Zum Thema » Intel-Historie Von 1968 bis heute » Die besten Prozessoren Kaufberatung » Die besten CPU-Upgrades Kombis aus CPU, Board und RAM Der Intel Core i7 2700Kist das aktuelle Top-Modell für den Sockel 1155 und wird vermutlich auch der schnellste Sandy-Bridge-Prozessor dafür bleiben. Denn wahrscheinlich Anfang April bringt Intel die Nachfolger der Sandy-Bridge-Generation mit dem Codenamen »Ivy Bridge« auf den Markt. Ivy Bridge bringt kleinere architektonische Verbesserungen, eine DirectX-11-Grafikeinheit und wird mit 22 statt 34 Nanometer feinen Strukturen gefertigt.

Da die Ivy-Bridge-CPUs bei gleichem Takt etwa 20 Prozent mehr Leistung bei gleichzeitig geringerem Strombedarf als die Sandy-Bridge-Vorgänger bringen sollen, ist es unwahrscheinlich, dass Intel noch ein schnelleres Modell als den Core i7 2700K veröffentlicht. Allerdings sollen vor dem Ivy-Bridge-Start noch drei günstigere Quad-Core-Modelle auf Sandy-Bridge-Basis erscheinen. Im Vergleich zum bisher schnellsten Sandy-Bridge-Prozessor, dem momentan etwa 270 Euro teuren Core i7 2600K, verlangt Intel für den Core i7 2700K etwa 300 Euro. Im Test des Intel Core i7 2700K prüfen wir, ob sich der moderate Aufpreis für magere 100 MHz mehr Takt lohnt.

Intel Core i7 2700K im Detail

Intel Core i7 2700K : Der Core i7 2700K ist die derzeit schnellste Sockel-1155-CPU. Der Core i7 2700K ist die derzeit schnellste Sockel-1155-CPU. Mit 3,5 GHz Standardtakt rechnet der Core i7 2700K nur 100 MHz schneller als der Core i7 2600K mit 3,4 GHz. Die Turbofunktion übertaktet die CPU aber auf bis zu 3,9 GHz, falls nicht alle vier Kerne belastet werden. Selbst wenn alle vier Kerne beschäftigt sind, steigt der Takt noch um 100 MHz, solange die Kühlung das zulässt. In unseren Benchmarks ist der Turbo praktisch durchgängig aktiv und bietet so kostenlose Mehrleistung ohne zusätzlichen Konfigurationsaufwand.

Als Mitglied der i7-Reihe unterstützt der i7 2700K zudem Hyperthreading und kann somit acht Aufgaben (»Threads«) gleichzeitig bearbeiten. Das »K« am Ende der Produktbezeichnung steht für den freien Multiplikator der CPU, der Übertaktungsversuche erleichtert. Anders als bei Core i7 2600(K) und Core i5 2500(K) gibt es vom i7 2700K kein Modell ohne frei wählbaren Multiplikator, das Intel in der Regel einige Euro günstiger anbietet.

Zudem ist eine DirectX-10.1-Grafikeinheit direkt im Core i7 2700K integriert, die allerdings selbst für anspruchslosere Titel in der Regel zu langsam ist und sich nur als 2D-Grafikkarte oder als temporärer Ersatz für einen defekten separaten 3D-Beschleuniger eignet. Detailinformationen zur Sandy-Bridge-Architektur finden Sie in unserem zur Markteinführung erschienenen großen Test des Intel Core i7 2600K und Intel Core i5 2500K.

Die maximale Verlustleistung für den Intel Core i7 2700K gibt Intel wie bei den langsamer getakteten Varianten wie dem Core i5 2500K mit bis zu 95 Watt an, allerdings ist das nur eine Angabe zur maximalen Wärmeabgabe, die für die Kühlung interessant ist und spiegelt nicht den tatsächlichen Energieverbrauch wider. Die Verbrauchsmessungen für das gesamte Testsystem finden Sie im Abschnitt »Stromverbrauch«.

Intel Core i7 2700K : Wie alle modernen CPUs von Intel oder AMD beherrscht auch der Core i7 2700K einen dynamischen Turbo-Modus, der die Kerne je nach Auslastung unterschiedlich stark übertaktet. Wie alle modernen CPUs von Intel oder AMD beherrscht auch der Core i7 2700K einen dynamischen Turbo-Modus, der die Kerne je nach Auslastung unterschiedlich stark übertaktet.

Spieleleistung

Intels Core i7 2700K durchläuft unseren gewohnten Benchmark-Parcours: Dazu gehören F1 2010und H.A.W.X. 2(DirectX 11), Anno 1404(DirectX 10) sowie Call of Duty: Black Opsund Star Craft 2(DirectX 9). Alle Messungen führen wir in den gängigen Auflösungen 1680x1050 und 1920x1080 mit maximalen Details, aber ohne Kantenglättung durch, da sonst die im Testsystem steckende Nvidia Geforce GTX 580zu viel Einfluss auf das Ergebnis hätte. Auf diese Weise sehen Sie besser, wie viel Unterschied zwischen den Prozessoren in den am häufigsten verwendeten Grafikeinstellungen besteht. Mit niedrigeren Auflösungen und Details würden die Unterschiede zwischen den CPUs zwar noch deutlicher hervortreten, uns sind praxistaugliche Einstellungen aber wichtiger.

Im Spieletest ist der Intel Core i7 2700K mit 3,5 GHz Standardtakt erwartungsgemäß nur minimal schneller als der Core i7 2600K mit 3,4 GHz – schließlich sind die 100 MHz mehr nur ein Aufschlag von mickrigen drei Prozent, was sich beim Performance-Rating in Full-HD-Auflösung mit 102,8 (i7 2700K) zu 100,8 fps (i7 2600K) entsprechend geringfügig niederschlägt. Auch gegenüber dem deutlich günstigeren Core i5 2500K (185 Euro) mit 3,3 GHz und 97,7 fps in derselben Auflösung kann sich der wesentlich teurere i7 2700K nur wenig absetzen. Das liegt vor allem daran, dass Spiele bis auf ganz wenige Ausnahmen wie Anno 1404 nicht von Hyperthreading profitieren und teils sogar von dem erhöhten Verwaltungsaufwand für acht Threads etwas gebremst werden. AMDs schnellste Bulldozer-CPU, der AMD FX 8150, ist als Spiele-CPU angesichts des derzeitigen Preises von etwa 230 Euro mit durchschnittlich 68,8 fps nicht konkurrenzfähig.

Geschlagen geben muss sich der Core i7 2700K nur Intels eigenen High-End-Prozessoren für den Sockel 2011 wie dem Anfang 2012 erschienenen Intel Core i7 3960X, der mit sechs Kernen, 3,3 GHz und vierkanaliger Speicheranbindung satte 112,2 fps im Durchschnitt (1920x1080) erreicht. Allerdings verlangt Intel dafür maßlose 900 Euro, und die passenden Sockel-2011-Mainboards sind ebenfalls merklich kostspieliger als die Sockel-1155-Varianten.

Anno 1404 hohe Details, DX10
1680x1050
1980x1080
Core i7 3960X 3,3 GHz, 6C/12T, S2011
72
70
Core i7 2700K 3,5 GHz, 4C/8T, S1155
58
54
Core i7 2600K 3,4 GHz, 4C/8T, S1155
57
54
Core i7 870 2,93 GHz, 4C/8T, S1156
52
49
Core i5 2500K 3,3 GHz, 4C/4T, S1155
51
48
Core i5 2400 3,1 GHz, 4C/4T, S1155
49
47
FX 8150 3,6 GHz, 8C/8T, AM3+
43
42
Phenom II X4 980 BE 3,6 GHz, 4C/4T, AM3
42
41
Phenom II X6 1100T 3,3 GHz, 6C/6T, AM3
40
38
0
16
32
48
64
80
Gemessen in fps. Je höher, desto schneller. Unter 30 fps ruckelt es.