Samsung TabPro 12.2 : Mit einer Display-Diagonale von 12,2 Zoll hat das Samsung Galaxy TabPro 12.2 enorm viel Bildschirmplatz, allerdings wird es auch unhandlicher. Mit einer Display-Diagonale von 12,2 Zoll hat das Samsung Galaxy TabPro 12.2 enorm viel Bildschirmplatz, allerdings wird es auch unhandlicher.

Nachdem der Trend zu immer kleineren Tablets erst einmal gebrochen ist (immerhin nähern sich von unten bereits große Smartphones), kommt laut Samsung nun die Zeit für große Tablets – und damit ist wirklich groß gemeint. Das Display des Samsung Galaxy TabPro 12.2 (und auch das des ähnlich ausgestatteten NotePro) im Test misst satte 12,2 Zoll (30,99 Zentimeter) in der Diagonale. Dabei hat Samsung weder an der Auflösung des Bildschirmes gespart noch an der Hardware. So arbeiten in unserem WiFi-Modell des Galaxy TabPro 12.2 satte acht ARM-Rechenkerne, allerdings nur im besten Fall gleichzeitig. Die in Deutschland ebenfalls erhältliche LTE-Variante der 12,2-Zoll-Tablets setzt hingegen auf Qualcomms Rennpferd Snapdragon 800 mit nur vier Kernen.

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Neben der Rechenleistung des Achtkern-Prozessors (Samsung nutzt in seiner Exynos-Eigenentwicklung vier A15-Kerne und vier stromsparende A7-Kerne) interessiert uns auch die Akkulaufzeit. Immerhin schluckt das Display erfahrungsgemäß die größte Menge Energie, während sich die restlichen Komponenten in der Regel deutlich stärker zurückhalten.

Samsung TabPro 12.2 : Die Nachrichten-App macht optisch einiges her, bringt das TabPro 12.2 trotz Achtkern-CPU aber zum Ruckeln, obwohl eigentlich mehr als genug Rechenleistung vorhanden ist. Die Nachrichten-App macht optisch einiges her, bringt das TabPro 12.2 trotz Achtkern-CPU aber zum Ruckeln, obwohl eigentlich mehr als genug Rechenleistung vorhanden ist.

Display

Herausragendes Merkmal des TabPro 12.2 ist das namengebende Display. Dessen Diagonale hebt sich mit 12,2 Zoll von gängigen Größen wie 10,1 Zoll ab (etwa beim Samsung Galaxy Note 10.1 ), was für mehr Anzeigefläche sorgt. Die Auflösung liegt bei 2560 x 1600 Bildpunkten (WQXGA), hier hat Samsung also ebenfalls nicht gegeizt. Zum Einsatz kommt jedoch nicht die von Samsung bekannte AMOLED-Technik, sondern ein herkömmliches IPS-Display, welches aber eine gute Bildqualität besitzt. Im Gegensatz zu einem AMOLED fällt beim »SuperClear TFT LCD« des TabPro 12.2 allerdings die Schwarzwiedergabe etwas schwächer aus, so dass dunkle Bildschirminhalte nie komplett schwarz, sondern eher leicht grau erscheinen.

Dennoch überzeugen sowohl die Farbwiedergabe als auch der hohe Kontrast des lichtstarken Bildschirms. Wie bei fast allen Tablets üblich, spiegelt das Display zwar recht stark, in hellen Umgebungen gleicht die kräftige Hintergrundbeleuchtung dieses Manko aber recht gut aus. Das TabPro ist damit auch für den Einsatz unter der Sonne geeignet.

Samsung TabPro 12.2 : Auch bei Sonnenschein lässt sich das Display des Samsung Galaxy TabPro 12.2 gut ablesen. Auch bei Sonnenschein lässt sich das Display des Samsung Galaxy TabPro 12.2 gut ablesen.

Aufgrund der großen Display-Diagonale fällt die Pixeldichte mit 247 dpi trotz der hohen Auflösung niedriger aus als beispielsweise beim Google Nexus 10 (10 Zoll, 300 dpi) mit der gleichen Auflösung. Einzelne Bildpunkte lassen sich allerdings bei beiden Tablets nur mit sehr viel Mühe ausmachen.

In den Einstellungen des TabPro 12.2 finden sich die von verschiedenen anderen Galaxy-Geräten bekannten Farbmodi. Hier können Sie zwischen »Dynamisch«, »Video« und »Standard« wählen. Bei der dynamischen Farbgebung wirkt das Display aber etwas übertrieben quietschbunt, »Video« hingegen zeigt die blassesten, aber auch die natürlichsten Farben.

Hardware

Während die LTE-Version des TabPro 12.2 über den bereits gut bekannten Snapdragon 800 von Qualcomm verfügt, nutzt Samsung in der WiFi-Variante einen Prozessor aus eigener Fertigung. Der Exynos 5420 Octa verfügt über insgesamt acht Rechenkerne. Zusammen arbeiten die Kerne allerdings nur unter voller Systemlast, bei den meisten alltäglichen Anwendungen übernehmen entweder die vier leistungsstärkeren A15-Kerne oder die vier stromsparenden A7-Kerne die Arbeit.

Samsung TabPro 12.2 : Zum Testzeitpunkt nutzt das Samsung TabPro 12.2 die relativ aktuelle Android-Version 4.4.2. Zum Testzeitpunkt nutzt das Samsung TabPro 12.2 die relativ aktuelle Android-Version 4.4.2. Die schnelleren A15-Recheneinheiten taktet Samsung mit 1,9 Gigahertz. Die A7-Kerne arbeiten mit 1,3 Gigahertz und übernehmen immer dann, wenn nicht viel Leistung benötigt wird. Zum Vergleich: Im preiswerten Asus Memo Pad HD 7 arbeiten eben diese A7-Recheneinheiten ohne die Unterstützung weiterer Kerne und sorgen dort für ein zumindest größtenteils ruckelfreies Tablet-Erlebnis.

Für die Grafik zeigt sich der Grafikchip Mali T628 verantwortlich. Auch dieser ist noch eher selten in Tablets anzufinden, bis jetzt verbaut ihn fast ausschließlich Samsung. Die Leistung der sechs mit 600 Megahertz recht hoch getakteten Grafikkerne liegt etwas unter der des Adreno 330 aus dem Snapdragon 800 oder dem PowerVR G6430 aus dem Apple A7.

Weiterhin nutzt Samsung großzügige 3,0 Gigabyte Arbeitsspeicher, was sich in flotten Programmstarts bemerkbar macht. Der interne Flash-Speicher fasst 32 Gigabyte, wovon allerdings aufgrund zahlreicher Samsung-Apps nur etwa 23 Gigabyte zur Verfügung stehen. Praktisch: Der Speicher lässt sich per Micro-SD-Speicherkarten um bis zu 64 Gigabyte erweitern und Samsung unterstützt sogar App2SD, um Apps auf die Speicherkarte zu verschieben.

Samsung TabPro 12.2 : Das TabPro 12.2 lässt sich aufgrund der Display-Größe liegend besser nutzen als in der Hand. Das TabPro 12.2 lässt sich aufgrund der Display-Größe liegend besser nutzen als in der Hand.