CPUs ab 250 Euro

Im Preisbereich über 250 Euro hat Intel nicht nur weitere Haswell(-Refresh)- und Xeon-Prozessoren, sondern auch die Haswell-E-Modelle mit sechs bis acht Kernen zu bieten. Da Spiele bislang aber so gut wie nie wirklich nennenswert von mehr als vier Kernen profitieren und die Haswell-E-Modelle sehr teuer sind, lohnt sich aus unserer Sicht momentan höchstens der Kauf des günstigsten Modells der Reihe, also des Core i7 5820K.

Dank sechs Kernen ist er besonders zukunftssicher und vor allem in entsprechend optimierten Multimediaanwendungen spürbar schneller als CPUs mit weniger Kernen, der Neukauf erfordert aber auch ein Mainboard mit Sockel 2011-3 und DDR4-RAM. Diese teure Investition lohnt sich vor allem dann, wenn Sie neben Spielen auch anspruchsvolle Anwendungen wie Bild- und Videoverarbeitungsprogramme nutzen möchten, die von den sechs Kernen profitieren. Ist das nicht der Fall, greifen Sie besser zu einer der deutlich günstigeren Vierkern-CPUs aus unserem Preis- oder Preis-Leistungs-Tipp.

Preis-Tipp: Intel Xeon E3-1241 v3

Die besten Prozessoren : Der Xeon E3-1241 v3 taktet nur 100 MHz langsamer als der Core i7 4790 und ist mit einem Preis von 290 Euro momentan etwa 25 Euro billiger – das macht ihn aktuell zu unserem Preis-Tipp im Bereich ab 250 Euro. Die eigentlich für Server gedachte CPU lässt sich genau wie der E3-1231 mit den meisten Sockel-1150-Mainboards problemlos nutzen, zudem stellt die fehlende integrierte Grafikeinheit für Spieler praktisch keinen Nachteil dar, weil sie für aktuelle Titeln in hohen Details ohnehin zu langsam wäre (siehe unseren Test: Spielen ohne Grafikkarte).

» Intel Xeon E3-1241 v3 ab 290 Euro im Preisvergleich

Preis-Leistungs-Tipp: Intel Core i7 4790K

Die besten Prozessoren : Der Core i7 4790K bietet mit 4,0 GHz (Turbo bis 4,4 GHz) als einzige CPU aus dem Haswell-Refresh satte 500 MHz mehr Takt als der direkte Vorgänger (Core i7 4770K) und kostet nur 10 Euro mehr. Außerdem ist zu erwähnen, dass die neuen K-Modelle zusätzlich über eine bessere Wärmeleitpaste zwischen dem eigentlichen Chip (Die) und dem Heatspreader verfügen, was für bessere Ergebnisse beim Übertakten sorgt. Allzu viele fps können Sie damit bei derart hohen Standardtaktraten zwar ohnehin nicht rausholen, der 4790K ist aber auch ohne Übertaktung bereits der schnellste Vierkern-Prozessor, den Intel momentan für Spieler zu bieten hat und damit eine sehr gute Wahl.

» Intel Core i7 4790K ab 360 Euro im Preisvergleich

Leistungs-Tipp: Intel Core i7 5820K

Die besten Prozessoren :

Wenn die reine Rechenleistung eines i7 für den Sockel 1150 nicht ausreicht, bleibt nur noch ein teures Sockel-2011-(3)-System. Unser bisheriger Leistungstipp Core i7 4930K für rund 590 Euro wird vom neuen »Haswell-E« Core i7 5820K abgelöst. Der Sechskerner für Sockel 2011-3-Mainboards ist zwar etwas niedriger getaktet, dafür verfügt er aber über die neue Haswell-Architektur und einen größeren L3-Cache, zudem ist der Core i7 5820K mit einem Preis von 410 Euro gut 180 Euro günstiger als der Core i7 4930K. Für den Betrieb ist neben einem neuen Sockel 2011-3-Mainboard allerdings auch DDR4-Speicher nötig, was die Anschaffungskosten zusätzlich erhöht.

Gerade bei parallelen Anwendungen und in auf mehr als 8 Threads optimierten Programmen hat der Core i7 5820K gegenüber Sockel-1150-Prozessoren die Nase vorn. Er verfügt über sechs 3,3 GHz schnelle Rechenkerne, die bis zu 3,6 GHz im Turbo erreichen, 15,0 MByte L3-Cache und einen freien Multiplikator für einfaches Übertakten. Weil die CPU zudem Hyperthreading unterstützt, kann sie bis zu zwölf Aufgaben gleichzeitig bearbeiten. Die anderen Haswell-E-Prozeossren (Core i7 5960X und Core i7 5930K) lohnen sich wegen ihrem deutlich schlechteren Preis-Leistungs-Verhältnis in Spielen nicht.

» Intel Core i7 5820K ab 410 Euro im Preisvergleich