Samsung Ativ S : Das Samsung Ativ S gleicht dem S3 äußerlich sehr, setzt aber auf Windows Phone 8 statt auf Android. Das Samsung Ativ S gleicht dem S3 äußerlich sehr, setzt aber auf Windows Phone 8 statt auf Android.

Man nehme das sehr populäre Android-Modell, ersetze das Google-Betriebssystem durch Windows Phone 8 und fertig ist das Samsung Ativ S . So oder so ähnlich lautete wohl Samsungs Gedankengang beim Entwerfen des Ativ S - was angesichts der Beliebtheit des S3 keine schlechte Voraussetzung für das Ativ S ist. Unterschiede gibt es äußerlich kaum, innerlich jedoch schon: Etwa beim Prozessor, statt dem Quad Core des S3 arbeitet im Ativ S nur ein Dual-Core. Erhalten bleiben aber der sehr gute Super-AMOLED-Bildschirm und die Möglichkeit, eine SD-Speicherkarte einzusetzen sowie der wechselbare Akku mit 2300 mAh. Auch der Preis ist ähnlich, das Samsung Ativ S ist im Preisvergleich ab etwa 410 Euro ohne Vertrag zu haben.

Update 15. Juli 2013: In den letzten zwei Jahren hat sich die Qualität von Smartphones deutlich erhöht, während viele ältere Modelle noch immer erhältlich sind. Deshalb haben wir das Samsung Ativ S nach den aktuellen Maßstäben neu bewertet, auch um die Platzierung in der Smartphone-Bestenliste im Einkaufsführer zu korrigieren.

Hardware

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Das Testmodell bringt 16 GByte internen Speicher mit. Tatsächlich nutzen konnten wir nach dem ersten Start 12,14 GByte. Das ist durchaus ordentlich, vor allem, da sich der Speicher per Micro-SD-Karten erweitern lässt. Unterstützt wird dabei der SDXC-Standard, theoretisch sind damit Speicherkarten bis 2,0 TByte möglich. Realistischer (und vor allem erschwinglicher) sind Karten bis 64 GByte Kapazität - selbst große Musiksammlungen dürften dort Platz finden. Die Speicherkarte ist unterhalb der Abdeckung auf der Rückseite angebracht und lässt sich ohne Herausnehmen des Akkus austauschen.

Samsung Ativ S : Die Kacheln von Windows Phone 8 wirken auf dem 4,8 Zoll messenden AMOLED-Display mit 1280 x 720 Pixel Auflösung in der Standardeinstellung sehr groß. Die Kacheln von Windows Phone 8 wirken auf dem 4,8 Zoll messenden AMOLED-Display mit 1280 x 720 Pixel Auflösung in der Standardeinstellung sehr groß.

Für den Zugriff aufs WLAN ist wie bei anderen aktuellen Samsung-Smartphones ein WLAN-Modul gemäß 802.11a/b/g/n integriert, unterstützt werden Netzwerke im 2,4- und 5-GHz-Band. Unterwegs greift das Ativ S per UMTS, HSDPA und HSPA+ auf das Web zu. LTE unterstützt es aber nicht, NFC (»Near Field Communication«) ist dafür integriert.

Display

Wie beim Samsung Galaxy S3 oder beim Samsung Galaxy S3 Mini nutzt auch der Bildschirm des Ativ S die Super-AMOLED-Technik. Farben werden knackig und brillant dargestellt, der Kontrast hoch. Die Auflösung beträgt 1280x720 Pixel, was bei einer Bildschirmdiagonale von 4,8 Zoll zu 306 Pixel pro Inch (ppi) führt. Zum Vergleich: Das Apple iPhone 5 liegt bei 327,9 ppi, das Nokia Lumia 920 bei 332,6 ppi und das Samsung Galaxy S3 erreicht ebenfalls 306 ppi. Unserer Meinung nach hätte Samsung eine etwas höhere Auflösung wählen sollen, denn aufgrund des großen Bildschirms und der relativ niedrigen Auflösung wirken die Kacheln von Windows Phone 8 ziemlich riesig, allerdings lassen sich diese von Hand verkleinern. Andere Geräte machen das besser, beim Nokia Lumia 920 etwa ist die Auflösung höher und das Display kleiner, wodurch das Gesamtbild deutlich besser wirkt.

Technik und Handling

Samsung Ativ S : Die Rückseite erinnert optisch zwar an gebürstetes Aluminium, besteht aber aus Kunststoff. Die Rückseite erinnert optisch zwar an gebürstetes Aluminium, besteht aber aus Kunststoff. Die Optik des Samsung Ativ S erinnert an Aluminium, was vor allem am Band liegt, das sich seitlich um das Smartphone zieht. Die Front dominiert wie gewohnt der Bildschirm, am oberen Ende ist die Frontkamera mit 1,9 Megapixel Auflösung angebracht, am unteren Ende befinden sich links und rechts zwei virtuelle Touch-Tasten („Zurück“ und „Suchen“), in der Mitte noch die Windows-Taste.

Die Alu-Optik setzt sich auf der Rückseite fort, allerdings handelt es sich bei der Rückabdeckung leider nur um Kunststoff. Es ist zwar praktisch, dass man die Abdeckung problemlos abnehmen kann, um SIM-Karte, Akku oder SD-Speicherkarte schnell zu wechseln. Allerdings wirkt die Lösung, verglichen mit einem Smartphone in einem Unibody-Gehäuse, weniger solide.