Microsoft Surface Pro

Tablets   |   Datum: 21.06.2013
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Microsoft Surface Pro im Test

Ultrabook-Tablet mit Windows 8 und Core i5

Mit dem Surface RT und dem Surface Pro verkauft Microsoft zwei ähnliche Tablets, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Mit einem Core-i5-Prozessor und Windows 8 Pro ist das Microsoft Surface Pro im Test eher ein Ultrabook als ein herkömmliches Tablet.

Von Dennis Ziesecke |

Datum: 21.06.2013


Microsoft Surface Pro : Das Microsoft Surface Pro vereint PC-Technik und konventionelle Windows-Software mit der Tablet-Welt. Das Microsoft Surface Pro vereint PC-Technik und konventionelle Windows-Software mit der Tablet-Welt.

Seit dem Erscheinen des ersten iPads und der darauf folgenden Schwemme verschiedener Android-Geräte gelten Tablets als mobile Unterhaltungszentrale, als Couch-Computer für den gemütlichen Teil des Tages - aber ohne die Möglichkeit, herkömmliche Windows-Software oder gar -Spiele zu nutzen. Die schon früher angebotenen Windows-Tablets hingegen sahen die Hersteller eher als Arbeitstiere für den Business-Einsatz, nicht als teures Spielzeug für den Feierabend, waren aber wegen Windows 7 überhaupt nicht auf die Fingerbedienung ausgelegt und oft viel zu schwer. Mit dem Microsoft Surface Pro versucht Microsoft nun beide Welten zusammen zu bringen.

Zum Thema » Microsoft Surface RT im Test High-End-Tablet mit Windows » Amazon Kindle Fire HD im Test Ruckliges Konsum-Tablet auf Android-Basis » Apple iPad Mini im Test Alles andere als Mini Dank eines im Vergleich zu anderen Tablet-Prozessoren deutlich schnelleren Intel Core i5 kann Microsoft ein richtiges Windows 8 anstelle der kleineren Version Windows 8 RT nutzen. Dem Tablet eröffnet sich damit die große Welt der Windows-Anwendungen. Damit hat das Surface Pro den meisten Tablet-Konkurrenten vor allem im Arbeitseinsatz einiges voraus, existieren sowohl für Android als auch für iOS doch nur wenige, wirklich sinnvoll nutzbare Büroprogramme.

Theoretisch ist das Surface Pro auch in der Lage, bekannte Windows-Spiele abspielen zu können, allerdings nur über die im Prozessor integrierte Intel-Grafik. Intels HD 4000 ist zwar potenter als ältere Intel-GPUs, für spielerische Höchstleistungen reicht es aber nicht. Wir testen trotzdem, wie sich die Steam-, Origin- und uPlay-Spielebibliothek auf dem Surface Pro schlägt. Wenn zur abendlichen Bespaßung auch die als Windows-Apps angebotenen Spiele reichen, würde selbst ein Microsoft Surface RT ausreichen.

Spannend wird das Surface Pro immer dann, wenn tatsächlich Desktop-Anwendungen genutzt werden sollen. Im Gegensatz zum preiswerteren RT-Modell bietet das Surface Pro einen Core-i5-Dual-Core, 4,0 GByte RAM und ein Full-HD-Display – die technischen Daten versprechen das perfekte Tablet. für leistungshungrige Spieler. Das Microsoft Surface Pro gehört mit einem Preis von 879 Euro für die 64-GB-Version beziehungsweise 978 Euro für das Modell mit 128 GByte aber fast schon zu den Notebooks denn zu den Tablets. Wir danken vorab notebooksbilliger.de für die Bereitstellung des Testgeräts.

Microsoft Surface Pro : Microsoft kombiniert das Surface Pro mit einem Wacom-Digitizer für die Stifteingabe mit 1.024 Druckstufen. Microsoft kombiniert das Surface Pro mit einem Wacom-Digitizer für die Stifteingabe mit 1.024 Druckstufen.

Display und Stylus

Beim Bildschirm des Surface Pro hat Microsoft nicht gespart. Das mit 10,6 Zoll recht ungewöhnlich bemessene Display löst mit 1.920x1.080 Bildpunkten und einer Pixeldichte von 207 dpi sehr hoch auf. Die Bildqualität ist im Test auch aus ungewöhnlichen Blickwinkeln überzeugend. Zwar spiegelt die Bildschirmoberfläche und offenbar nach kurzer Nutzung jeden einzelnen Fingerabdruck, dennoch lässt sich das Display auch in der Sonne noch gut ablesen. Einzig die Fingerabdrücke sollten bei einem Außeneinsatz auf der Terrasse regelmäßig entfernt werden, da sie sonst die freie Sicht auf die Bildschirminhalte behindern.

Der Bildschirm des Surface Pro arbeitet kapazitiv und beherrscht Multitouch, auch Gesten mit mehreren Fingern werden problemlos und zuverlässig erkannt. Highlight für Bildschirmarbeiter ist jedoch der beiliegende Stift. Der ist druck-, aber nicht neigungsempfindlich und sorgt für eine vorbildliche Notizfunktion sowie die Möglichkeit, das Tablet auch für grafische Anwendungen zu nutzen. Die Empfindlichkeit des Stiftes könnte für die Bildbearbeitung jedoch noch etwas besser sein, obwohl die Digitizer-Technologie von Wacom verwendet wird.

Microsoft Surface Pro : Die Hardware des Surface Pro verspricht viel Leistung - nur der Akku ist zu schmal dimensioniert. Die Hardware des Surface Pro verspricht viel Leistung - nur der Akku ist zu schmal dimensioniert. In Verbindung mit Microsofts vorbildlicher Handschriftenerkennung jedoch spielt das Surface Pro mit dem Stylus in der Oberliga der Business-Tablets. Ist die virtuelle Tastatur erst auf die Stiftbedienung umgestellt, funktioniert die Handschriftenerkennung auch bei sehr krakeligen Schriften problemlos. Ein Druck auf den Eingabeknopf des Stylus übernimmt den geschriebenen Text sofort ins - nicht beiliegende - Office.

Hardware

Ein Blick auf die verbaute Hardware offenbart die Ultrabook-Verwandtschaft des Surface Pro. Microsoft setzt auf Intels Ultra-Low-Voltage-Version der Ivy-Bridge-Generation von 2012. Der Core i5-3317U verfügt über zwei Rechenkerne und taktet mit 1,7 Gigahertz, per Turbofunktion steigert die CPU ihren Takt auf bis zu 2,6 Gigahertz bei Nutzung von nur einem Kern. Durch Hyperthreading kann die in 22 nm Strukturbreite produzierte CPU vier Threads gleichzeitig verarbeiten. Die TDP gibt Intel mit 17 Watt an - für eine Tablet-CPU ein extrem hoher Wert, ARM-Prozessoren nehmen unter Last nur selten mehr als 3 bis 4 Watt auf. Entsprechend knifflig ist die Kühlung des Prozessors: Im Gegensatz zu den meisten anderen Tablets hat das Surface Pro einen Lüfter.

Für die Grafik ist die in die CPU integrierte HD 4000 von Intel verantwortlich. Die verfügt über 16 Ausführungseinheiten und taktet mit 350 bis 1.050 MHz (je nach Auslastung). Für Spiele ist das Surface Pro mit dieser eher gemächlichen GPU nur bedingt geeignet, zumindest in 1.920x1.080 Bildpunkten. Wann und ob Microsoft ein Surface mit Haswell-Prozessor und entsprechend schnellerer Grafik vorstellt, bleibt abzuwarten. Der CPU zur Seite stehen 4,0 Gigabyte DDR3-RAM, der Festspeicher ist je nach Modell 64 oder 128 Gigabyte groß. Das vorinstallierte Windows 8 genehmigt sich davon allerdings auch ein deutlich größeres Stück als beispielsweise Android: Von den 128 Gigabyte unseres Modells waren direkt nach dem ersten Start nur noch 89 Gigabyte verfügbar. Erweitert werden kann der Speicher per MicroSD-Speicherkarte um bis zu 128 Gigabyte.

Xbox Live
Mit Windows 8 führt Microsoft Games for Windows Live, den alten Spiele-Explorer und Xbox Live zusammen – auch auf dem PC gibt es nun nur noch Xbox Live. Hoffentlich geht damit eine bessere Pflege des Windows-Programms als bisher einher.
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Avatar lionxx
lionxx
#1 | 21. Jun 2013, 15:43
Puuh, gerade die doch sehr geringe Akkulaufzeit wäre für mich ein No-Go, ebenfalls würde mich die starke Hitzeentwicklung stören...ansonsten klingt die Pro-Version aber doch ziemlich reizvoll, da finde ich den Preis gar nicht mal überzogen. Schließlich erhält man ein vollwertiges Notebook und gleichzeitig ein Tablet...aber so ein schwacher Akku ist leider ein Totschlag-Kriterium wie ich finde...
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Avatar beercules
beercules
#2 | 21. Jun 2013, 17:42
Ich habe mir jetzt eins mit type Cover für genau 1000€ geholt und es ist wirklich der Wahnsinn. Für die uni ist das ding Gold wert. Mit pdf annotator und dem Stylus kann man super Vorlesungsfolien und tutoriumsblätter vollschreiben. Kein vergleich zu den kapazitiven stiften. Für den Akku habe ich mir selber einen externen gebastelt. Allein für den spaß wäre mir das aber zu teuer. In der klasse ist das surface pro aber absolut ungeschlagen. Andere vergleichbare Geräte gibt's erst ab 1200€+
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Jorba
#3 | 23. Jun 2013, 09:13
Zitat von beercules:
[...]Mit pdf annotator und dem Stylus kann man super Vorlesungsfolien und tutoriumsblätter vollschreiben.[...]


Probiere mal OneNote. Das ist für die meisten Unis kostenlos und für Vorlesungsnotizen gibt es nichts besseres:
- Es gibt eine Suchfunktion, die sowohl das Script, als auch deine handgeschriebenen Notizen durchsucht.
- Du kannst Notizen und Seiten "taggen". Und dir dann am Ende des Semesters aus deinen getaggten Notizen eine Zusammenfassung erstellen lassen.
- Es ist kinderleicht mit anderen Leuten an einer Seite zusammen zu arbeiten. Ob mit Stift oder nur mit Tastatur und Maus.
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Theedee
#4 | 23. Jun 2013, 09:35
Zitat von lionxx:
Puuh, gerade die doch sehr geringe Akkulaufzeit wäre für mich ein No-Go, ebenfalls würde mich die starke Hitzeentwicklung stören...ansonsten klingt die Pro-Version aber doch ziemlich reizvoll, da finde ich den Preis gar nicht mal überzogen. Schließlich erhält man ein vollwertiges Notebook und gleichzeitig ein Tablet...aber so ein schwacher Akku ist leider ein Totschlag-Kriterium wie ich finde...


Naja, schwacher Akku ist relativ. Es gibt zur Zeit leider nix besseres an Akkus was man in das Teil einbauen könnte, zumindest nicht bei der Energiedichte. Und ein viel größerer/schwererer Akku würde das Gerät unhandlich machen.
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McCoother
#5 | 23. Jun 2013, 09:40
Zitat von lionxx:
Puuh, gerade die doch sehr geringe Akkulaufzeit wäre für mich ein No-Go, ebenfalls würde mich die starke Hitzeentwicklung stören...ansonsten klingt die Pro-Version aber doch ziemlich reizvoll, da finde ich den Preis gar nicht mal überzogen. Schließlich erhält man ein vollwertiges Notebook und gleichzeitig ein Tablet...aber so ein schwacher Akku ist leider ein Totschlag-Kriterium wie ich finde...


Wenn man sich das neue MacBook Air mit 12h akkulaufzeit anschaut, dann ist das wirklich schwach.. Und die Ultrabooks von Samsung packen auch deutlich mehr Laufzeit als das Surface pro..
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Theedee
#6 | 23. Jun 2013, 09:48
Zitat von McCoother:


Wenn man sich das neue MacBook Air mit 12h akkulaufzeit anschaut, dann ist das wirklich schwach.. Und die Ultrabooks von Samsung packen auch deutlich mehr Laufzeit als das Surface pro..


Das Macbook Air hat die doppelte Oberfläche -> Doppelt so schnelle Wärmeabgabe. Außerdem hat es doppelt soviel Volumen-> viel größerer Akku.
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Avatar f4lke
f4lke
#7 | 23. Jun 2013, 11:09
Offtopic-Frage an Herr Ziesecke: Ist das Foto mit dem Flugzeug selber gemacht? Falls ja, wo steht es denn? Und ist das wirklich einfach so frei zugänglich? :)
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Avatar Yodarkus
Yodarkus
#8 | 23. Jun 2013, 11:18
Sicherlich ein interessantes Gerät, aber die Akkulaufzeit ist leider noch zu kurz. Ist vom Surface Pro eigentlich in nächster Zeit ein Nachfolger geplant? Da ist Kombination mit den neuen Hasswells doch bestimmt noch Steigerungspotential vorhanden.

Zitat von Theedee:


Das Macbook Air hat die doppelte Oberfläche -> Doppelt so schnelle Wärmeabgabe. Außerdem hat es doppelt soviel Volumen-> viel größerer Akku.


Wenn man das Surface Pro mit dem 11 Zoll MacBook Air vergleicht tut sich vom Volumen glaube ich nicht so viel. Das Air ist an der dicksten Stelle dicker als das Surface, wird aber ja nach unten hin deutlich dünner. Der Akku ist mit 42Wh zu 38Wh beim Surface sogar größer, trotzdem schafft das Air etwa 9 Stunden. Gegenüber dem 13" Air ist der Unterschied noch größer, das hat aber auch einen deutlich größeren Akku mit 54Wh. Bei den MacBooks sollte aber auch beachtet werden, dass dort ja schon die Haswell CPUs drin sind, die haben sicherlich auch einen positiven Einfluss auf die Akkulaufzeit.
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roteweste
#9 | 23. Jun 2013, 11:38
Ein weitere Kritikpunkt ist für mich das spiegelnde Display. Ich frage mich bis heute wer sowas kauft, denn die wenigsten bedienen ihre Geräte in dunkler Umgebung.
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ltMorpheus
#10 | 23. Jun 2013, 12:22
Zitat von roteweste:
Ein weitere Kritikpunkt ist für mich das spiegelnde Display. Ich frage mich bis heute wer sowas kauft, denn die wenigsten bedienen ihre Geräte in dunkler Umgebung.


Matte Displays sind für Touch ungeeignet. Sie sind schwerer zu säubern, haben höhere Reibungswerte und damit schlecht für Stylus, nicht kratzresistent. Für den Finger auch eher unangenehm.
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