Die besten Prozessoren für Spiele : Der Core i5 7500 aus Intels aktueller Kaby Lake-Generation bietet viel Leistung zu einem fairen Preis, für Spieler ist er deshalb momentan mit die beste Wahl. Der Core i5 7500 aus Intels aktueller Kaby Lake-Generation bietet viel Leistung zu einem fairen Preis, für Spieler ist er deshalb momentan mit die beste Wahl.

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Hinweis: Anfang März 2017 hat AMD die erste Reihe von Ryzen-Prozessoren veröffentlicht. Wir haben unsere Kaufberatung dementsprechend aktualisiert. Vorerst gibt es nur drei Ryzen 7-CPUs in recht hohen Preisregionen (ab 359 Euro) und mit acht Kernen. Vor allem, wenn Sie eher weniger Geld für eine CPU ausgeben wollen, könnte es sich allerdings lohnen, auf die im zweiten Quartal (Ryzen 5) beziehungsweise im zweiten Halbjahr (Ryzen 3) kommenenden Ryzen-Prozessoren mit sechs und vier Kernen zu warten. Grade die aktuell noch teilweise mangels Alternativen in den unteren Preisregion aufgeführten FX-CPUs von AMD sind mit Blick auf die begrenzte Aufrüstbarkeit (Ryzen setzt den neuen Sockel AM4 voraus) und die noch kommenden Ryzen-CPUs nur noch bedingt empfehlenswert.

Zum Thema » Die besten CPU-Upgrades Kombis aus CPU, Board und RAM » Die besten Grafikkarten Quer durch alle Preisbereiche » Die besten Selbstbau-PCs Konfigurationsvorschläge » Spiele-PC zusammenbauen Schritt-für-Schritt-Anleitung GameStar-Leser lieben Spiele, daher lassen wir sehr günstige Budget-Prozessoren in dieser Übersicht links liegen. In einem Spiele-PC sollte heute auch bei sehr beschränktem Budget möglichst ein Vierkern-Prozessor verbaut sein, schon aufgrund der wesentlich höheren Zukunftssicherheit. Außerdem arbeitet der PC dann auch flotter, wenn Sie mehrere Programme gleichzeitig nutzen.

Allerdings hat Intel mit der Core i3-Serie und vor allem mit dem neuen Pentium G4560 durchaus noch interessante, weil sehr schnelle Dual-Core-Prozessoren im Preissegment um die 100 Euro, die dank Hyperthreading vier Threads bearbeiten können und in den meisten aktuellen Titeln noch mehr als ausreichend Leistung liefern. Manche Spiele mit deutlich höherer Multi-Core-Auslastung laufen aber in maximalen Details nicht mehr ganz flüssig auf den i3 Dual-Cores und dem Pentium – wer kann, greift deshalb besser zu einem Prozessor mit vier oder mehr Kernen.

Außerdem beschränken wir unsere Empfehlungen auf die weit verbreiteten und aktuell mit neuen Prozessoren versorgten Plattformen von AMD mit AM3(+) sowie AM4 und Intel (primär Sockel 1151), sofern sie in den entsprechenden Preisbereichen angeboten werden.

Fusion-APUs mit relativ leistungsfähiger integrierter DX11-Grafikeinheit wie der AMD A10 7850K sind für Einsteiger-PCs geeignet, benötigen aber auch ein Mainboard mit Sockel FM2, der die flotteren FX-Prozessoren (Sockel AM3+) nicht unterstützt. Da eine Kombination aus CPU und separater Grafikkarte jedoch viel leistungsfähiger ist, greifen Spieler ohnehin besser nicht zu einer APU.

Für High-End-Systeme bietet endlich auch wieder AMD eine Alternative zu Intel, seit Anfang März 2017 sind die Ryzen 7-Prozessoren auf dem Markt, die jeweils acht Kerne bieten und 16 Threads bearbeiten können. Es mehren sich allerdings Hinweise, dass sie aufgrund derzeit nicht ausreichend optimierter Software (betrifft sowohl Windows als auch Spiele-Engines), noch nicht ihr volles Potenzial in Spielen abrufen können.

Vorerst empfehlen wir Ryzen deshalb nur als Alternative, die sich vor allem dann lohnt, wenn sie mit ihrem PC nicht nur spielen, sondern auch andere Anwendungen nutzen, die von den vielen Kernen der Ryzen-CPUs profitieren können. Noch ein letzter Hinweis vorab: Die Preise sind bei jedem Update dieses Artikels aktuell, unterliegen jedoch nahezu täglich geringen Schwankungen.

CPUs bis 150 Euro

In diesem Preisbereich hat AMD die größte Auswahl für Spieler, viele der FX-Prozessoren für den Sockel AM3+ kosten weniger als 150 Euro. Spieler mit besonders geringem Budget können sogar auch für deutlich weniger als 100 Euro akzeptable Leistung von AMD erhalten, etwa in Form des Athlon X4 860K Black Edition (Sockel FM2+) für knapp 70 Euro, bei dem es sich im Prinzip um eine Vierkern-APU ohne integrierte Grafikeinheit handelt. Für bessere Zukunftssicherheit empfehlen wir allerdings, mindestens 100 Euro für einen FX-Prozessor der 6000er-Reihe mit sechs Kernen (bzw. drei Dual-Core-Modulen) auszugeben (siehe Preistipp).

Intel-Prozessoren verfügen in diesem Preisbereich seit langer Zeit maximal über zwei Kerne, was sich auch mit der Kaby Lake-Generation nicht geändert hat. Eine wichtige Neuerung gibt es allerdings doch: Die Pentium-Prozessoren beherrschen jetzt Hyper-Threading für die virtuelle Kern-Verdoppelung, deshalb können sich genau wie günstige Dual-Cores der i3-Serie von Intel durchaus für einen Spiele-PC eignen und dabei sogar in vielen Titeln AMDs FX-Prozessoren überflügeln. Optimale Zukunftssicherheit bieten solche CPUs aufgrund der geringen Kernzahl allerdings nicht, was sie trotz der aktuell meist noch guten Spieleleistung vor einem eventuellen Kauf bedenken sollten.

Preis-Tipp: Intel Pentium G4560

Die besten Prozessoren für Spiele : Intels Pentium G4560 kostet nur etwa 60 Euro, dafür hat er aber Hyperthreading zur virtuellen Kernverdoppelung zu bieten. Ein Novum bei den Pentium-Prozessoren, dass sie durchaus auch für Spieler mit kleinem Budget interessant macht.

Die beiden Kerne takten mit 3,5 GHz, einen Turbo-Boost gibt es nicht. Mögliche Alternativen sind der Pentium G4600 (3,6 GHz, ca. 90 Euro) und der G4620 (3,7 GHz, ca. 100 Euro). Ob sich dieser Aufpreis in Anbetracht der geringen Taktsteigerung lohnt, ist allerdings etwas fragwürdig.

Ein großer Vorteil der aktuellen Pentium-CPUs besteht darin, dass sie wie alle aktuellen Kaby Lake-Prozessoren auf Mainboards mit dem Sockel 1151 laufen. Das macht es vergleichsweise einfach möglich, den PC später mit einer schnelleren CPU aufzurüsten.

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Preis-Leistungs-Tipp: Intel Core i3 7100

Die besten Prozessoren für Spiele : Der Core i3 7100 ist ein Dual-Core-Prozessor aus Intels Kaby Lake-Generation für knapp 120 Euro. Die CPU taktet mit 3,9 GHz, einen Turbomodus für noch höhere Taktraten bietet Intel in dieser Preisklasse nicht. Dank Hyper-Threading ist der i3 7100 aber auch ohne Turbomodus und trotz der geringen Kernzahl in Spielen meist spürbar schneller als der FX 6300 und verbraucht gleichzeitig weniger Strom. Dafür hat die AMD-CPU bei der Multimedia-Leistung durch ihre sechs Kerne teils die Nase vorn.

Der Aufpreis von etwa 40 Euro für den Core i3 7300 mit 100 MHz höherem Takt und 1 MByte mehr L3-Cache lohnt sich eher nicht, eine denkbare und fast gleich teure Alternative ist dagegen der FX 6350 von AMD. Sein Standardtakt liegt immerhin 400 MHz über dem des FX 6300, allerdings ist der Stromverbrauch des FX 6350 nochmal ein gutes Stück höher.

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AMD-Alternative: AMD FX 8320(E)

Die besten Prozessoren für Spiele : Im Preisbereich bis 150 Euro sind sogar CPUs mit acht Kernen möglich, etwa in Form des AMD FX 8320 aus der zweiten Bulldozer-Generation, Codename »Vishera«. Zwar teilen sich auch bei den Bulldozer-CPUs jeweils zwei Kerne einige Ausführungseinheiten, die durchaus beliebten Vorgänger der Phenom-II-X6-Serie kann der FX 8320 aber überholen. Gegen Intels Core i3 7100 hat der FX 8320 dagegen wie der FX 6300 in Spielen meist das Nachsehen, der Kauf lohnt sich deshalb vor allem dann, wenn Sie auch von der erhöhten Multimedia-Leistung durch die acht Kerne profitieren wollen.

In entsprechend optimierten Programmen kann der FX 8320 stärker als in Spielen von seinen vier 3,5 GHz (Turbo: bis 4,0 GHz) schnellen Dual-Core-Modulen profitieren und schließt hier sogar zu Intels ansonsten deutlich flotteren Vierkernprozessoren mit Hyperthreading auf. Allerdings erreicht die AMD-CPU dafür eine maximale Wärmeabgabe von 125 statt wie viele Intel Kaby Lake-Chips 51 Watt TDP. Wie alle FX-Prozessoren passt dabei auch der FX 8320 in Mainboards mit dem Sockel AM3+.

Mittlerweile gibt es mit dem FX 8320E auch ein überarbeitetes Modell mit 95 statt 125 Watt TDP zum gleichen Preis, das allerdings einen um 300 MHz niedrigeren Standardtakt, wenn auch den gleichen maximalen Turbotakt von 4,0 GHz hat, den die CPU aufgrund des niedrigeren Energielimits aber seltener erreicht.

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