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PC-Fehlerdiagnose leicht gemacht | Seite 4

Fehler im System beseitigen

Prozessoren

PC-Fehlerdiagnose leicht gemacht : Verstaubter Intel Referenzkühler Verstaubter Intel Referenzkühler Prozessoren sind nur selten von Fehlern betroffen. Wenn Sie den Fehler mit der oben beschriebenen Vorgehensweise auf die CPU eingrenzen können, ist wahrscheinlich auch Ihr Mainboard defekt ist und für den Ausfall der CPU mit verantwortlich ist. In diesem Fall sollten Sie auf jeden Fall beide Komponenten testen.

Ein anderer Grund für defekte CPUs betrifft eher alte Modelle wie AMDs Athlon XP oder neue Prozessoren, deren Heatspreader entfernt worden ist. Gerade bei einer Reinung oder einem Austausch des Lüfters und dessen Montage kann es zum Verkanten des Kühlers kommen. Der Kühler führt dann nicht mehr die gesamte Hitze ab, und der Prozessor nimmt dabei Schaden.

Wenn die oben angesprochene Reinigung des CPU-Kühlers nötig wird, steigen wie bei Grafikkarten die Temperaturen wegen des mangelhaften Wärmetransports des Kühlers. Im Falle einer Temperaturregelung macht sich der verstopfte Kühler auch durch einen höheren Geräuschpegel bemerkbar. Die Temperatur überwachen Sie am besten mit SpeedFan, Core Temp oder AMD Overdrive im Falle eines AMD-Prozessors. Besitzer von älteren Athlon-64-X2-Prozessoren mit Brisbane-Kern werden meist keine sinnvollen Temperaturen aufgrund eines Serienfehlers des Sensors auslesen können.

Netzteil

PC-Fehlerdiagnose leicht gemacht : Neben dem oben beschriebenen Fehlern im Bezug auf unterversorgte Grafikkarten kann ein kaputtes oder zu schwaches Netzteil auch zu sporadischen Abstürzen unter verschiedenen Lastzuständen führen, die nicht immer durch Starten der gleichen Programme reproduzierbar sind. Lassen Sie Ihren Rechner nun absichtlich viel Strom verbrauchen, indem Sie die Programme Prime 95 und den Furmark gleichzeitig laufen lassen. Ersteres lastet Ihre CPU durch Primzahlberechnungen voll aus, und Zweiteres Ihre Grafikkarte durch das Berechnen eines pelzigen Doughnuts. Damit lasten sie die beiden Hauptverbraucher in Ihrem Rechner aus, was eventuelle Limitierungen des Netzteils offenbaren sollte. Treten Abstürze oder Fehler auf, dann machen Sie die Gegenprobe mit einem anderen Netzteil. Achten Sie bei einem Neukauf darauf ein qualitativ hochwertiges Modell mit ausreichend Leistung zu nehmen. Ein guter Anhaltspunkt für ein ausreichend starkes Netzteil ist der PSU-Calculator.

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Avatar t-6
t-6
#1 | 16. Jan 2010, 16:27
Hübsche kleine Übersicht, nur ist ein dicker Fauxpax drin, den Ihr dringendst abstellen solltet: Der PSU-Calculator von bequiet ist kein guter Anhaltspunkt, weil es irgendwie merkwürdig ist den Bedarf von jemanden ermitteln zu lassne, der den Bedarf decken kann. Sprich: bequiet will Netzteile verkaufen und haut deswegen noch mal pauschal eine ordentliche Schippe Watt drauf, damit sichs auch rechnet.
Außerdem bezieht sich der Rechner nur auf bequuiet-Netzteile und das ist redaktionell ganz schlechter Stil ;)

Neutrale Alternativen:
http://extreme.outervision.com/psucalculat orlite.jsp
oder
http://web.aanet.com.au/SnooP/psucalc.php

Weiterhin: Wenn das Netzteil die Grafikkarte nicht versorgen kann, nützt auch ein Adapter nichts um die Grafikkarte an einen anderen Kabelstrang anzuschließen, da in 99% aller Netzteile alle 12V-Kabel (gelb) in dieselbe Quelle gelötet sind. Außerdem wird durch einen konventionellen Adapter der Gesamtquerschnitt der 12V-Leitung sogar _verringert_, was nur negativ sein kann; ein normaler PCIe-Stecker hat 3 separate 12V-Kabel und ist ohne Umweg direkt in die Quelle gelötet, ein per 2Molex->1PCIe-Adapter hergestellter PCIe-Stecker hat nur 2 12V-Kabel und ist über 2 Umwege (Molex-Verbindung) an 12V angebunden.

Kurz: Wenns mit dem separaten PCIe-Anschluss nicht funktioniert, wirds mit Molex->PCIe-Adapter erst recht nicht funktionieren.

Falls durch die Adaptergeschichte gemeint ist, dass die Grafikkarte an eine andere 12V-Schiene
geklemmt werden soll: virtuelle 12V-Rails sind großer Blödsinn. Bei Bedarf erkläre ichs.

Tip: Um zu ermitteln ob das Netzteil eventuell Probleme hat, kann man es auch mit einem Multimeter durchmessen, das gibt meist Aufschluss ob die Spannung überhaupt noch korrekt läuft.
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NeM
#2 | 16. Jan 2010, 16:47
Solche PSU Calculator sind ohnehin mit Vorsicht zu genießen und dienen nur als grobe Richtwerte....

Aber ich hab ein Rätsel für euch: Instabiler PC, Bluescreen nach entweder ner Minute, manchmal gar nicht, manchmal nach einer halben Stunde (letztes beim Windows Update - seitdem bootet der Rechner nicht mehr). Als Datei wird alles mögliche angegeben, vom Antivirus, über den Soundmanager bis hin zum (öfter auftretenden) ntfs.sys, Durchgeführte Schritte:

Memtest86 bestanden
Beide RAM Riegel einzeln ausprobiert
Kein Fehler in Prime95
Festplattentest (DOS-basiertes Tool vom Hersteller) bestanden
OS neu installiert
BIOS updated sowie sämtliche Optionen ausprobiert
RAM langsamer gestellt (relaxte Latenzen für den eigentlich schnellen Corsair)
RAM mehr Spannung zugewiesen
AGP Slot mehr Spannung zugewiesen
Festplattenkabel getauscht
Altes CD Laufwerk raus
Festplatte getauscht

Wer will mitraten, was das Problem sein könnte? Ich hab schon dutzende Stunden in die Kiste investiert und komm nicht drauf. Momentaner Verdacht: Defekt im IDE Controller des Mainboards.

Andere Teile stehen nicht zur Verfügung. Bis auf die CPU, da könnte ich ne schwächere einsetzen. Aber wenns die CPU wäre, hätte er wohl beim Stressen derselben zumindest Fehler ausspucken müssen.
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t-6
#3 | 16. Jan 2010, 18:31
@NeM:
Was für eine Einstellung hast du in Prime95 benutzt?

Anyway, AGP spricht für einen älteren Rechner. Schau mal aufs Mainboard und guck dir alle Kondensatoren ganz genau an. Ist auch nur einer von den Kondis (wenn auch nur leicht) aufgebläht oder gar geplatzt, hast du deinen Übeltäter.
Spaßeshalber kannst du auch mal dein Netzteil mit einem Multimeter durchmessen (ich betone MESSEN, Softwarewerte sind wertlos) und/oder mit einem Netzteil aus einem anderen Rechner austauschen.
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NeM
#4 | 16. Jan 2010, 20:25
Das Netzteil ist ein Enermax Liberty 400W der alten Reihe. Hab leider kein Gerät zum Messen der Spannungen. Ich kann auf kein anderes NT zurückgreifen. Hab nur 2, beide verbaut (Corsair 520W und das Enermax 400W). Ich weiß auch nicht mehr, welche Einstellung ich in Prime verwendet hab...

Die Elkos sind alle ok, die hab ich mir schon angesehn.
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t-6
#5 | 16. Jan 2010, 21:44
Dann versuchst halt mal das Corsair.
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NeM
#6 | 16. Jan 2010, 22:00
Die Bluescreens treten recht sporadisch auf, ich müsste dafür umbauen, ein OS aufsetzen und einstellen, mein Zeug installieren und Updates machen und den Rechner dann evtl. 1-3 Tage verwenden, bis der Bluescreen erscheint und mir u.U. das Filesystem zerschießt, so wie es vor 2 Wochen passiert ist. Was mach ich in diesen 1-3 Tagen mit einem veralteten Rechner? Womit zock ich?

Wär der Bluescreen leicht reproduzierbar, wärs ja was anderes, dann hätt ich den Fehler bestimmt schon gefunden. Aber so dauert das halt ewig, um mal ein Teil ausschließen zu können.

Ich hab mal von fehlerhaftem Speicher gehört, der auch in Memtest nicht auffiel. Rein von der Natur der Fehler her, wär der RAM recht naheliegend. Ist aber DDR, hab nur die 2 Riegel.

Ich werd wohl ne billige 30€ PCIe Karte kaufen und mein anderes S939 Board ausprobieren. Kann leider nicht sagen, ob das stabil läuft, weil der nForce 4 Chipsatz ne Weile passiv gekühlt wurde (man konnte sich nach ein paar Sekunden am Kühlkörper verbrennen, der wird verdammt heiß). Ich könnte die Kühlung zwar optimieren und da nen Lüfter rauftun, aber wer weiß ob der Chipsatz nicht schon nen Schaden von der Hitze abgekriegt hat (obwohl ein Front-120mm Lüfter draufgeblasen hat). Ich weiß noch, dass das System mit dem Mainboard Probleme beim Booten hatte, aber kann nicht sagen ob es nicht vielleicht am Netzteil lag, ich hab gleich nen Haufen neuer Teile gekauft damals um das Problem zu lösen. Zuletzt lief es aber normal (als Testsystem, quasi nackt auf dem Tisch).
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portal501
#7 | 17. Jan 2010, 00:31
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Gabumon
#8 | 17. Jan 2010, 02:27
bin ich der einzige der, wenn der rechner nicht angeht erstmal alles rausflückt und dann stück für stück wieder zusammenbaut? dann findet man den übeltäter recht schnell

das mag altmodisch klingen geht aber recht fix (wenn man denn nen schraubendreher hat und nicht einer kommt wofür ist das, wofür dies, wofür jenes..

hab ich das richtig verstanden das der Bluescreen auch wieder auftaucht wenn du das system komplett neu aufgesetzt hast?

Das ist dann entweder die HDD, oder der Controller
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NeM
#9 | 17. Jan 2010, 03:29
Zitat von Gabumon:
hab ich das richtig verstanden das der Bluescreen auch wieder auftaucht wenn du das system komplett neu aufgesetzt hast?

Das ist dann entweder die HDD, oder der Controller


Die HDD hab ich ausgetauscht. Hat ein paar Stunden gedauert, meinen Mist zu sichern etc., musste nämlich eine meiner Backup-Platten leeren dafür. WinXP installiert, alle Treiber oben, lief wunderbar. Mitte in den Windows Updates ntfs.sys Bluescreen, seitdem komm ich damit nicht mehr ins OS. Ich hab an dem Tag afair 14 Stunden in das Shiceteil investiert (wär wohl auch in 10 gegangen, war mein Fehler).

Ich hab auch den Controller im Verdacht, schon seit längerem, drum wollte ich auch das Board tauschen. Ich frag mich grade, ob das ein Controller für beide IDE Anschlüsse ist. Ich könnte das System nämlich mit nur einem IDE Kanal betreiben (Platte und DVD).

Eine Alternative wäre noch, meine zweite S-ATA Platte zu verwenden. Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen... Aber da hab ich das Problem, dass zum Einen das Ganze über den gleichen Chipsatz läuft und zum Andern, dass ich das Zeugs der 160 GB Platte auf 120 GB kriegen müsste..

Wärs trotzdem nen Versuch wert, wenn der Aufwand nen vollen Tag betragen könnte? Oder ist davon abzuraten, weil der Chipsatz ohnehin einen Schuss hat? Ich hätte nämlich keinen Plan mehr worans liegen könnte, wenn die S-ATA und IDE Controller völlig unterschiedliche Bauteile am MoBo sind und ich den nächsten Bluescreen kriege.
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Avatar Gabumon
Gabumon
#10 | 17. Jan 2010, 05:57
ist natürlich schwer zu sagen ob das jetzt nur den IDE Kanal betrifft oder alle, im grunde kann es sein das der SATA noch funktioniert, es kann aber auch sein das er das nicht mehr tut

ist halt die frage ob du es für sinnvoll erachtest das auszuprobieren, die chance dürfte 50:50 sein

der Controller ist der gleiche, deswegen vermute ich mal das das teil hinne ist, ich hatte das auch mal bei nem Board, alles fein installiert und beim letzten neustart gabs bluesceen und Windows bootete nicht mehr, im endeffekt wars das Board, auch wenn ich erst die HDD im verdacht hatte
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