AMD Phenom II X6 1090T Black Edition

Prozessoren   |   Datum: 27.04.2010
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AMD Phenom II X6 1090T im Test

Sechs Rechenkerne ab 200 Euro!

Nur einen Monat nach Intel bringt auch AMD die erste Sechskern-CPU auf den Markt - für weniger als ein Drittel des Preises! Wir haben die Sechskerner von AMD und Intel im Spiele-Test.

Von Florian Klein |

Datum: 27.04.2010


Nur gut einen Monat ist es her, dass Intel mit dem Core i7 980X den ersten Desktop-Prozessor mit sechs Rechenkernen veröffentlichte; wie bereits bei früheren Generationen zunächst als unverschämt teures High-End-Modell für 1.000 Euro. AMD legt nun nach und liefert uns die erste Phenom-II-CPU mit sechs Rechenkernen zum Test. Der Preis: 300 Euro für das Topmodell, den AMD Phenom II X6 1090T mit 3,2 GHz und 200 Euro für den AMD Phenom II X6 1055T mit 2,8 GHz Taktfrequenz. Aufrüstfreundlich wie von AMD gewohnt funktionieren die für den Sockel AM3 gedachten Six-Core-CPUs auch im älteren Sockel AM2+, allerdings muss Ihr Mainboard-Hersteller ein passendes Bios-Update bereitstellen.

AMD Phenom II X6 1090T : Native Six-Core-CPU: Der Phenom II X6 wird aus einem Stück Silizium gefertigt. Native Six-Core-CPU: Der Phenom II X6 wird aus einem Stück Silizium gefertigt. Wie das »T« in der Modellnummer anzeigt, besteht die größte Änderung beim Phenom II X6 1090T aus einer »Turbo Core« genannten Technik zur automatischen Taktsteigerung, solange nicht alle sechs Cores ausgelastet sind und es die Hitzeentwicklung zulässt. »Turbo Core« erinnert stark an Intels von der Core-i-Serie bekannten »Turbo Boost«, funktioniert im Detail aber etwas anders. Dazu kommt beim Phenom II X6 1090T ein, von AMDs anderen Black-Edition-Modellen bekannter, freier Multiplikator, der Übertaktungsversuche stark erleichtert.

Phenom II X6 im Detail

AMD Phenom II X6 1090T : Aufrüstfreundlich: Wie die Quad-Core-Vorgänger passt der Sechskern-Phenom in den Sockel AM3 und AM2+. Aufrüstfreundlich: Wie die Quad-Core-Vorgänger passt der Sechskern-Phenom in den Sockel AM3 und AM2+. Wie der Quad-Core-Vorgänger Phenom II X4 wird auch der Phenom II X6 mit 45 Nanometer breiten Strukturen gefertigt. (Intel stellt seinen Sechskerner Core i7 980X dagegen bereits mit 32 Nanometer feinen Strukturen her.) Den 6,0 MByte großen L3-Cache erbt der Phenom II X6 ebenfalls vom X4-Vorgänger. So bleibt neben den zwei zusätzlichen Rechenkernen des Phenom II X6 der Turbo-Modus als einzig wirklich neues Feature. Der funktioniert folgendermaßen: Werden von den sechs Rechenkernen maximal drei ausgelastet, sinkt die Taktfrequenz der arbeitslosen Kerne auf 800 MHz (Intels Turbo schaltet freie Kerne dagegen ganz ab). Dadurch entsteht weniger Hitze und die beschäftigten Rechenkerne (maximal drei gleichzeitig) werden mit mehr Spannung versorgt und steigern Ihre Arbeitsgeschwindigkeit um maximal 500 MHz (beim X6 1090T maximal 400 MHz). Wie konstant der Turbo arbeitet, hängt dabei von der maximal erlaubten Wärmeentwicklung (TDP) der CPU ab, die auch mit aktivem Turbo nicht überschritten wird.

Da die Technik beim Phenom II X6 1090T standardmäßig aktiviert ist und im Spielealltag kosten- und aufwandslose Mehrleistung bietet, haben wir unsere Benchmarks mit aktiviertem Turbo durchgeführt; genauso wie bei der Intel-Konkurrenz. Einzig Aufrüster müssen aufpassen: Wollen Sie den Turbo-Modus in einem AM2+-Mainboard nutzen, muss dieses laut AMD zwingend den 790FX-Chipsatz besitzen. Mit Hilfe findiger Bios-Entwickler könnte sich diese Beschränkung aber noch in Luft auflösen.

Modell

Takt

Turbo-Takt

L2-Cache

L3-Cache

TDP

Sockel

Preis

Phenom II X6 1090T

3,2 GHz

3,6 GHz

6x 512 KByte

6,0 MByte

125 Watt

AM3

300 Euro

Phenom II X6 1055T

2,8 GHz

3,3 GHz

6x 512 KByte

6,0 MByte

125 Watt

AM3

200 Euro

Phenom II X4 965

3,4 GHz

-

4x 512 KByte

6,0 MByte

125 Watt

Am3

150 Euro

Testaufstellung

Alle Prozessoren haben wir mit Anno 1404, das besonders stark von viel CPU-Leistung profitiert, sowie mit Colin McRae: Dirt 2 (im DirectX-11-Modus) und Far Cry 2 getestet. Jeweils in maximaler Qualität (aber ohne AA/AF) und in den Auflösungen 1680x1050 und 1920x1080. Zwar hat in diesen Einstellungen auch die verwendete Radeon HD 5870 Einfluss auf die Leistung und niedrigere Einstellungen sowie Qualitätsstufen zeigen eventuell die Leistungsunterschiede zwischen den CPUs deutlicher, sind aber sehr praxisfern. So sehen Sie, wie viel Leistungsvorteil zwischen den CPUs in alltagstauglichen Einstellungen besteht. Neben Spielen haben wir auch die Leistung im Cinebench 11.5 verglichen, da der Benchmark von jedem zusätzlichen Rechenkern profitiert und stellvertretend für alle entsprechend optimierten Render-Programme steht. Die 64-Bit-Version von WinRAR 3.92 komplettiert unseren Test-Parcours, da Packen und Entpacken ebenfalls häufige Alltagsaufgaben eines typischen PCs sind.

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Avatar sn8per
sn8per
#1 | 27. Apr 2010, 06:52
300€ für das tiopmodel, dass ist echt billig, ich werde aber trotzdem weiterhin intel fän sein, die bringen mehr leistung (finde ich) kosten aber dementsprechend leider auch mehr... :-(
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Avatar Theedee
Theedee
#2 | 27. Apr 2010, 08:07
Zitat von sn8per:
300€ für das tiopmodel, dass ist echt billig, ich werde aber trotzdem weiterhin intel fän sein, die bringen mehr leistung (finde ich) kosten aber dementsprechend leider auch mehr... :-(


Das sie mehr Leistung bringen sieht man ja an den Benchmarks. Aber mir ist Intel einfach zu teuer, vor allem da man im Regelfall bei den Mainboards nochmal 50 Euro extra hinblättern muss.
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Avatar Lado
Lado
#3 | 27. Apr 2010, 08:10
Zitat von sn8per:
300€ für das tiopmodel, dass ist echt billig, ich werde aber trotzdem weiterhin intel fän sein, die bringen mehr leistung (finde ich) kosten aber dementsprechend leider auch mehr... :-(


Mag schon richtig sein, aber bestimmt nicht mehr leistung die den Preisunterschied rechtfertigt.
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Avatar TiNNiTUS
TiNNiTUS
#4 | 27. Apr 2010, 08:54
Zitat von sn8per:
300€ für das tiopmodel, dass ist echt billig, ich werde aber trotzdem weiterhin intel fän sein, die bringen mehr leistung (finde ich) kosten aber dementsprechend leider auch mehr... :-(


sie bringen mehr leistung, die man nicht braucht, in den heutigen spielen. ;)
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Avatar JestaBlunt
JestaBlunt
#5 | 27. Apr 2010, 08:58
so, dann wart ich noch auf die nächste revision oder gleich den 32nm refresh der cpu und dann kommt mein 940be auf die wand als trophäe ;) es sei denn die preise purzeln schneller als erwartet...

ps: rein technische frage: wenn ich jetzt mit 6 kernen rendere, schaltet sich dann die turbo funktion sozusagen ab den letzten drei zu rendernden bild-stücken ein, die noch fehlen, falls die tpd noch platz lässt?
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Avatar hawk2206
hawk2206
#6 | 27. Apr 2010, 09:07
Tolles Preis-/Leistungsverhältnis! Ich wünsche mir jetzt für den nächsten Refresh eine TDP unter 100W. :)
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Avatar matathack
matathack
#7 | 27. Apr 2010, 09:40
heeee

unten steht: Verbrauch insgesamt trotzdem auf hohem Niveau

oben steht:Da der Stromverbrauch im gewohnten Rahmen bleibt, reicht auch der bekannte Standard-Kühler.

^^
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Avatar Tony Gilver
Tony Gilver
#8 | 27. Apr 2010, 09:45
Erstmal abwarten bis es Spiele gibt, die Six-Cores unterstützen. Erst dann werden wir sehen, was die Diner drauf haben. Bis dahin werden die bestimmt billiger als sie es jetzt schon sind^^.
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Avatar matathack
matathack
#9 | 27. Apr 2010, 09:46
oioioioi ich frag mich wirklich was aus nvidia werden soll wenn die so weiter machen, denn nach der 8000 Serie haben die nichts ordentliches mehr herausgebracht und alle die ich kenne sind von nvidia auf amd/ati umgestiegen (Obwohl wir nvidia fanboys waren)
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Avatar Fred DM
Fred DM
#10 | 27. Apr 2010, 10:19
die nächste komponente, die bei mir fällig wird, ist die CPU. bislang hatte ich immer Intel, gegenwärtig einen Core2Duo E8500. zum ersten mal ziehe ich es nun ernsthaft in betracht, eine AMD-CPU zu kaufen.
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