CPUs ab 250 Euro

Im Preisbereich über 250 Euro hat Intel nicht nur weitere Skylake- und Xeon-Prozessoren, sondern auch die Haswell-E-Modelle und seit Kurzem die Broadwell-E-Nachfolger mit sechs bis zehn Kernen zu bieten. Da Spiele bislang aber so gut wie nie nennenswert von mehr als vier Kernen profitieren und die Haswell-/Broadwell-E-Modelle sehr teuer sind, lohnt sich aus unserer Sicht momentan höchstens der Kauf des günstigsten Modells der jeweiligen Reihe, also des Core i7 5820K oder des Core i7 6800K.

Dank sechs Kernen sind beide in entsprechend optimierten Multimediaanwendungen spürbar schneller als CPUs mit weniger Kernen, der Neukauf erfordert aber auch ein Mainboard mit Sockel 2011-3 und DDR4-RAM. Diese teure Investition lohnt sich vor allem dann, wenn Sie neben Spielen auch anspruchsvolle Anwendungen wie Bild- und Videobearbeitungsprogramme nutzen möchten, die von den sechs Kernen profitieren. Ist das nicht der Fall, greifen Sie besser zu einer der deutlich günstigeren Vierkern-CPUs mit oder ohne Hyperthreading.

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Preis-Tipp: Intel Xeon E3-1231 v3

Die besten Prozessoren für Spiele : Beim Intel Xeon E3-1231 der Haswell-Generation handelt es sich im Prinzip um einen Core i7 ohne integrierte Grafikeinheit. Da Spieler ohnehin meist eine dedizierte Grafikkarte besitzen, die in der Regel viel schneller ist, stellt das allerdings keinen echten Nachteil dar, deshalb sind Xeon-Prozessoren seit längerer Zeit auch bei Spielern sehr beliebt. Allerdings taktet der E3-1231 v3 um 100 MHz langsamer als der Leistungs-Tipp aus dem Preisbereich bis 250 Euro (Core i5 6600k), der Aufpreis von etwa 15 Euro bietet damit primär den Vorteil der Unterstützung von Hyperthreading.

In Spielen sorgt diese Technik bei Dual Core-Prozessoren der i3-Reihe für echte Vorteile, im Falle der Core i7- und der Xeon-CPUs steigert Hyperthreading die fps dagegen kaum, da acht statt vier Threads in SPielen meist nichts bringen. Eine Xeon-CPU statt eines Core i5 zu kaufen ist deshalb hauptsächlich dann sinnvoll, wenn Sie den PC auch für andere Anwendungen als Spiele nutzen, in denen Sie von der virtuellen Kern-Verdoppelung profitieren können.

Dass wir hier keine der neuen Skylake Xeon-CPUs wie den E3-1230 v5 empfehlen, liegt übrigens an Intels Entscheidung, diese Prozessoren nicht mehr auf normalen Desktop-Platinen lauffähig zu machen. Manche Hersteller wie Asus oder MSI bieten zwar inzwischen taugliche Server-Boards mit dem Sockel 1151 und dem C232-Chipsatz an, preislich liegen sie aber immer noch etwas über dem Niveau der Modelle mit Desktop-Chipsätzen wie Z170 oder H170. Da auch die Xeon-CPUs selbst in der Skylake-Variante etwas teurer sind, ist ihr Kauf für Spieler aktuell nur bedingt sinnvoll, auch wenn sie sich in Sachen Leistung nicht vor der Core i5- und Core i7-Konkurrenz verstecken müssen.

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Preis-Leistungs-Tipp: Intel Core i7 6700(K)

Die besten Prozessoren für Spiele : Intels 310 Euro teurer Skylake-Prozessor Core i7 6700 löst in dieser Kategorie den Core i7 4790K als Preis-Leistungs-Tipp ab. Der Core i7 6700 wird im stromsparenden 14 Nanometer-Verfahren gefertigt und verfügt über vier Kerne, die mit 3,4 GHz getaktet sind, im Turbomodus erreichen sie bis zu 4,0 GHz. Wie alle Skylake-Prozessoren für Desktop-PCs benötigt der Core i7 6700 ein Mainboard mit Sockel LGA 1151 und passt somit nicht auf die S1150-Platinen der Vorgänger. Neben dem Prozessor muss also auch ein neues Mainboard her und am besten noch frischer DDR4-Arbeitsspeicher.

Übertakter greifen besser zum 40 Euro teureren Core i7 6700K, der einen freien Multiplikator bietet. Ebenfalls nicht zu verachten: Der Standardtakt ist satte 600 MHz höher als beim Core i7 6700, der Turbotakt 200 MHz, was sich auch in Spielen durch höhere fps bemerkbar macht. Beachten Sie beim Kauf des Core i7 6700K allerdings, dass wie im Falle des Core i5 6600K kein CPU-Kühler mitgeliefert wird, da sich Intels Standardkühler nicht zum Übertakten eignet.

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6-Kerner-Alternative: Core i7 5820K / 6800K

Die besten Prozessoren für Spiele : Wenn die reine Rechenleistung eines i7 für den Sockel 1151 nicht ausreicht, bleibt nur noch ein teures Sockel-2011-(3)-System, das DDR4-Speicher erfordert. Als Sechskerner für Sockel 2011-3-Mainboards sind der Core i7 5820K (Haswell-E) und sein Nachfolger Core i7 6800K (Broadwell-E) zwar etwas niedriger getaktet als der i7 6700K, dafür verfügen sie aber über einen größeren L3-Cache, zudem ist der Core i7 5820K mit einem Preis von 390 Euro nur 50 Euro teurer als der Core i7 6700K.

Gerade bei parallelen Anwendungen und in auf mehr als acht Threads optimierten Programmen wie sie beim Videoschnitt zum Einsatz kommen, können Core i7 5820K und sein minimal schnellerer (100 MHz mehr Basistakt, aber gleicher Turbo) und sparsamerer (aber teurerer) Nachfolger i7 6800K aus dem vollen Schöpfen.

Der i7 5820K verfügt über sechs 3,3 GHz schnelle Rechenkerne (i7 6800K: 3,4 GHz), die bis zu 3,6 GHz im Turbo erreichen, 15,0 MByte L3-Cache und einen freien Multiplikator für einfaches Übertakten. Weil die CPUs zudem Hyperthreading unterstützen, können beide bis zu zwölf Aufgaben gleichzeitig bearbeiten. Die anderen Haswell-E- und Broadwell-E-Prozessoren (Core i7 5960X / i7 6950X sowie Core i7 5930K) / i7 6850K) lohnen sich wegen ihres deutlich schlechteren Preis-Leistungs-Verhältnisses in Spielen dagegen nicht.

Die Entscheidung zwischen dem i7 5820K und seinem minimal schnelleren sowie etwas sparsameren i7 6800K sollten Sie vom Preis abhängig machen: Momentan kostet der neuere i7 6800K etwa zehn Prozent oder 50 Euro mehr für praktisch keine Mehrleistung, aber etwas gesunkenen Stromverbrauch. Außerdem besitzt der i7 6800K insgesamt nur 28 PCIe-Lanes zum Anbinden weiterer Komponenten. Wollen Sie etwa zwei Grafikkarten nutzen, stehen nur der ersten die maximal möglichen 16 PCIe-Leitungen zur Verfügung, die zweite wird mit maximal acht PCIe-Lanes angebunden – bislang schränkt das die 3D-Leistung aber nicht merklich ein.

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