Apple vs. FBI : Apple wirft dem FBI vor, den Zugang zu den gewünschten Daten selbst unmöglich gemacht zu haben. Apple wirft dem FBI vor, den Zugang zu den gewünschten Daten selbst unmöglich gemacht zu haben.

Zum Thema Apple iPhone 6s (Plus) ab 450,00 € bei Amazon.de Auf einer Versammlung in South Carolina hat der mögliche Präsidentschaftskandidat Donald Trump dazu aufgefordert, Produkte von Apple zu boykottieren, bis das Unternehmen die »Sicherheitsnummer« herausrückt. Bei Twitter forderte er anschließend ebenfalls zu einem Boykott auf und drohte damit, so lange sein iPhone nicht mehr zu verwenden und nur sein Samsung-Smartphone zu nutzen, bis Apple die gewünschten Informationen an die Behörden weitergibt.

Apple hat den Behörden inzwischen vorgeworfen, den Zugriff auf die gewünschten Daten selbst unmöglich gemacht zu haben, da die Apple-ID auf dem Smartphone der Attentäter durch das FBI geändert worden sei. Es existieren anscheinend ältere iCloud-Backups des iPhones, auf die die Behörden ohnehin Zugriff haben. Apple soll dem FBI dazu geraten haben, das iPhone einfach in Reichweite eines bekannten WLANs zu bringen, was dann bei aktivem iCould-Backup auch die neuesten Daten online gesichert hätte. Durch das Ändern der ID war das aber nicht mehr möglich.

Das US-Justizministerium hat Apple inzwischen vorgehalten, dass die Weigerung des Unternehmens eine reine Marketing-Strategie sei. Diesen Vorwurf haben Apple-Vertreter zurückgewiesen und das eigene Verhalten mit »Liebe für das Land« erklärt. Man wünsche sich, dass bürgerliche Freiheiten nicht einfach beiseite gedrängt werden. Trotzdem scheint Apple zunächst darauf bestanden zu haben, dass die Forderungen des FBI geheim bleiben und sich erst dann öffentlich der Zusammenarbeit verweigert, als der Gerichtsbeschluss durch das FBI offengelegt worden war. Kritiker werfen Apple daher auch vor, sich erst als Schützer der Privatsphäre präsentiert zu haben, als eine heimliche Zusammenarbeit nicht mehr möglich war.

Quelle: Donald Trump, New York Times