CPUs ab 250 Euro

Auch im Preisbereich über 250 Euro lösen die neuen Haswell-Refresh-Prozessoren ihre Vorgänger mittlerweile bei unseren CPU-Empfehlungen ab. Das ist einerseits durch annähernd gleiche Preise begründet ( Core i7 4790 vs. Core i7 4770), andererseits ist die Taktsteigerung beim Core i7 4790K im Vergleich zum Vorgänger Core i7 4770K mit 500 MHz so groß, dass sich der leichte Aufpreis beim Haswell-Refresh-Modell lohnt.

Wer das absolute Maximum an paralleler Rechenleistung benötigt, hat zusätzliche Möglichkeiten. Intel sieht hierfür die brandneuen Sockel-2011-3-CPUs vor, im Speziellen Modelle mit sechs und sogar acht Rechenkernen wie den Intel Core i7 5960X für fast 1.000 Euro. Da die meisten Spiele aber ohnehin kaum vier Kerne ausnutzen und die Haswell-E-Modelle zudem meist niedriger getaktet sind als die schnellsten Sockel-1150-Prozessoren der vierten Generation, lohnt sich der Kauf für Spieler aktuell kaum.

Die einzige Empfehlung, die wir aus der Haswell-Extreme-Serie aussprechen können, ist der vergleichsweise günstige Core i7 5820K . Dank sechs Kernen ist er besonders zukunftssicher und vor allem in entsprechend optimierten Multimediaanwendungen spürbar schneller als CPUs mit weniger Kernen, der Neukauf erfordert aber auch ein Mainboard mit Sockel 2011-3 und DDR4-RAM. Diese teure Investition lohnt sich vor allem dann, wenn Sie neben Spielen auch anspruchsvolle Anwendungen wie Bild- und Videoverarbeitungsprogramme nutzen möchten, die von den sechs Kernen profitieren.

Preis-Tipp: Intel Core i7 4790

Die besten Prozessoren : Der Intel Core i7 4790 ist ab 260 Euro zu haben und immerhin 200 MHz schneller als die Xeon-Prozessoren aus den Empfehlungen im vorangegangenen Preisbereich. Da sein Vorgänger Core i7 4770 bei 100 MHz weniger Takt momentan sogar zwei, drei Euro teurer ist, empfehlen wir Ihnen eindeutig den Kauf des Core i7 4790.

Alle i7-CPUs beherrschen Hyperthreading und können daher in optimierten Anwendungen bis zu acht Aufgaben gleichzeitig bearbeiten. Die integrierte DirectX-11-Grafikeinheit ist für Spieler allerdings nicht ausreichend (siehe unseren Test: Spielen ohne Grafikkarte ). Alle Haswell(-Refresh)-CPUs funktionieren ausschließlich im Sockel 1150, wir empfehlen je nach Preis ein Mainboard mit dem älteren, aber nicht leistungsschwächeren H87- oder Z87-Chipsatz oder bei gleichem Preis eines der neueren Mainboards mit 9er-Chipsatz, denn auch für die Haswell-Refresh-CPUs genügt ein Mainboard mit einem Chipsatz der 8er-Serie, allerdings ist meist ein Bios-Update fällig.

» Intel Core i7 4790 ab 275 Euro im Preisvergleich

Preis-Leistungs-Tipp: Intel Core i7 4790K

Die besten Prozessoren : Genau wie der Core i5 4690K hat es inzwischen auch der zweite Haswell-Refresh-Prozessor mit freiem Multiplikator in die Händlerregale geschafft, der Core i7 4790K . Er bietet mit 4,0 GHz (Turbo bis 4,4 GHz) als einzige CPU aus dem Refresh satte 500 MHz mehr Takt als der direkte Vorgänger ( Core i7 4770K ), zudem kostet er mit 285 Euro trotz der hohen Taktsteigerung nur etwa 10 Euro mehr. Ebenfalls nicht zu verachten: Die neuen K-Modelle sind insbesondere für Übertakter interessant, da sie sich durch eine bessere Wärmeleitpaste zwischen dem eigentlichen Chip (Die) und dem Heatspreader besser übertakten lassen. Alles in allem liefert der Core i7 4790K damit das bessere Gesamtpaket als der Core i7 4770K.

» Intel Core i7 4790K ab 300 Euro im Preisvergleich

Leistungs-Tipp: Intel Core i7 5820K

Die besten Prozessoren :

Wenn die reine Rechenleistung eines i7 für den Sockel 1150 nicht ausreicht, bleibt nur noch ein teures Sockel-2011-(3)-System. Unser bisheriger Leistungstipp Core i7 4930K für rund 500 Euro wird vom neuen »Haswell-E« Core i7 5820K abgelöst. Der Sechskerner für Sockel 2011-3-Mainboards ist zwar etwas niedriger getaktet, dafür verfügt er aber über die neue Haswell-Architektur und einen größeren L3-Cache, zudem ist der Core i7 5820K mit einem Preis von 360 Euro gut 150 Euro günstiger als der Core i7 4930K. Für den Betrieb ist neben einem neuen Sockel 2011-3-Mainboard allerdings auch DDR4-Speicher nötig, was die Anschaffungskosten zusätzlich erhöht.

Gerade bei parallelen Anwendungen und in auf mehr als 8 Threads optimierten Programmen hat der Core i7 5820K gegenüber Sockel-1150-Prozessoren die Nase vorn. Er verfügt über sechs 3,3 GHz schnelle Rechenkerne, die bis zu 3,6 GHz im Turbo erreichen, 15,0 MByte L3-Cache und einen freien Multiplikator für einfaches Übertakten. Weil die CPU zudem Hyperthreading unterstützt, kann sie bis zu zwölf Aufgaben gleichzeitig bearbeiten. Die anderen Haswell-E-Prozeossren ( Core i7 5960X und Core i7 5930K ) lohnen sich wegen ihrem deutlich schlechteren Preis-Leistungs-Verhältnis in Spielen nicht.

» Intel Core i7 5820K ab 360 Euro im Preisvergleich