Intel Core i7 4770K

Prozessoren   |   Datum: 04.06.2013

Intel präsentiert Haswell - Neue Mobil- und Desktop-Prozessoren erschienen

Am heutigen Tage präsentiert Intel die neuen Prozessoren der Haswell-Baureihe der Öffentlichkeit. Der Fokus des Prozessorherstellers liegt aber weniger auf maximaler Performance sondern eher auf geringem Energiebedarf und einer stark überarbeiteten Grafikeinheit.

Von Dennis Ziesecke |

Datum: 01.06.2013 ; 16:00 Uhr


Intel präsentiert Haswell : Intel Core i7 Haswell Intel Core i7 Haswell

Als sogenannter »Tock« präsentiert Intel mit Haswell eine neue Mikroarchitektur in den bereits von Ivy Bridge bekannten 22 nm Fertigungsprozessen. Tatsächlich bietet Haswell zahlreiche Änderungen gegenüber den Vorgängerprozessoren, die meisten Neuerungen machen sich allerdings nicht direkt in Form von gesteigerter Performance bemerkbar. So benötigen sowohl die AVX2-Einheit als auch die beiden parallelen FMA-Pipelines angepasste Software um zu ihrer vollen Leistungsfähigkeit zu gelangen.

Augenscheinlichstes neues Merkmal ist jedoch nicht AVX2 sondern die stark verbesserte GPU mit dem Namen Iris. Unter der Bezeichnung Iris Pro 5200 bringt Intel den vollen Ausbau der GT3e genannten Grafikeinheit aber nur in spezielle Prozessoren und nicht in die Mainstream-CPUs. Iris Pro 5200 verfügt als einziges Modell über schnellen eDRAM und soll so mit der Leistung einer Nvidia Geforce GT 650 konkurrieren.

Als einziger Desktop-Prozessor wird der Intel Core i7-4770R über die Iris Pro 5200 verfügen. Gegenüber dem für Gamer spannenderen Standardmodell Core i7-4770K taktet die »R«-Variante mit 3,2 Gigahertz etwas niedriger und verfügt mit 6 MB über weniger L3-Cache. Da diese CPU nur in einer BGA-Fassung auf den Markt kommt, wird es den Prozessor nur fest aufgelötet auf speziellen Boards zu kaufen geben - Intel sieht den Einsatz dieser Prozessoren primär im Bereich der All-in-One-Computer.

Intel präsentiert Haswell : Intel will mit Haswell neue PC-Märkte erschließen. Intel will mit Haswell neue PC-Märkte erschließen.

Alle anderen Desktop-Haswells müssen mit der langsameren HD Graphics 4600 vorlieb nehmen - was beim Einsatz im Gaming-PC eher nicht schaden wird, kommt hier doch im Normalfall eh eine dedizierte Grafikkarte zum Einsatz. Der Intel Core i7-4770K verfügt dabei wie gehabt über einen offenen Multiplikator und taktet mit 3,5 Gigahertz. Per Turbo erhöht sich der Takt auf maximal 3,9 Gigahertz. Der L3-Cache ist 8 Megabyte groß, die CPU verfügt wie schon die Vorgängermodelle über 4 Rechenkerne und beherrscht Hyperthreading. Den Preis für den Core i7-4770K gibt Intel mit 339 US-Dollar an.

Ohne »K« und damit ohne offenen Multiplikator geht der Quadcore i7-4770 mit einer UVP von 303 US-Dollar an den Start. Die Taktfrequenz liegt bei 3,4 Gigahertz, per Turbo werden es maximal 3,9 Gigahertz. Wer Taktfrequenz gegen Energiebedarf tauschen mag, kann zum i7-4770S oder i7-4770T greifen: Diese CPUs kosten laut Intel ebenfalls 303 US-Dollar, takten mit 3,1 / 3,9 Gigahertz (i7-4770S) respektive 2,5 / 3,7 Gigahertz (i7-4770T), werden aber mit einer TDP von nur 65 Watt beziehungsweise 45 Watt gegenüber 84 Watt bei den Standardmodellen ausgeliefert.

Die i5-Reihe muss erneut auf Hyperthreading verzichten, kommt aber ebenfalls auf eine TDP von 84 Watt. Der Intel Core i5-4670K soll laut Intel 242 US-Dollar kosten und taktet mit 3,4 Gigahertz beziehungsweise 3,8 Gigahertz bei maximaler Turbo-Beschleunigung. Den offenen Multiplikator des K-Modells bietet der i5-4670 für 213 US-Dollar nicht, dafür liegen die Taktfrequenzen ebenfalls bei 3,4 / 3,8 Gigahertz. Der L3-Cache sinkt gegenüber den i7-Modellen von 8 auf 6 Megabyte. Auch bei den i5-CPUs bietet Intel »T«- und »S«-Modelle mit auf 65 und 45 Watt reduziertem Energiebedarf an.

Intel Core i7 Haswell

Zum Betrieb der Haswell-Prozessoren ist zwingend ein Mainboard mit Intels LGA1150 vonnöten. Der Sockelwechsel ist für Intel unter anderem deshalb unabdingbar geworden, da bei Haswell der bislang auf dem Board untergebrachte Spannungswandler direkt in die CPU gewandert ist. Das und einige weitere Architekturverbesserungen sollen Haswell vor allem bei geringer Last zu Stromsparwundern machen. Unter voller Last hingegen gibt Intel nicht zuletzt aufgrund der beschleunigten GPU und der leistungsstarken AVX2-Einheiten vorsorglich einen höheren Wert als noch bei Ivy Bridge an.

Intel präsentiert Haswell : Haswell-Die Haswell-Die

Die BGA-Versionen mit Iris-Pro-Grafik sieht Intel als Spezialvarianten für All-in-One-Computer. Generell versucht Intel noch stärker als zuvor neue Märkte für den schrumpfenden PC-Markt zu erschließen: Haswell soll nicht nur im klassischen Desktop brillieren sondern vor allem in Ultrabooks, Tablets / Convertibles und All-in-One-Computern. Letztere sollen dank Iris Pro auf einen teuren und heißen dedizierten Grafikchip verzichten und - wenn es nach Intel ginge - natürlich auch nicht mit AMDs erstarkender APU-Technologie bestückt werden.

Hersteller-Präsentation zum Core i7 4770K, Seite 1
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Avatar bubybaba
bubybaba
#1 | 01. Jun 2013, 16:13
Mal gucken wie die sich in der Praxis so schlagen werden
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Avatar GSF
GSF
#2 | 01. Jun 2013, 16:44
PCGH kommt zu dem Schluss, den man schon absehen konnte - Besitzer einer LGA1155-Plattform brauchen nicht aufzurüsten. Überrascht sein dürfte davon wohl niemand.

Für Neukäufer wird Haswell wohl wieder eine Standardempfehlung werden, sobald der Markt die Preise angepasst hat, denn effizienter als Ivy ist man schlussendlich wohl schon.

Trotzdem ist es kein einem Tock nicht wirklich angemessen. Aber warum auch, wenn es im Mobilmarkt weit wichtigere Felder zu bedienen und damit Gelder zu investieren gibt und man bei den Performance- und High-End-CPUs quasi keine Konkurrenz hat? Eben.
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Avatar puro
puro
#3 | 01. Jun 2013, 16:56
Zitat von GSF:

Für Neukäufer wird Haswell wohl wieder eine Standardempfehlung werden, sobald der Markt die Preise angepasst hat, denn effizienter als Ivy ist man schlussendlich wohl schon.


Da wär ich mir nicht ganz so sicher. Haswell verbraucht laut Computerbase-Test mal weniger, dafür etwas öfters mehr als Ivy. Temperatur ist auch höher.
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Avatar Cenmocay
Cenmocay
#4 | 01. Jun 2013, 17:09
Stillstand pur,was ein Flop

aufrüsten macht keinen Sinn
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Avatar The-Nazgul
The-Nazgul
#5 | 01. Jun 2013, 17:14
Ich will mir seit 2 Monaten ein Ultrabook zum Arbeiten kaufen. Habe jetzt extra gewartet, da ich einen geringen Energieverbrauch nur befürworten kann. Hoffentlich kommt da bald was :D
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Monatskarte
#6 | 01. Jun 2013, 17:18
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar flowie
flowie
#7 | 01. Jun 2013, 17:22
Schade, dass AMD ab dem mittleren Preissegment derzeit keine Konkurrenz darstellt. Mit den niedrigeren TDPs werden die ohnehin schon viel übertaktungfreundlicheren Intel-CPUs diesbzgl. noch besser sein. Aber die fehlenden Leistungsschübe auf AMDs Schwäche zu schieben ist doch etwas zu einfach. Letztlich sind es auch die Anwendungen, die garnicht mehr Leistung benötigen. In den meisten Spielen sind in erster Linie schnelle Grafikkarten gefragt und bei Office und Co. langweiligen sich selbst günstige CPUs. Von intensiver Benutzung in Bild-/Video-Bearbeitung mal abgesehen, aber wer macht das schon? Ich hoffe, dass durch die neue i7-Generation auch die Preise des i5 etwas sinken. Eventuell rüste ich dann auch auf, allerdings bin ich eigentlich mit meinem AMD PhenomII X955 noch sehr zufrieden.
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#8 | 01. Jun 2013, 17:36
Zitat von puro:


Da wär ich mir nicht ganz so sicher. Haswell verbraucht laut Computerbase-Test mal weniger, dafür etwas öfters mehr als Ivy. Temperatur ist auch höher.

Selbst die ersten Notebooks mit Haswell-Prozessoren brauchen die die Akkuleistung schneller auf als ihre Vorgänger! (verbaute Grafikkarte spielt dank Optimus keine Rolle)
Und das sogar, obwohl der Chipsatz nun endlich effizienter gefertigt wurde. (32nm)
Intel, das war mal wieder ein Schuss in den Ofen!
(Ein Kommentar von einem i7 3612qm-Besitzer...)

http://www.notebookcheck.com/Test-Schenker -XMG-P703-Clevo-P177SM-Notebook.91789.0.html
http://www.notebookcheck.com/Test-Schenker -XMG-P702-PRO-Clevo-P170EM-Notebook.72685.0.html

Dazu dann auch noch der USB 3.0-Bug und das Gesamtpacket ist sehr enttäuschend...
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Avatar BattleStarXXX
BattleStarXXX
#9 | 01. Jun 2013, 18:21
Zitat von Cd-Labs: Radon Project:

Selbst die ersten Notebooks mit Haswell-Prozessoren brauchen die die Akkuleistung schneller auf als ihre Vorgänger! (verbaute Grafikkarte spielt dank Optimus keine Rolle)
Und das sogar, obwohl der Chipsatz nun endlich effizienter gefertigt wurde. (32nm)
Intel, das war mal wieder ein Schuss in den Ofen!
(Ein Kommentar von einem i7 3612qm-Besitzer...)

http://www.notebookcheck.com/Test-Schenker -XMG-P703-Clevo-P177SM-Notebook.91789.0.html
http://www.notebookcheck.com/Test-Schenker -XMG-P702-PRO-Clevo-P170EM-Notebook.72685.0.html

Dazu dann auch noch der USB 3.0-Bug und das Gesamtpacket ist sehr enttäuschend...


Danke für den Hinweis. Dann hat sich meine Überlegung ob Ivy oder Haswell (für Notebook) gerade wieder erledigt.

Und wieder etwas Geld gespart. =)
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Avatar IceTom
IceTom
#10 | 01. Jun 2013, 18:23
http://www.computerbase.de/artikel/prozessoren /2013/intel-haswell-prozessor-fuer-desktop-pcs -im-test/

Hier ein Test des Core i7-4770K (ab Seite 13).
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