zeit über die integrierte Intel-Grafik um die Bildwiedergabe, etwa beim Surfen im Internet oder bei normalen Büroaufgaben.

Deviltech Fragbook : Die Geforce GTX 675M ist zum Testzeitpunkt Nvidias zweitschnellste mobile Grafikkarte nach der GTX 680M. Die Geforce GTX 675M ist zum Testzeitpunkt Nvidias zweitschnellste mobile Grafikkarte nach der GTX 680M. Sobald aber mehr Grafikleistung gefragt ist, springt automatisch die Geforce GTX 675M mit 2,0 GByte Videospeicher an. Dieser Notebook-Grafikchip stammt allerdings noch nicht aus Nvidias aktueller Kepler-Baureihe in 28-nm-Bauweise, sondern ist nur eine umgetaufte Geforce GTX 580M in klassischer 40-nm-Fertigung. Mit ihren 384 Shader-Prozessoren und der 256 Bit breiten Speicheranbindung erreicht die Geforce GTX 675M ungefähr die Leistungsregionen einer Nvidia Geforce GTX 650 Ti für Desktop-PCs. Genug Reserven für die native Auflösung des Full-HD-Display sind also gegeben.