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Spiele-PC zusammenbauen

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Mit uns bauen Sie Ihren Wunsch-PC ganz einfach selbst zusammen und haben dabei volle Kontrolle über die verwendeten Komponenten.

Von Daniel Visarius |

Datum: 22.02.2012


Zum Thema » Windows 7 installieren Schritt für Schritt » Die besten Selbstbau-PCs Vier Vorschläge ab 500 Euro » Mainboard-Bios Einstellungen erklärt Kingdoms of Amalur: Reckoning ab 7,38 € bei Amazon.de Den eigenen PC zu bauen ist nicht schwer, aller Anfang dagegen sehr. Sprichworte abzuwandeln, gilt zwar im Allgemeinen nicht als sprachliche Glanzleistung, trifft in diesem Fall aber doch den Kern: Wenn Sie einmal wissen, wie die einzelnen Komponenten ineinander greifen, können Sie sich bei später eventuell auftretenden Problemen meist ganz allein helfen. Bevor Sie jetzt die nächste Seite aufschlagen und sofort drauf losschrauben, sollten Sie zunächst wichtige Vorarbeiten durchführen. Die dauern nicht lange, sparen aber vor allem Einsteigern am Ende viel Zeit und Ärger.

Besonders wichtig ist ein ausreichend großer und vor allem heller Arbeitsplatz. Halten Sie zudem ein paar Schachteln oder Boxen bereit, um Schrauben vernünftig ablegen zu können – gerne rollen die in unerreichbare Ecken und müssen dann wieder nervenaufreibend gesucht werden. Auf keinen Fall sollten Sie zudem auf dem Teppich schrauben. Viele Textilfasern können sich elektrostatisch aufladen, und PC-Komponenten können durch entsprechende Entladungen Schaden nehmen. Greifen Sie zur Sicherheit vor den Arbeiten an eine Heizung, um sich selbst zu erden und etwaige elektrostatische Aufladungen loszuwerden. Wer überhaupt kein Risiko eingehen will, kauft sich ein Statikschutzarmband, über das Sie sich permanent mit der Erde verbinden – in Fabriken, die PC-Komponenten herstellen, gehört das zur Pflichtausrüstung. Aus unserer Erfahrung ist das im Alltag aber nicht notwendig.

Spiele-PC zusammenbauen : Den eigenen PC zusammen zu schrauben, macht Spaß und spart Geld, da eventuell noch vorhandene Komponenten weiter verwendet werden können. Den eigenen PC zusammen zu schrauben, macht Spaß und spart Geld, da eventuell noch vorhandene Komponenten weiter verwendet werden können.

Lesen Sie sich unsere Anleitung vor dem Start einmal komplett durch. Dadurch bekommen Sie eine bessere Vorstellung davon, warum wir zum Beispiel zuerst den Prozessor samt Kühler und den Arbeitsspeicher auf das Mainboard bauen und nicht das nackte Mainboard ins Gehäuse. In der Reihenfolge, in der wir den Einbau beschreiben, gehen wir selbst auch vor. Dazu gehört auch, das Mainboard mit den empfindlichen Kontakten an der Unterseite nicht einfach auf den Schreibtisch zu legen, sondern eine leicht nachgiebige Unterlage zu verwenden. Natürlich aus einem Material, das immun ist gegen elektrostatische Aufladung. Praktisch und in jedem Haushalt vorhanden sind dickere Printmagazine – beispielsweise eine aktuelle GameStar-Ausgabe.

Spiele-PC zusammenbauen : Unser Beispielgehäuse ist das NZXT Phantom. Unser Beispielgehäuse ist das NZXT Phantom. Da die meisten PC-Komponenten beziehungsweise deren Abmessungen und Befestigungsmechanismen standardisiert sind, lässt sich unsere Anleitung auf andere Gehäuse, Mainboards oder Grafikkarten übertragen. Dennoch gibt es leider keine Garantie, dass ein bestimmter Prozessorkühler auf jede Hauptplatine mit dem dazugehörigen CPU-Steckplatz passt – obwohl er für den entsprechenden CPU-Sockel freigegeben ist. Weil viele Hersteller die Standards bis an die Grenzen ausreizen, treffen immer mal wieder zwei Extreme aufeinander, die sich zwar einzeln noch so gerade im Rahmen des Erlaubten bewegen, zusammen aber nicht funktionieren. Um solche Einzelfälle zu vermeiden, hilft nur das Lesen von Tests oder Forenbeiträgen.

Doch auch wenn Sie wissen, dass Ihre Komponenten miteinander harmonieren, sollten Sie nicht blind unserer Anleitung folgen. Mitunter hat der Hersteller bestimmte Anschlüsse anders positioniert oder die Montage des Gehäuses folgt einem anderen Schema. So unpopulär es auch ist: Nehmen Sie sich die Zeit, und gleichen Sie die Anleitung der jeweiligen Komponente mit unserer ab. Auch hier lohnt es sich, am Anfang etwas mehr Zeit zu investieren – wenn Sie dann wirklich mit dem Schrauben beginnen, sind die meisten Eventualitäten geklärt und Sie sparen sich unnötigen Stress.

Falls Ihr neuer PC nach dem Zusammenbau wider Erwarten nicht starten sollte – keine Panik. Wahrscheinlich haben Sie nur vergessen, ein Stromkabel anzuschließen, den Netzschalter umzulegen oder die Grafikkarte sitzt nicht richtig in ihrem Steckplatz. Kontrollieren Sie nochmals alle Steckverbindungen und Anschlusskabel. Falls der Rechner trotz eines tadellosen Zusammenbaus und einer einwandfreien Verkabelung nicht startet, brauchen Sie nicht gleich alles auseinander zu rupfen. Bei ausgeschaltetem PC trennen Sie stattdessen alle Komponenten vom Mainboard, die für einen Systemstart nicht unbedingt erforderlich sind, also Festplatten, Soundkarten und sonstige Erweiterungskarten außer der Grafikkarte, alle bis auf einen Speicherriegel sowie etwaige USB-Geräte mit Ausnahme von Tastatur und Maus.

Spiele-PC zusammenbauen : Im Mainboard-Bios konfigurieren Sie grundsätzliche Einstellungen wie beispielsweise die Startfestplatte. Im Mainboard-Bios konfigurieren Sie grundsätzliche Einstellungen wie beispielsweise die Startfestplatte.

Schlagen Sie in der Mainboard-Anleitung nach und setzen Sie das Bios zurück, meist als »Clear CMOS« bezeichnet. Wenn der PC erneut den Start verweigert, ersetzen Sie die übrigen Komponenten – soweit vorhanden – durch welche, von denen Sie wissen, dass sie funktionieren. Gehen Sie dabei in der Reihenfolge des geringsten Aufwands vor: zuerst den Arbeitsspeicher, dann das Netzteil und (falls vorhanden) auch Prozessor und Mainboard. Erfahrungsgemäß gilt: Wenn ein ordentlich aufgebauter PC nicht startet, ist entweder der Arbeitsspeicher (zumindest ein Modul) defekt, das Netzteil fehlerhaft oder ganz selten die CPU nicht richtig im Sockel montiert. Auch fabrikneue Mainboards, die sich nicht zum Starten bewegen ließen, sind uns schon untergekommen. Die Regel ist das aber nicht: Meist verweigert ein frisch zusammengeschraubter Rechner den Start wegen eines fehlenden Stromkabels oder einer schief im Slot sitzenden Komponente – nicht aufgrund von defekter Hardware.

Damit Sie derartige Fehler im ersten Anlauf umschiffen, beschreiben wir den Zusammenbau Ihres neuen Rechners auf den folgenden Seiten Schritt für Schritt. Auch einen Blick ins Mainboard-Bios sollten Sie noch werfen, bevor Sie aus Freunde über den neuen PC sofort Windows installieren. Viele Mainboards sind ab Werk nämlich nicht optimal eingestellt. Die meisten Optionen kommen sich zwar nicht mit einer bestehenden Windows-Installation ins Gehege und können im Nachhinein angepasst werden, die korrekte Konfiguration der SATA-Festplattenanschlüsse etwa erfordert im Nachhinein aber wesentlich mehr Aufwand. Und genau die bestimmt über die Performance Ihres Laufwerks. Wenn Sie diese einfachen Ratschläge beachten, steht der einen oder anderen heißen Nacht mit Battlefield 3 bald nichts mehr im Weg.

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Avatar aForce
aForce
#1 | 29. Feb 2012, 14:16
Sehr gute Anleitung mit allen nötigen Basics!
Grundsätzlich ist das aufbauen eines PC nicht sonderlich schwierig, achten muss man besonders auf die Komatibilität der einzelenen gekauften Komponenten.

Edith sagt: Vorsicht beim CPU und vorallem bei der Schutzkappe die im Sockel des Mainboards steckt! Unbedingt so abnehmen wie es auf der Kappe illustriert ist, sonst beschädigt man die Pins des Mainboards!
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Avatar TingTank
TingTank
#2 | 29. Feb 2012, 14:26
Sehr gut! Ihr habt mir zumindest geholfen bei der SSD. Hab ja auch ein Swap System und wusste nicht ob das in den Rahmen so reinpasst.
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Avatar Wirago
Wirago
#3 | 29. Feb 2012, 14:27
gelungene anleitung. gefällt mir.

was aber imho das mühsamste an selbstbau-PCs ist, ist dann das einrichten. treiber von allem installieren und anschließend auf stabilität testen.
und ganz blöd wirds dann, wenn der PC scheinbar grundlos einfriert ;)
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Avatar Kuomo
Kuomo
#4 | 29. Feb 2012, 14:27
Recht viel falsch machen kann man zum Glück sowieso nicht. ;)
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Avatar Petesteak
Petesteak
#5 | 29. Feb 2012, 14:33
Diese Aktualisierung kommt wie gerufen. Bei mir trudeln grade die Teile für meinen neuen Rechner ein und praktischerweise habe ich auch das NZXT Phantom. Da mein letzter Zusammenbau schon Jahre her ist, hilft dieser Artikel an mancher Stelle sicher. ;D

Vielen Dank!
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Avatar TingTank
TingTank
#6 | 29. Feb 2012, 15:44
Zitat von Kuomo:
Recht viel falsch machen kann man zum Glück sowieso nicht. ;)
Es gibt immer noch Leute die kein Plan von sowas haben und dann sofort Zurückschrecken und sich von den Fertig-PC's verarschen lassen. Da hilft so ein Artikel sehr für diese Leute.
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Avatar Lars-G90
Lars-G90
#7 | 29. Feb 2012, 17:43
Geht man ohne Angst ran kann man wirklich nicht viel falsch machen. Die meisten Kabel passen eh nur in einen Anschluss. Das einzige, was man falsch machen könnte, sind die Front-Anschlüsse für Power/Audio/LEDs und Co, da muss dann wohl doch die Mainboard-Anleitung her. Zumindest hab ich meinen ersten selbstgebauten PC so zusammen gekriegt, einfach mal jedes Kabel irgendwo rein gesteckt. ;)
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Avatar spacer199
spacer199
#8 | 29. Feb 2012, 21:00
Perfektes Timing!!

Heute sind die Einzelteile angekommen und werden am Wochenende montiert.

Eine Frage habe ich noch: Ich möchte möchte Win7 als Hauptsystem sowie XP und Ubuntu installieren.
1. Müssen alle drei auf verschiedene Partitionen?
2. In welcher Reihenfolge?
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Avatar Xerkrosis
Xerkrosis
#9 | 29. Feb 2012, 22:44
Und wieso habe ich mir das GameStar Hardware - Heft geholt? -.-"
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Avatar AllAccess
AllAccess
#10 | 09. Mrz 2012, 20:01
Sehr schöne Anleitung!

Für mich persönlich zwar unnütz, aber doch eine sehr gut gemachte Schritt-für-Schritt-Anleitung, auf die man zurückgreifen kann. Und für "Unkundige" auf jeden Fall zu empfehlen.
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