CPUs ab 250 Euro

Im Preisbereich über 250 Euro hat Intel nicht nur weitere Kaby Lake-Prozessoren, sondern auch die Haswell-E-Modelle und die Broadwell-E-Nachfolger mit sechs bis zehn Kernen zu bieten. Das wird zwar langsam, aber sicher auch in Spielen immer wichtiger, da die Haswell-E-/Broadwell-E-Modelle aber sehr teuer sind, empfehlen wir sie für einen reinen Spiele-PC hier vorerst nicht mehr. Höchstens die jeweils günstigsten CPUs (Core i7 5820K / Core i7 6800K) für etwas mehr als 400 Euro sind einen Blick Wert, bei den anderen Modellen stimmt das Preis-/Leistungs-Verhältnis unserer Ansicht nach nicht mehr.

Anders sieht es bei AMDs spürbar günstigeren Ryzen-CPUs mit sechs und acht Kernen aus, die teilweise ihren Weg in unsere Empfehlungen beim Preisbereich über 250 Euro gefunden haben. Sie erreichen zwar in Spielen oft noch nicht das Niveau von Intels schnellsten Core i7-Prozessoren, allerdings bieten Sie durch ihre Kernzahl schon jetzt eine hohe Anwendungsleistung und viel Zukunftssicherheit, zumal sich die Spiele-Performance durch Ryzen-spezifische Optimierungen auch bei bereits erschienenen Titeln noch verbessern kann, wie die Beispiele von Ashes of the Singularity und Total War: Warhammer zeigen.

AMD Ryzen 5 1600(X)

Die besten Prozessoren für Spiele :

Mit Ryzen 5 gibt es erstmals im Desktop-Bereich seit AMDs Phenom II X6 1000T-Prozessoren mit sechs Kernen (und ohne AMDs Modul-Bauweise der FX-CPUs) für weniger als 300 Euro zu kaufen. Der Ryzen 5 1600X ist dabei AMDs Hexa-Core-Top-Modell mit hohen Taktraten von 3,6 GHz im Standardmodus und 4,0 GHz im Boost-Modus. In unseren Spiele-Benchmarks ist der Ryzen 5 1600X fast genau so schnell wie der genau so hoch getaktete Ryzen 7 1800X mit acht Kernen, der fast das Doppelte kostet.

Die zwei zusätzlichen Kerne des 1800X bieten primär in Anwendungen Vorteile, Spieler können deshalb ruhigen Gewissens zum Ryzen 5 1600X greifen. Wer noch etwas mehr Geld sparen will, der kann auch den Ryzen 5 1600 in Erwägung ziehen. Er taktet um durchaus spürbare 400 MHz niedriger als der 1600X, dafür kostet er aber auch 30 Euro weniger.

Gegenüber Intels Core i5-Prozessoren punktet der Ryzen 5 1600(X) vor allem durch die beiden zusätzlichen Kerne, die virtuelle Kernverdoppelung und den freien Multiplikator, den sonst nur der Core i5 7600K zu bieten hat. Geht es rein um die Spieleleistung, liegt der Core i5 7600K aber laut Tests von Kollegen (ein eigener Test folgt bald) teilweise vor dem 1600X, die Intel-CPUs sind deshalb ebenfalls noch eine gute Wahl.

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Intel Core i7 7700(K)

Die besten Prozessoren für Spiele :

Auch wenn der Core i7 7700K über zwei Kerne weniger als der Ryzen 5 1600X verfügt, ist er in Spielen laut unseren eignen Benchmarks meist ein gutes Stück schneller. Das hat er vor allem seinen hohen Taktraten zu verdanken: Standardmäßig liegen sie bei 4,2 GHz, im Boost-Modus sind es sogar 4,5 GHz. Sein Preis liegt dafür aber auch ein Stück höher.

Eine mögliche Alternative ist der circa 45 Euro günstigere Core i7 7700. Er büßt durch niedrigere Taktraten aber an Vorsprung gegenüber dem Ryzen 5 1600X ein. Außerdem verfügt er nicht über einen freien Multiplikator, leichtes Übertakten ist bei dieser CPU also nicht möglich.

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AMD Ryzen 7 1700

Die besten Prozessoren für Spiele :

AMDs kleinster Ryzen 7-Prozessor kostet etwa so viel wie ein Intel Core i7 7700K, bietet dafür aber acht Kerne und 16 Threads. Sein Basistakt von 3,0 GHz (bis zu 3,7 GHz mit Boost) ist der Intel-CPU zwar klar unterlegen, was sich auch in der Spieleperformance bemerkbar macht, allerdings besitzen alle Ryzen-Modelle einen frei wählbaren Multiplikator und lassen sich somit übertakten.

Die in 14 Nanometer gefertigte CPU besitzt eine TDP von 65 Watt und geht somit deutlich sparsamer als die Bulldozer-Generationen ans Werk. Im Test des Top-Modells in Form des Ryzen 7 1800X mit einer TDP von 95 Watt messen wir einen nur unwesentlich höheren Stromverbrauch im Vergleich zu Kaby Lake-Modellen von Intel.

Der Ryzen 7 1700 ist vor allem dann empfehlenswert, wenn Sie nicht nur zocken, sondern auch Anwendungen nutzen, die mit der hohen Kernzahl umzugehen wissen. Außerdem empfiehlt es sich, für eine gute Kühllösung zu sorgen, um den von Haus aus etwas niedrigen Taktraten auf die Sprünge zu helfen.

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