Praxis

Spiele und Systemanforderungen, Kaufberatung sowie Windows-Ratgeber.
Seite 1 2 3 4 5

Windows schneller starten

Tipps zum Schnellstart des Betriebssystems

Nie wieder Däumchen drehen, wenn Windows XP oder Vista startet: Mit unseren Tipps lassen Sie Ihren PC ab sofort vollautomatisch zeitgesteuert hochfahren – oder starten ihn wenigstens mit Vollgas.

Von Hermann Apfelböck |

Datum: 20.02.2010


Warten auf den Windows-Start war gestern: Konfigurieren Sie Ihren PC im Büro einfach so, dass er jeden Tag zeitgesteuert automatisch startet, bevor Sie an Ihren Arbeitsplatz kommen. Die entsprechenden Optionen unterscheiden sich bei verschiedenen Rechnern – je nach verwendetem Bios – stark. Aus diesem Grund erklären wir Ihnen hier gleich mehrere Varianten. Zusätzlich zeigen wir, wie Sie Ihren PC dazu bringen, sich an Urlaubs-, Feier- und Krankheitstagen gleich wieder auszuschalten.

Schneller geht immer: So klar begrenzte Nutzungszeiten wie im Büro hat man am PC zu Hause eher selten. Hier können Sie dem gemächlichen Hochfahren von Windows zumindest auf diesem Weg nicht immer ausweichen. In Zukunft müssen Sie aber weniger Zeit mit Kaffee-Kochen überbrücken, denn auch hier haben wir eine Lösung parat. Wir zeigen Ihnen hoch effektive Tuning-Maßnahmen für Ihr Windows-System und Ihre Hardware, mit denen Sie den Startvorgang am meisten beschleunigen.


Zeitgesteuert booten: Der automatische Start via Bios

Natürlich muss ein PC booten – aber Sie können sich die Wartezeiten sparen, wenn Sie den PC immer zeitgesteuert hochfahren. Dann läuft er bereits, wenn Sie im Büro die Jacke an die Garderobe hängen. Wer es gewohnt ist, wird diesen Komfort nie mehr missen wollen.

Bios-Optionen:
Die einfachste Variante, einen PC automatisch und zeitgesteuert zu starten, ist eine spezielle Bios-Option. Das Bios ist die einzige Komponente, die im ausgeschalteten Zustand mit Strom versorgt wird. Möglich ist so ein Start bei Tastendruck, beim Einstecken eines USB-Sticks, nach einer Netzwerk-Anfrage oder eben als zeitgesteuertes Booten.

Um zu überprüfen, ob das Bios über entsprechende Funktionen verfügt, rufen Sie es beim PC-Start über die angezeigte Taste auf (‹F2›, ‹F10›, ‹Entf› oder ‹Esc›). Da es eine Reihe von Bios-Herstellern und -Versionen gibt, können wir nicht detailliert beschreiben, wo Sie die Option finden. Normalerweise steht sie in einer Rubrik wie „Stromversorgung“, „Power Management“, „Energieverwaltung“ oder „Erweitert“. Dort gibt es dann etwa eine Option „Startzeitpunkt im Bios“, wo Sie Tage und Uhrzeiten für den automatischen Start eintragen können. Wir beschreiben den Vorgang exemplarisch anhand eines HP-Bios.

PC-Autostart scharf schalten:
ffnen Sie im Bios-Menü die Rubrik „Erweitert, Startzeitpunkt im Bios“. Sie sehen eine Liste mit allen Wochentagen und darunter eine Uhrzeit, die auf 00:00 steht. Standardmäßig ist der automatische Start bei allen Wochentagen deaktiviert. Aktivieren Sie nun die Option für alle gewünschten Tage (etwa Montag bis Freitag). Darunter tragen Sie die Uhrzeit ein, wann der PC an jedem der aktiven Tage starten soll (beispielsweise 30 Minuten, bevor Sie ins Büro kommen). Wenn Sie diese Änderungen im Bios gespeichert haben, steht Ihr Rechner wahrscheinlich morgen und an allen künftigen Arbeitstagen frisch gebootet für Sie bereit.

Warum nur „wahrscheinlich“? Weil leider nicht alle Platinen halten, was die Bios-Option verspricht. Probieren Sie es einfach aus: Klappt es einmal, klappt es immer.

Primitiv, aber effektiv: Booten mit der Zeitschaltuhr

Auch bei neueren PCs kann die Bios-Option fehlen, mit der Sie den Startzeitpunkt einstellen können, oder sie funktioniert nicht. Für solche Fälle gibt es kostengünstige Alternativen.

Zeitschaltuhr einsetzen:
Mechanische Zeitschaltuhren erhalten Sie schon zum Preis eines Big Mac. Bei diesem recht primitiven, aber oft ausreichenden Hilfsmittel drückt man für den Zeitraum, in dem der PC laufen soll, alle Stifte nach unten (1 Stift = 1 Viertelstunde). Für eine genauere elektronische Zeitschaltuhr mit digitaler Eingabe müssen Sie mindestens 8 Euro ausgeben. Bevor Sie sich entscheiden, welche Uhr Sie verwenden möchten, sollten Sie auch Sonderfälle wie Wochenenden sowie Urlaubs-, Krankheits- und Feiertage bedenken. Erst stellen Sie die Uhr ein, dann stecken Sie das Stromkabel des Rechners in die Steckdose der Zeitschaltuhr und aktivieren diese. Damit der PC bei fließendem Strom auch garantiert hochfährt, müssen Sie oft noch eine Bios-Einstellung aktivieren, die Sie auch bei älteren PCs finden. Sie lautet „AC Power Recovery“, „AC Power On After Resume“ oder „Restore on AC/Power Loss“. Stellen Sie diese Option auf „On“ oder „Power On“. Natürlich sollten Sie den Rechner immer abends über das Startmenü herunterfahren, bevor die Zeitschaltuhr den Stromfluss unterbricht.

Diesen Artikel:   Kommentieren (38) | Drucken | E-Mail
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
Avatar luemmel73
luemmel73
#1 | 20. Feb 2010, 10:34
mein win7 64 bit startet in 14,7 sek. vollständig dank SSD. das reicht gerade mal um vom pc anknopf die maus in die hand zu nehmen.
rate (6)  |  rate (12)
Avatar The One Avatar
The One Avatar
#2 | 20. Feb 2010, 10:40
Hab mir vor ein paar Monaten eine SSD geholt. (Intel SSD Gen2 80GB)

Hab darauf Win7 64-Bit, alle wichtigen Programme und ein paar Spiele drauf.

Ich muss echt sagen das Ding haut einem um. Ich muss mich nie mehr um MSconfig kümmern. Hab irgendwie 12 Autostart Programme drauf, Windows bootet in 20-30 Sek. und sobald ich den Desktop sehe kann ich auch schon loslegen mit arbeiten, spielen what ever. Keine Verzögerungen und nichts.

Hab zum Spass ne Batch Datei gemacht die ca. 65 Programme startet, davon z.B. auch ne Word Datei mit XY Bildern. Alles startet wunderbar schnell.

Die 200 Euro haben sich zweierlei gelohnt:
1. Nie mehr warten.
2. Brauch ich keine solche Beiträge mehr lesen weil Windoof zu lahm ist. Und defragmentieren muss man auch nicht mehr :-D

Für meine ganzen Daten und Steam, etc. hab ich natürlich ne stinknormale 1Tb Platte dranhängen aber ich will mein Schatz (SSD) nie mehr missen.

Wer also das nächste mal vorhatt den PC aufzurüsten: Statt 4GB mehr einfach mal ne SSD ;-D
rate (4)  |  rate (6)
Avatar Amixus
Amixus
#3 | 20. Feb 2010, 10:46
@luemmel73
Halte ich für unwahrscheinlich das dein Rechner so schnell startet. Habe testweise Win XP in den RAM installiert und das hochfahren dauerte schon ~18 Sekunden. Bei 16gigs/sec müsste es nach Adam Riese und Eva Zwerg mindestens 300X schneller gehen als bei deiner SSD ;-)

Wer es nicht glaubt der kann es sich ansehen. Habe ein Video davon bei Youtube hoch geladen.

http://www.youtube.com/watch?v=Xg_A5HkEgls
rate (1)  |  rate (6)
Avatar CopyCat
CopyCat
#4 | 20. Feb 2010, 10:48
Ich verwende einfach den Energiesparmodus unter Windows 7.
PC anschalten, 3-4Sek später bin ich wieder in Windows genau in dem Zustand, in dem ich es "ausgeschaltet" habe.
rate (7)  |  rate (13)
Avatar sdw-summer
sdw-summer
#5 | 20. Feb 2010, 10:53
Wenn man seinen "Schatz" eine SSD nennt, muss ich mal fragen, hast du vielleicht paar Rl probs oder so?^^
rate (7)  |  rate (18)
Avatar d-Raven-b
d-Raven-b
#6 | 20. Feb 2010, 11:06
Zitat von The One Avatar:

2. Brauch ich keine solche Beiträge mehr lesen weil Windoof zu lahm ist. Und defragmentieren muss man auch nicht mehr :-D


Korrektur! Defragmentieren KANNST du nicht mehr!
Aber überlegt habe ich mir das auch schon oft.
Ich benutze momentan ein RAID5 worauf ich 3 Partitionen habe.. System, Daten und noch mehr Daten. Sinnvoll wäre einfach Windows auf eine SSD auszulagern. Programme und Spiele könnten gerne auf dem RAID bleiben - Leserate ist dort nie ein Problem.

Allerdings scheut mich der Aufwand doch ganz gewaltig! Wie kriege ich alle Programme vom alten Windows in die neue Installation? Vermutlich gar nicht..
rate (1)  |  rate (3)
Avatar SwENSkE
SwENSkE
#7 | 20. Feb 2010, 11:07
Zitat von CopyCat:
Ich verwende einfach den Energiesparmodus unter Windows 7.
PC anschalten, 3-4Sek später bin ich wieder in Windows genau in dem Zustand, in dem ich es ausgeschaltet habe.


Nur dumm, daß der 'Energiesparmodus' bei dieser Verwendungsart ein 'Energiefressermodus' ist.
'Suspend to RAM' (nichts anderes ist es) ist aus ökologischen und finanziellen (außer Papa zahlt den Strom) Gründen nur in Ausnahmefällen halbwegs sinnvoll.
Genausowenig sinnvoll wie der ganze Artikel - selbst wenn man Windows so einrichtet, daß es nach kurzer Zeit bei Nichtbenutzung von selber wieder runterfährt (z.B. im Krankheitsfalle beim Bürobsp.) ist das Ganze eine riesige Energieverschwendung.
Ich schalte meinen PC dann ein, wenn ich ihn auch wirklich benutze und nicht schon 30 Minuten vorher. Die Bootzeit ist nicht der Rede wert. Und wenn ich wirklich mal an einer Kiste arbeiten mu0, die bekanntermaßen etwas länger braucht, hole ich mir während des Bootens eben einen Kaffee ;).
rate (12)  |  rate (4)
Avatar acebad3
acebad3
#8 | 20. Feb 2010, 11:10
Das sind ja wieder lustige Komentare von Usern. Es ist ja wo entscheident ob mein privater Pc in 30 sek. oder in 1 Min startet. Wie kaputt muß man im Kopf sein dafür noch 200 Euro zu bezahlen.
Lol Lol Lol
Die Wirtschaft freut sich über solche Experten :-)
rate (7)  |  rate (12)
Avatar DarkMarine
DarkMarine
#9 | 20. Feb 2010, 11:52
Zitat von acebad3:
Das sind ja wieder lustige Komentare von Usern. Es ist ja wo entscheident ob mein privater Pc in 30 sek. oder in 1 Min startet. Wie kaputt muß man im Kopf sein dafür noch 200 Euro zu bezahlen.
Lol Lol Lol
Die Wirtschaft freut sich über solche Experten :-)


Mit einem Polo kann man auch Auto fahren, es gibt aber trotzdem leute die sich einen Audi kaufen. Auch ja stimmt ... sind alles Idioten .... aber die Wirtschaft freut sich ;)
rate (13)  |  rate (4)
Avatar CopyCat
CopyCat
#10 | 20. Feb 2010, 11:56
Zitat von SwENSkE:

Nur dumm, daß der Energiesparmodus bei dieser Verwendungsart ein Energiefressermodus ist.
Suspend to RAM (nichts anderes ist es) ist aus ökologischen und finanziellen (außer Papa zahlt den Strom) Gründen nur in Ausnahmefällen halbwegs sinnvoll.

Kommt doch drauf an, wie lange der PC denn überhaupt aus ist. Und wenns doch für längere Zeit ist, kann man den Strom ja immernoch ausschalten.
Strom zahle ich btw selbst -.-
rate (4)  |  rate (2)


 
top Top
Suchen
GAMEPRO MEDIA © IDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten GAMEPRO MEDIA