Intel: Neue „Penryn“-CPU im Detail : (IDF, Peking) Intels nächste Prozessorfamilie „Penryn“ basiert auf der aktuellen Core-Architektur. Allerdings behauptet der Chip-Riese, zahlreiche Optimierungen implementiert zu haben, die für eine gewaltige Leistungsexplosion sorgen sollen. An erster Stelle steht natürlich der verbesserte Fertigungsprozess, der nun Strukturbreiten von lediglich 45 Nanometer erlaubt:

Dadurch kann Intel einerseits mehr Pufferspeicher im Penryn-Prozessor unterbringen. So werden die Zweikerner nun auf 6 statt wie bisher 4 MB L2-Cache zugreifen. 50 Prozent mehr L2-Cache bekommen auch die Quad-Cores spendiert, die zukünftig einen gemeinsamen 12 MB großen Pufferspeicher nutzen. Hinzu kommt eine erhöhte Assoziationsstufe: Der Penryn-Cache rechnet jetzt bis zu 24fach assoziativ (bisher: 16fach). Das sorgt - zumindest theoretisch - für eine effektivere Nutzung des Pufferspeichers.

Kleinere Strukturbreiten vermindern auch die Verlustleistung. Dies nutzt Intel, um kräftig an der Taktschraube zu drehen: So will der Halbleiter-Gigant beispielsweise die Quad-Core-Baureihe des Penryn für Desktop-PC, Codename „Yorkfield“, mit einem Werkstakt von bis zu 3,33 GHz an den Start schicken. Zudem erhöht sich der Front Side Bus des Vierkerners von 1066 auf nunmehr 1333 MHz.

Allerdings entspricht der TDP-Wert (Thermal Design Power) dann den Vorgänger-Modellen: So bleibt die maximale Verlustleistung der „extremen“ Quad-Cores bei 130 Watt und die normalen Core-2-Quad-Modelle genehmigen sich dann nach wie vor 95 Watt. Dies gilt auch für die neuen Penryn-Modelle aus der Baureihe Core 2 Duo und Extreme, die laut Intel maximal 65 respektive 75 Watt verbraten.

(PCWelt.de)