CPUs ab 250 Euro

Im Preisbereich über 250 Euro hat Intel nicht nur weitere Kaby Lake- und Xeon-Prozessoren, sondern auch die Haswell-E-Modelle und die Broadwell-E-Nachfolger mit sechs bis zehn Kernen zu bieten. Da Spiele bislang aber so gut wie nie nennenswert von mehr als vier Kernen profitieren und die Haswell-/Broadwell-E-Modelle sehr teuer sind, lohnt sich aus unserer Sicht momentan höchstens der Kauf des günstigsten Modells der jeweiligen Reihe, also des Core i7 5820K oder des Core i7 6800K.

Dank sechs Kernen sind beide in entsprechend optimierten Multimediaanwendungen spürbar schneller als CPUs mit weniger Kernen, der Neukauf erfordert aber auch ein Mainboard mit Sockel 2011-3 und DDR4-RAM. Diese vergleichsweise teure Investition lohnt sich vor allem dann, wenn Sie neben Spielen auch anspruchsvolle Anwendungen wie Bild- und Videobearbeitungsprogramme nutzen möchten, die von den sechs Kernen profitieren. Ist das nicht der Fall, greifen Sie besser zu einer der deutlich günstigeren Vierkern-CPUs mit oder ohne Hyperthreading.

Preis-Tipp: Intel Core i5 7600K

Die besten Prozessoren für Spiele :

Im Preisbereich über 250 Euro waren lange Zeit Intels Xeon-Prozessoren unser Preistipp, primär weil sie im Gegensatz zu den ähnlich teuren i5-CPUs Hyperthreading unterstützen. Seit der Skylake-Generation laufen die Xeon-Modelle aber nur noch in Kombination mit den passenden Server-Chipsätzen (C232 usw.), außerdem hat der Core i5 7600K gegenüber ähnlich teuren Xeon-CPUs einen Taktvorteil von 300 bis 400 MHz - das dürfte in den meisten Spielen größeren Einfluss als die virtuelle Kernverdoppelung haben, da Spiele immer noch eher selten wirklich von mehr als vier Threads profitieren.

Im Basismodus erreicht der 7600K 3,8 GHz, der maximale Turbotakt liegt bei 4,2 GHz. Im Gegensatz zum Core i5 7600 ohne »K«-Zusatz hat er außerdem einen freien Multiplikator, was das Übertakten erleichtert. Achten Sie allerdings darauf, dass Sie auch ein passendes Mainboard mit Z170/Z270-Chipsatz benötigen, um davon profitieren zu können, außerdem wird bei dieser CPU kein Kühler mitgeliefert. Wer nicht plant, seinen Prozessor zu übertakten, der kann sich die 25 Euro Aufpreis zum 7600K aber auch sparen, da der i5 7600 im Turbomodus nur um 100 MHz niedriger taktet.

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Preis-Leistungs-Tipp: Intel Core i7 7700(K)

Die besten Prozessoren für Spiele : Intels 320 Euro teurer Kaby Lake-Prozessor Intel Core i7 7700 löst in dieser Kategorie den Core i7 6700 als Preis-Leistungs-Tipp ab. Der Core i7 7700 wird wie sein Vorgänger im stromsparenden 14 Nanometer-Verfahren gefertigt und verfügt über vier Kerne, die allerdings mit 3,6 GHz statt 3,4 GHz getaktet sind. Im Turbomodus erreicht er bis zu 4,2 GHz (statt 4,0 GHz). Wie alle Kaby Lake-Prozessoren für Desktop-PCs benötigt der Core i7 7700 ein Mainboard mit Sockel LGA 1151, mit passendem BIOS-Update läuft er aber auch auf einem Board mit Skylake-Chipsatz (Z170 usw.).

Übertakter greifen besser zum 40 Euro teureren Core i7 7700K, der einen freien Multiplikator bietet. Ebenfalls nicht zu verachten: Der Standardtakt ist satte 600 MHz höher als beim Core i7 7700, der Turbotakt 300 MHz, was sich auch in Spielen durch höhere fps bemerkbar macht. Beachten Sie beim Kauf des Core i7 7700K allerdings, dass wie im Falle des Core i5 7600K kein CPU-Kühler mitgeliefert wird, da sich Intels Standardkühler nicht zum Übertakten eignet.

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6-Kerner-Alternative: Intel Core i7 5820K / 6800K

Die besten Prozessoren für Spiele : Wenn die reine Rechenleistung eines i7 für den Sockel 1151 nicht ausreicht, bleibt nur noch ein teures Sockel-2011-(3)-System mit DDR4-Speicher. Als Sechskerner für Sockel 2011-3-Mainboards sind der Core i7 5820K (Haswell-E) und sein Nachfolger Core i7 6800K (Broadwell-E) zwar deutlich niedriger getaktet als der i7 7700K, dafür verfügen sie aber über einen größeren L3-Cache, zudem ist der Core i7 5820K mit einem Preis von 410 Euro nur 50 Euro teurer als der Core i7 7700K.

Gerade bei parallelen Anwendungen und in auf mehr als acht Threads optimierten Programmen wie sie beim Videoschnitt zum Einsatz kommen, können der Core i7 5820K und sein minimal schnellerer (100 MHz mehr Basistakt, aber gleicher Turbo) und sparsamerer (aber teurerer) Nachfolger i7 6800K aus dem vollen Schöpfen.

Der i7 5820K verfügt über sechs 3,3 GHz schnelle Rechenkerne (i7 6800K: 3,4 GHz), die bis zu 3,6 GHz im Turbo erreichen, 15,0 MByte L3-Cache und einen freien Multiplikator für einfaches Übertakten. Weil die CPUs zudem Hyperthreading unterstützen, können beide bis zu zwölf Aufgaben gleichzeitig bearbeiten. Die anderen Haswell-E- und Broadwell-E-Prozessoren (Core i7 5960X / i7 6950X sowie Core i7 5930K) / i7 6850K) lohnen sich wegen ihres deutlich schlechteren Preis-Leistungs-Verhältnisses in Spielen dagegen nicht.

Die Entscheidung zwischen dem immer noch gut lieferbaren i7 5820K und seinem minimal schnelleren sowie etwas sparsameren i7 6800K sollten Sie vom Preis abhängig machen: Momentan kostet der neuere i7 6800K etwa 30 Euro mehr für praktisch keine Mehrleistung, aber etwas gesunkenen Stromverbrauch. Außerdem besitzt der i7 6800K insgesamt nur 28 PCIe-Lanes zum Anbinden weiterer Komponenten. Wollen Sie etwa zwei Grafikkarten nutzen, stehen nur der ersten die maximal möglichen 16 PCIe-Leitungen zur Verfügung, die zweite wird mit maximal acht PCIe-Lanes angebunden - bislang schränkt das die 3D-Leistung aber nicht merklich ein.

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