Die besten Prozessoren für Spiele : Für Spieler empfehlenswerte Prozessoren gibt es ab ungefähr 100 Euro. In Kombination mit einer guten Grafikkarte bieten auch günstige CPUs bereits genügend Leistung für aktuelle Spiele in hohen Details und Full HD. Für Spieler empfehlenswerte Prozessoren gibt es ab ungefähr 100 Euro. In Kombination mit einer guten Grafikkarte bieten auch günstige CPUs bereits genügend Leistung für aktuelle Spiele in hohen Details und Full HD.

Hinweis: Ende Mai hat Intel die neuen Broadwell-E-Prozessoren mit sechs bis zehn Rechenkernen vorgestellt. Intels Core i7 6950X (10 Kerne / 3,0 bis 3,5 GHz), Core i7 6900K (8 Kerne / 3,2 bis 3,7 GHz), Core i7 6850K (sechs Kerne / 3,6 bis 3,8 GHz) und Core i7 6800K (6 Kerne / 3,4 bis 3,6 GHz) nutzen den bereits für die Vorgänger Haswell-E verwendeten Sockel 2011-3, entsprechende Mainboards benötigen aber ein Bios-Update.

Die Preise der neuen CPUs reichen von etwa 440 Euro (i7 6800K) bis zu 1.700 Euro für das Extreme-Edition-Flaggschiff i7 6950X. In Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis sind die Broadwell-E-Prozessoren deshalb für Spieler wenig attraktiv, da Spiele von mehr als vier Kernen bislang nicht profitieren, sondern ab vier Kernen ein höherer Takt wichtiger ist. Außerdem sind Sockel-2011-3-Mainboards spürbar teurer, was den Systempreis weiter erhöht. Nur wenn Sie viel mit Anwendungen arbeiten, die von mehr als vier Kernen profitieren, lohnt sich ein entsprechender Prozessor.

GameStar-Leser lieben Spiele, daher lassen wir sehr günstige Budget-Prozessoren und (mit einer Ausnahme) auch Dual-Core-CPUs in dieser Übersicht links liegen. In einem Spiele-PC sollte heute auch bei sehr beschränktem Budget möglichst ein Vierkern-Prozessor verbaut sein, schon aufgrund der wesentlich höheren Zukunftssicherheit. Außerdem arbeitet der PC dann auch flotter, wenn Sie mehrere Programme gleichzeitig nutzen.

Zum Thema » Die besten CPU-Upgrades Kombis aus CPU, Board und RAM » Die besten Grafikkarten Quer durch alle Preisbereiche » Die besten Selbstbau-PCs Konfigurationsvorschläge » Spiele-PC zusammenbauen Schritt-für-Schritt-Anleitung Allerdings hat Intel mit der Core i3-Serie durchaus noch interessante, weil sehr schnelle Dual-Core-Prozessoren im Preissegment um die 100 Euro, die dank Hyperthreading vier Threads bearbeiten können und in den meisten aktuellen Titeln noch mehr als ausreichend Leistung liefern. Manche Spiele mit deutlich höherer Multi-Core-Auslastung laufen aber in maximalen Details nicht mehr ganz flüssig auf den i3 Dual-Cores – wer kann, greift deshalb besser zu einem Prozessor mit vier oder mehr Kernen.

Außerdem beschränken wir unsere Empfehlungen auf die weit verbreiteten und aktuell mit neuen Prozessoren versorgten Plattformen von AMD mit AM3(+) und Intel (primär Sockel 1151), sofern sie in den entsprechenden Preisbereichen angeboten werden.

Fusion-APUs mit relativ leistungsfähiger integrierter DX11-Grafikeinheit wie der AMD A10 7850K sind für Einsteiger-PCs geeignet, benötigen aber auch ein Mainboard mit Sockel FM2, der die flotteren FX-Prozessoren (Sockel AM3+) nicht unterstützt. Da eine Kombination aus CPU und separater Grafikkarte jedoch viel leistungsfähiger ist, greifen Spieler ohnehin besser nicht zu einer APU.

Für High-End-Systeme interessant werden AMD-Prozessoren eventuell wieder mit der frühestens Ende 2016 erwarteten Zen-Generation. Die soll laut AMDs eigenen Aussagen Intel nicht nur in Sachen Preis Konkurrenz machen, sondern auch in Sachen Rechenleistung und Energieeffizienz wieder zur aktuellen Skylake-Generation von Intel aufschließen – wir hoffen auf mehr Konkurrenz gegen Ende des Jahres!

Auch Intels kommende Kaby-Lake-Generation steht gegen Ende des Jahres in den Startlöchern, darauf warten, lohnt sich unserer Meinung nach aber nicht. Die Kaby Lake-CPUs werden vermutlich nur ein wenig Taktsteigerung (ca. 200 MHz) gegenüber ihren Skylake-Vorgängern bringen – einen Unterschied, den Sie in Spielen nicht spüren.

Noch ein letzter Hinweis vorab: Die Preise sind bei jedem Update dieses Artikels aktuell, unterliegen jedoch nahezu täglich geringen Schwankungen.

CPUs bis 150 Euro

In diesem Preisbereich hat AMD die größte Auswahl für Spieler, viele der FX-Prozessoren für den Sockel AM3+ kosten weniger als 150 Euro. Spieler mit besonders geringem Budget können sogar auch für deutlich weniger als 100 Euro akzeptable Leistung von AMD erhalten, etwa in Form des Athlon X4 860K Black Edition (Sockel FM2+) für knapp 70 Euro, bei dem es sich im Prinzip um eine Vierkern-APU ohne integrierte Grafikeinheit handelt. Für bessere Zukunftssicherheit empfehlen wir allerdings, mindestens 100 Euro für einen FX-Prozessor der 6000er-Reihe mit sechs Kernen (bzw. drei Dual-Core-Modulen) auszugeben (siehe Preistipp).

Intel-Prozessoren verfügen in diesem Preisbereich seit langer Zeit maximal über zwei Kerne, was sich auch mit der Skylake-Generation nicht geändert hat. Da manche dieser CPUs allerdings gleichzeitig Hyper-Threading für die virtuelle Kern-Verdoppelung beherrschen, können sich auch günstige Dual-Cores der i3-Serie von Intel für einen Spiele-PC eignen und dabei sogar in vielen Titeln AMDs FX-Prozessoren in Sachen fps überflügeln. Optimale Zukunftssicherheit bieten solche CPUs aufgrund der geringen Kernzahl allerdings nicht, was sie trotz der aktuell meist noch guten Spieleleistung vor einem eventuellen Kauf bedenken sollten.

Preis-Tipp: AMD FX 6300

Die besten Prozessoren für Spiele : Selbst für vergleichsweise wenig Geld bekommen Sie mit dem AMD FX 6300 einen von AMDs (selbsttitulierten) Sechskern-Prozessoren. Beim AMD FX 6300 teilen sich allerdings jeweils zwei Kerne (innerhalb eines sogenannten Dual-Core-Moduls) einige Ausführungseinheiten, sodass der AMD FX 6300 keine sechs komplett eigen- und vollständigen Rechenkerne im klassischen Sinn besitzt.

Hinsichtlich der Leistung übertrifft der AMD FX 6300 aber dennoch die Vier- und Sechskern-Vorgänger der alten Phenom-II-Serie je nach Spiel mehr oder weniger deutlich und verbraucht dabei nicht so viel Strom. Dank der drei Dual-Core-Module (sechs Threads) und einem Takt von 3,5 GHz (Turbo bis 4,1 GHz) reicht die Leistung bei praktisch allen modernen Spielen für maximale Details in Full HD, solange dem AMD FX 6300 eine entsprechend schnelle Grafikkarte zur Seite steht.

» AMD FX 6300 ab 90 Euro im Preisvergleich

Preis-Leistungs-Tipp: Core i3 6100

Die besten Prozessoren für Spiele : Der Core i3 6100 ist ein Dual-Core-Prozessor aus Intels Skylake-Generation für knapp 120 Euro. Die CPU taket mit 3,7 GHz, einen Turbomodus für noch höhere Taktraten bietet Intel in dieser Preisklasse nicht. Dank Hyper-Threading ist der i3 6100 aber auch ohne Turbomodus und trotz der geringen Kernzahl in Spielen meist spürbar schneller als der FX 6300 und verbraucht gleichzeitig weniger Strom. Dafür hat die AMD-CPU bei der Multimedia-Leistung durch ihre sechs Kerne meist die Nase vorn.

Der Aufpreis von etwa 30 Euro für den Core i3 6300 mit 100 MHz höherem Takt und 1 MByte mehr L3-Cache lohnt sich eher nicht, eine denkbare und fast gleich teure Alternative ist dagegen der FX 6350 von AMD. Sein Standardtakt liegt immerhin 400 MHz über dem des FX 6300, allerdings ist der Stromverbrauch dex FX 6350 nochmal ein gutes Stück höher.

» Intel Core i3 6100 ab 115 Euro im Preisvergleich

AMD-Alternative: AMD FX 8320(E)

Die besten Prozessoren für Spiele : Im Preisbereich bis 150 Euro sind sogar CPUs mit acht Kernen möglich, etwa in Form des AMD FX 8320 aus der zweiten Bulldozer-Generation, Codename »Vishera«. Zwar teilen sich auch bei den Bulldozer-CPUs jeweils zwei Kerne einige Ausführungseinheiten, die durchaus beliebten Vorgänger der Phenom-II-X6-Serie kann der FX 8320 aber überholen. Gegen Intels Core i3 6100 hat der FX 8320 dagegen wie der FX 6300 in Spielen meist das Nachsehen, der Kauf lohnt sich deshalb vor allem dann, wenn Sie auch von der erhöhten Multimedia-Leistung durch die acht Kerne profitieren wollen.

In entsprechend optimierten Programmen kann der FX 8320 stärker als in Spielen von seinen vier 3,5 GHz (Turbo: bis 4,0 GHz) schnellen Dual-Core-Modulen profitieren und schließt hier sogar zu Intels ansonsten deutlich flotteren Vierkernprozessoren mit Hyperthreading auf. Allerdings erreicht die AMD-CPU dafür eine maximale Wärmeabgabe von 125 statt wie viele Intel Skylake-Chips 65 Watt TDP. Wie alle FX-Prozessoren passt dabei auch der FX 8320 in Mainboards mit dem Sockel AM3+.

Mittlerweile gibt es mit dem FX 8320e auch ein überarbeitetes Modell mit 95 statt 125 Watt TDP zum gleichen Preis, das allerdings einen um 300 MHz niedrigeren Standardtakt, wenn auch den gleichen maximalen Turbotakt von 4,0 GHz hat, den die CPU aufgrund des niedrigeren Energielimits aber seltener erreicht.

» AMD FX 8320 ab 130 Euro im Preisvergleich