Samsung SSD 840 Evo

SSDs   |   Datum: 28.03.2014
Seite 1 2 3 4   Wertung

Samsung SSD 840 Evo im Test

Deutschlands beliebteste SSD

Die SSD 840 Evo ist laut Samsung die beliebteste SSD in Deutschland. Wie die ein Jahr alte SSD 840 Evo heute abschneidet, testen wir mit unseren erneuerten und auf Praxistauglichkeit optimierten SSD-Benchmarks.

Von Jan Purrucker, Nils Raettig |

Datum: 28.03.2014


Samsung SSD 840 Evo : Die bereits vor einem Jahr erschienene Samsung SSD 840 Evo ist laut Samsung die beliebteste, sprich meistverkaufte SSD in Deutschland. Grund genug, die Samsung SSD 840 Evo in der 250-GByte-Variante mit unserem generalüberholten SSD-Benchmarks erneut zu testen. Die bereits vor einem Jahr erschienene Samsung SSD 840 Evo ist laut Samsung die beliebteste, sprich meistverkaufte SSD in Deutschland. Grund genug, die Samsung SSD 840 Evo in der 250-GByte-Variante mit unserem generalüberholten SSD-Benchmarks erneut zu testen.

Der Wechsel von einer herkömmlichen Festplatte zu einer Solid State Disk beschleunigt das Arbeiten und Spielen auf PCs ungemein. Die steigenden Kapazitäten und sinkenden Preise tragen zusätzlich dazu bei, dass sich SSDs in immer mehr Rechnern finden. Das beliebteste SSD-Modell in Deutschland ist laut Samsung die hauseigene Samsung SSD 840 Evo . Bei der Samsung SSD 840 Evo handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Samsung SSD 840 Series mit günstigen TLC-Chips, die Ende 2012 vorgestellt wurde und nicht um einen Ersatz der nach wie vor aktuellen Samsung SSD 840 Pro mit teureren MLC-Chips.

Zum Thema » Samsung SSD 840 Pro im Test High-End-SSD im Benchmark » Crucial M500 im Test Schnelle 240-GByte-SSD für 90 Euro » Die besten SSDs für Spieler Kaufberatung SSDs Samsung SSD 840 Evo ab 67,39 € bei Amazon.de Samsung setzt bei der SSD 840 Evo auf NAND-Speicher, der in 19 Nanometer Strukturbreite gefertigt wird. Dabei arbeitet der Großteil der Speicherzellen im TLC-Modus. Die TLC-Bausteine speichern drei Bit Informationen pro Zelle. Im Vergleich mit Single-Level-Cells (SLC) sinken zwar die Schreib- und Leseraten, allerdings finden dreimal mehr Informationen auf dem Chip Platz, wodurch die Produktionskosten sinken. Eine Neuerung der Samsung SSD 840 Evo besteht in der Turbo-Write-Funktion, die den Geschwindigkeitsnachteil des TLC-Speichers ausgleichen soll. Das zu Grunde liegende Prinzip besteht darin, dass einige Gigabyte des gesamten Speichers lediglich ein Bit pro Zelle speichern, also im SLC-Modus arbeiten.

Bei den 120 und 250-GByte-Modellen liegt die Größe dieses SLC-Zwischenspeichers bei 3,0 GByte, bei der 500-GByte-Evo sind es 6,0 GByte und bei den beiden größten Modellen mit 750 GByte (im Test) und 1.000 GByte jeweils 9,0 GByte Cache. Sobald sich die Festplatte im Leerlauf befindet, überträgt die Samsung Evo die zuvor zwischen gespeicherten Daten in den TLC-Speicher. Durch die Turbo-Write-Funktion läuft die Speicherung von Daten deutlich schneller ab als bei der 840 Series, zumindest solange bis der Cache-Speicher voll beschrieben ist. Als Controller kommt bei der Samsung SSD 840 Evo eine Weiterentwicklung des herstellereigenen MDX-Controllers zum Einsatz. Im neuen MEX-Chip arbeitet zwar ebenfalls ein ARM-Cortex-R4-Prozessor, allerdings taktet der nun mit 400 statt 300 MHz. Außerdem vergrößert Samsung den DDR2-Cache-Speicher des Controllers. Der fasst beim 120-GByte-Modell 256 MByte, 512 MByte für die Modelle bis 750 GByte und 1,0 GByte bei den beiden größten Varianten. Die Preise beginnen zum Testzeitpunkt bei 110 Euro für 120 GByte, 185 Euro für 250 GByte, 360 Euro für 500 GByte, 460 Euro für 750 GByte und 610 Euro für 1.000 GByte.

Samsung SSD 840 Evo : Die Samsung SSD 840 Evo gibt es in unterschiedlichen Kapazitäten und drei verschiedenen Konfigurationen. Der günstigsten Basis-Version liegt neben der SSD selbst lediglich eine DVD mit einer Klon-Software bei.

Samsung SSD 840 Evo - Basic
Die Samsung SSD 840 Evo gibt es in unterschiedlichen Kapazitäten und drei verschiedenen Konfigurationen. Der günstigsten Basis-Version liegt neben der SSD selbst lediglich eine DVD mit einer Klon-Software bei.

Durch die Turbo-Write-Funktion verfügt die Samsung SSD 840 Evo über zwei Zwischenspeicher. Daten speichert die SSD sowohl im beschriebenen SLC-Cache als auch im DDR2-Speicher des Controllers zwischen. Diese beiden Stufen ergänzt Samsung per Software noch um eine weitere. Die überarbeitete SSD Magician Software 4.2 ermöglicht die Aktivierung des »RAPID«-Modus. Diese Funktion beschleunigt das Schreibtempo aller SSDs der 840-Baureihe und ermöglicht die Nutzung von Arbeitsspeicher als zusätzlichen Datenpuffer. Solange die Funktion aktiviert ist, speichert die SSD zu schreibende Daten erst im Arbeitsspeicher, dann im SLC-Cache und anschließend im Zwischenspeicher des Controllers. Bei unseren Tests hat der Rapid Mode allerdings nur dazu geführt, dass sich die theoretischen Datenraten im AS SSD-Benchmark verdoppelt haben, die Praxisleistung blieb identisch. In die Wertung fließt der Rapid Mode deshalb nicht mit ein.

Neben dem überarbeiteten Controller, der RAPID- und Turbo-Write-Technologie besitzt die Evo noch eine neue Technik. Die »Dynamic Thermal Guard« genannte Funktion drosselt bei Temperaturen über 70° Celsius die Performance der SSD, um so die sichere Speicherung der Daten zu gewährleisten. Für zusätzliche Datensicherheit sorgt, wie auch bei der Samsung SSD 840 Pro die automatische 256-Bit-Verschlüsselung.

Wie wir testen - Update: neues Testsystem

Für den erneuten Test der SSD 840 Evo setzen wir genau wie bei der Crucial M500 unser neues Testsystem ein, das die Praxisleistung von SSDs stärker gewichtet als zuvor. Diese Kategorie fließt nun mit 40 Punkten (statt wie zuvor mit 20 Punkten) in die Wertung mit ein. Die theoretischen Maximalwerte, die eine SSD in den synthetischen Benchmarks mit dem »AS SSD«-Tool erreicht, werden dafür mit 20 Punkten weniger gewertet (insgesamt 40 Punkte). Technik und Ausstattung haben nach wie vor ein Gewicht von jeweils zehn Punkten.

Da die Performance einer SSD in der Theorie eher sinkt, wenn sie größtenteils mit Daten gefüllt ist, testen wir die Kandidaten nun sowohl in fabrikneuem Zustand mit viel freiem Speicherplatz (außer der Windows-Installation samt Benchmarks) als auch fast voll. Weil es nach unseren Erfahrungen aber in der Praxis und auch bei der Crucial M500 kaum einen Unterschied zwischen beiden Fällen gibt, fließen nur die anspruchsvolleren Messungen mit gefüllter SSD in die Wertung ein.

Ein Teil unserer Praxis-Benchmarks ist die Messung der Kopierleistung einer SSD. Da diese stark davon abhängt, ob Sie viele kleine Dateien oder wenige große Dateien wie etwa Videos bewegen, führen wir zwei Tests durch: Zum einen kopieren wir einen Spielordner mit vielen kleinen und einigen großen Dateien, zum anderen eine einzelne, große Videodatei. Außerdem messen wir die Ladezeiten von Windows 8.1 (Zeit vom Drücken des Startknopfes bis zum Erscheinen der Metro-Oberfläche) und Battlefield 4 (Ladezeit der Singleplayer-Karte »Suez«) sowie die Installationsdauer von GIMP und Open Office.

Als synthetischer Benchmark dienen wie bisher die Messungen der sequenziellen Leistung einer SSD beim Lesen und Schreiben großer, zusammenhängender Dateien sowie der der Random-Performance (Lesen und Schreiben kleiner, unzusammenhängender Dateien) mittels des bewährten Benchmark-Tools »AS SSD«. Unsere exakten Testergebnisse finden Sie in den entsprechenden Benchmark-Diagrammen, sie sind jeweils ein Mittelwert aus drei Messungen. Um Ihnen einen Vergleich zwischen der Leistung der Crucial M500 und einer herkömmlichen Magnet-Festplatte zu ermöglichen, haben wir alle Tests zusätzlich mit einer HDD von Toshiba durchgeführt (1,0 TByte, SATA3, 7.200 U/Min).

Diesen Artikel:   Kommentieren (42) | Drucken | E-Mail
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
1 2 3 ... 5 weiter »
Avatar buuh
buuh
#1 | 29. Jul 2013, 13:05
Klingt doch gut, jedoch wird die Evo-Reihe die "Basic"-Reihe ersetzen, damit wird der Preisunterschied zwischen der Evo und der Pro Variante geringer ausfallen als das noch mit der Basic-Reihe und der pro war und der kauf der Pro Variante wird noch sinnvoller (zwar minimal langsamer, dafür aber haltbarer und 2 Jahre mehr Garantie). ;)
rate (3)  |  rate (7)
Avatar Progamer13332
Progamer13332
#2 | 29. Jul 2013, 13:29
lol der preis is 10x zu hoch...für 1tb zahl ich maximal 100euro
rate (5)  |  rate (68)
Avatar Kehool
Kehool
#3 | 29. Jul 2013, 13:35
Zitat von :
TLC-Speicher weniger langlebig als MLC-Varianten


ganz ehrlich, ich verstehe ja dass man bei einer platte welche alles richtig zu machen scheint krampfhaft nach irgendetwas suchen will das man kritisieren kann, aber das hier ist doch wirklich kein relevanter kritikpunkt

selbst mit den 1000 schreibzyklen der TLC NAND chips halten diese mit ziemlicher sicherheit immer noch länger als so manch anderes in der platte verbaute teil.. z.B. der controller
es sei denn natürlich ich schreibe die platte jeden tag einmal komplett voll

man sollte nicht suggerieren dass diese platte schlechter ist als eine MLC platte, nur weil sie TLC verwendet


bitteschön, ein sehr aufschlussreicher langzeittest welcher auch beweist dass dieses ganze gehabe um die schreibzyklen völlig irrelevant ist

http://us.hardware.info/reviews/4178/hardw areinfo-tests-lifespan-of-samsung-ssd-840-250g b-tlc-ssd-updated-with-final-conclusion
rate (23)  |  rate (3)
Avatar DerJonas
DerJonas
#4 | 29. Jul 2013, 13:45
Zitat von Progamer13332:
lol der preis is 10x zu hoch...für 1tb zahl ich maximal 100euro

Dein Name und der Kommentar sind in Kombination einfach unschlagbar !
rate (53)  |  rate (0)
Avatar Pu244
Pu244
#5 | 29. Jul 2013, 14:00
Zitat von Kehool:

ganz ehrlich, ich verstehe ja dass man bei einer platte welche alles richtig zu machen scheint krampfhaft nach irgendetwas suchen will das man kritisieren kann, aber das hier ist doch wirklich kein relevanter kritikpunkt

selbst mit den 1000 schreibzyklen der TLC NAND chips halten diese mit ziemlicher sicherheit immer noch länger als so manch anderes in der platte verbaute teil.. z.B. der controller
es sei denn natürlich ich schreibe die platte jeden tag einmal komplett voll

man sollte nicht suggerieren dass diese platte schlechter ist als eine MLC platte, nur weil sie TLC verwendet


bitteschön, ein sehr aufschlussreicher langzeittest welcher auch beweist dass dieses ganze gehabe um die schreibzyklen völlig irrelevant ist

http://us.hardware.info/reviews/4178/hardw areinfo-tests-lifespan-of-samsung-ssd-840-250g b-tlc-ssd-updated-with-final-conclusion[/QUOTE ]


Für den Normalverbraucher ist das sicher kein Problem, ich habe einen Monat gebraucht um meine S830 zu füllen und selbst 9 Monate später habe ich wohl keine 10 Zyklen voll. Dennoch sollte man darauf hiweisen das die Platte für Intensivnutzer die darauf Filme schneiden usw. nicht die ideale Wahl ist.

Die Schreibzyklen haben in der Vergangenheit nie Probleme bereitet, es ist immer der Controller ausgefallen oder die Firmware hat die Daten mit ins Grab genommen. In der Mehrzahl der Fälle ist es ein psychologisches Problem da man ein Produkt hat das eine begrenzte Haltbarkeit besitzt. Man könnte auch bei Produkten wie Fachbildschirmen (nicht LED), welche auch eine begrenzte Lebensdauer besitzen, eine Digitalanzeige einbauen welche die 10.000 Stunden Lebenserwatung runterzählt. Wenn man es bei allen Produkten so machen würde wäre man entweder binnen kürzester Zeit wahnsinnig oder würde nicht darauf achten, ich empfehle letzteres.
rate (12)  |  rate (0)
Avatar flown
flown
#6 | 29. Jul 2013, 14:02
Zitat von rob81:
Gut das es überhaupt produziert wurde, auch wenn es überteuert ist.
In 2 Jahren wird diese Technologie alt sein und der Preis wird geviertelt.


Bei welcher Technologie ist das denn nicht so? Das beste wäre, sich nie etwas zu kaufen, da es immer besser und günstiger wird und man noch warten sollte. Aber irgendwie ist diese Strategie auch nicht so ganz ideal...
rate (14)  |  rate (0)
Avatar Pootch
Pootch
#7 | 29. Jul 2013, 14:09
ist der mehrpreis zur 840 pro nicht wert..
rate (0)  |  rate (15)
Avatar Kehool
Kehool
#8 | 29. Jul 2013, 14:12
Zitat von Pootch:
ist der mehrpreis zur 840 pro nicht wert..


ist ja prima denn die evo sind günstiger als die pro
und zwar deutlich
rate (18)  |  rate (1)
Avatar scorpionking95
scorpionking95
#9 | 29. Jul 2013, 14:49
Meine HDD verliert gegen die im Test genutzten Barracuda HDD schon mit 60 mb/s gegen 110 mb/s. o.O
Ich brauch unbedingt ne SSD.
Das laden von Windows 7 mit ca. 1min 30sek und z.B. Bf3 mit 1min. 20sek.
Geht mir auf die nerven.
rate (9)  |  rate (4)
Avatar ferrari2k
ferrari2k
#10 | 29. Jul 2013, 15:07
Wieso wird so eine Platte eigentlich mit den SSDs mit 256GB Kapazität getestet und nicht mit denen, die 500 / 512 GB haben?
Ich will mir nämlich so eine holen (512er 840 Pro von Samsung), weiß aber nicht einzuschätzen, wie die SSD gegenüber dieser abschneidet.
rate (0)  |  rate (1)
1 2 3 ... 5 weiter »

PROMOTION
 
top Top
Werde Fan von GameStar auf FacebookFacebook Aboniere den YouTube-Kanal von GamestarYouTube Besuche Gamestar auf Google+Google+ GameStar auf Twitter folgenTwitter Alle RSS-Feeds von GameStar.deRSS-Feeds Jetzt GameStar-Newsletter bestellenNewsletter
© IDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten