Samsung Galaxy TabPro 12.2

Tablets   |   Datum: 04.06.2014
Seite 1 2 3 4   Wertung

Samsung TabPro 12.2 im Test

Riesen-Display und Achtkern-CPU

12,2 Zoll großes Display, hohe Auflösung und ungewöhnlicher Achtkernprozessor – mit dem Galaxy TabPro 12.2 besetzt Samsung die selbst definierte Nische für Großbild-Tablets.

Von Dennis Ziesecke |

Datum: 04.06.2014


Samsung TabPro 12.2 : Mit einer Display-Diagonale von 12,2 Zoll hat das Samsung Galaxy TabPro 12.2 enorm viel Bildschirmplatz, allerdings wird es auch unhandlicher. Mit einer Display-Diagonale von 12,2 Zoll hat das Samsung Galaxy TabPro 12.2 enorm viel Bildschirmplatz, allerdings wird es auch unhandlicher.

Nachdem der Trend zu immer kleineren Tablets erst einmal gebrochen ist (immerhin nähern sich von unten bereits große Smartphones), kommt laut Samsung nun die Zeit für große Tablets – und damit ist wirklich groß gemeint. Das Display des Samsung Galaxy TabPro 12.2 (und auch das des ähnlich ausgestatteten NotePro) im Test misst satte 12,2 Zoll (30,99 Zentimeter) in der Diagonale. Dabei hat Samsung weder an der Auflösung des Bildschirmes gespart noch an der Hardware. So arbeiten in unserem WiFi-Modell des Galaxy TabPro 12.2 satte acht ARM-Rechenkerne, allerdings nur im besten Fall gleichzeitig. Die in Deutschland ebenfalls erhältliche LTE-Variante der 12,2-Zoll-Tablets setzt hingegen auf Qualcomms Rennpferd Snapdragon 800 mit nur vier Kernen.

Zum Thema » Samsung Galaxy S5 im Test Wasserfester High-End-Android » Samsung Galaxy Note 10.1 (2014) im Test Android-Referenz mit Stifteingabe » Samsung Galaxy Tab 3 10.1 im Test Kompaktes 10-Zoll-Tablet Samsung Galaxy TabPro 12.2 ab 508,29 € bei Amazon.de Das große Display des ab 560 Euro zu erstehenden Galaxy TabPro 12.2 lässt es bereits vermuten: Ein handliches Tablet liefert Samsung nicht ab. Dafür steht genug Bildschirmfläche und auch Rechenleistung bereit, um Samsungs hauseigene Multitasking-Funktionen sinnvoll nutzen zu können. In Verbindung mit einer Tastatur mutiert das TabPro 12.2 daher fast zum Netbook - wäre denn die Auswahl an sinnvoll nutzbarer Bürosoftware unter Android etwas größer. Eine Tastatur oder auch nur ein entsprechendes Dock legt Samsung dem Tablet nicht bei, einzig das teurere Note 12.2 (ab 600 Euro) wartet wenigstens mit einem Eingabestift auf.

Neben der Rechenleistung des Achtkern-Prozessors (Samsung nutzt in seiner Exynos-Eigenentwicklung vier A15-Kerne und vier stromsparende A7-Kerne) interessiert uns auch die Akkulaufzeit. Immerhin schluckt das Display erfahrungsgemäß die größte Menge Energie, während sich die restlichen Komponenten in der Regel deutlich stärker zurückhalten.

Samsung TabPro 12.2 : Die Nachrichten-App macht optisch einiges her, bringt das TabPro 12.2 trotz Achtkern-CPU aber zum Ruckeln, obwohl eigentlich mehr als genug Rechenleistung vorhanden ist. Die Nachrichten-App macht optisch einiges her, bringt das TabPro 12.2 trotz Achtkern-CPU aber zum Ruckeln, obwohl eigentlich mehr als genug Rechenleistung vorhanden ist.

Display

Herausragendes Merkmal des TabPro 12.2 ist das namengebende Display. Dessen Diagonale hebt sich mit 12,2 Zoll von gängigen Größen wie 10,1 Zoll ab (etwa beim Samsung Galaxy Note 10.1 ), was für mehr Anzeigefläche sorgt. Die Auflösung liegt bei 2560 x 1600 Bildpunkten (WQXGA), hier hat Samsung also ebenfalls nicht gegeizt. Zum Einsatz kommt jedoch nicht die von Samsung bekannte AMOLED-Technik, sondern ein herkömmliches IPS-Display, welches aber eine gute Bildqualität besitzt. Im Gegensatz zu einem AMOLED fällt beim »SuperClear TFT LCD« des TabPro 12.2 allerdings die Schwarzwiedergabe etwas schwächer aus, so dass dunkle Bildschirminhalte nie komplett schwarz, sondern eher leicht grau erscheinen.

Dennoch überzeugen sowohl die Farbwiedergabe als auch der hohe Kontrast des lichtstarken Bildschirms. Wie bei fast allen Tablets üblich, spiegelt das Display zwar recht stark, in hellen Umgebungen gleicht die kräftige Hintergrundbeleuchtung dieses Manko aber recht gut aus. Das TabPro ist damit auch für den Einsatz unter der Sonne geeignet.

Samsung TabPro 12.2 : Auch bei Sonnenschein lässt sich das Display des Samsung Galaxy TabPro 12.2 gut ablesen. Auch bei Sonnenschein lässt sich das Display des Samsung Galaxy TabPro 12.2 gut ablesen.

Aufgrund der großen Display-Diagonale fällt die Pixeldichte mit 247 dpi trotz der hohen Auflösung niedriger aus als beispielsweise beim Google Nexus 10 (10 Zoll, 300 dpi) mit der gleichen Auflösung. Einzelne Bildpunkte lassen sich allerdings bei beiden Tablets nur mit sehr viel Mühe ausmachen.

In den Einstellungen des TabPro 12.2 finden sich die von verschiedenen anderen Galaxy-Geräten bekannten Farbmodi. Hier können Sie zwischen »Dynamisch«, »Video« und »Standard« wählen. Bei der dynamischen Farbgebung wirkt das Display aber etwas übertrieben quietschbunt, »Video« hingegen zeigt die blassesten, aber auch die natürlichsten Farben.

Hardware

Während die LTE-Version des TabPro 12.2 über den bereits gut bekannten Snapdragon 800 von Qualcomm verfügt, nutzt Samsung in der WiFi-Variante einen Prozessor aus eigener Fertigung. Der Exynos 5420 Octa verfügt über insgesamt acht Rechenkerne. Zusammen arbeiten die Kerne allerdings nur unter voller Systemlast, bei den meisten alltäglichen Anwendungen übernehmen entweder die vier leistungsstärkeren A15-Kerne oder die vier stromsparenden A7-Kerne die Arbeit.

Samsung TabPro 12.2 : Zum Testzeitpunkt nutzt das Samsung TabPro 12.2 die relativ aktuelle Android-Version 4.4.2. Zum Testzeitpunkt nutzt das Samsung TabPro 12.2 die relativ aktuelle Android-Version 4.4.2. Die schnelleren A15-Recheneinheiten taktet Samsung mit 1,9 Gigahertz. Die A7-Kerne arbeiten mit 1,3 Gigahertz und übernehmen immer dann, wenn nicht viel Leistung benötigt wird. Zum Vergleich: Im preiswerten Asus Memo Pad HD 7 arbeiten eben diese A7-Recheneinheiten ohne die Unterstützung weiterer Kerne und sorgen dort für ein zumindest größtenteils ruckelfreies Tablet-Erlebnis.

Für die Grafik zeigt sich der Grafikchip Mali T628 verantwortlich. Auch dieser ist noch eher selten in Tablets anzufinden, bis jetzt verbaut ihn fast ausschließlich Samsung. Die Leistung der sechs mit 600 Megahertz recht hoch getakteten Grafikkerne liegt etwas unter der des Adreno 330 aus dem Snapdragon 800 oder dem PowerVR G6430 aus dem Apple A7.

Weiterhin nutzt Samsung großzügige 3,0 Gigabyte Arbeitsspeicher, was sich in flotten Programmstarts bemerkbar macht. Der interne Flash-Speicher fasst 32 Gigabyte, wovon allerdings aufgrund zahlreicher Samsung-Apps nur etwa 23 Gigabyte zur Verfügung stehen. Praktisch: Der Speicher lässt sich per Micro-SD-Speicherkarten um bis zu 64 Gigabyte erweitern und Samsung unterstützt sogar App2SD, um Apps auf die Speicherkarte zu verschieben.

Samsung TabPro 12.2 : Das TabPro 12.2 lässt sich aufgrund der Display-Größe liegend besser nutzen als in der Hand. Das TabPro 12.2 lässt sich aufgrund der Display-Größe liegend besser nutzen als in der Hand.

Diesen Artikel:   Kommentieren (21) | Drucken | E-Mail
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
Avatar Greaea
Greaea
#1 | 04. Jun 2014, 18:43
Ok samsung Galaxy reihen kann telefonieren, Samsungs Note reihe kann telefonieren, warum kann ich mit dem Samsung Galaxy TabPro nicht telefonieren.
Was soll den der schwachsinn, und bitte jetzt nicht das ist kein Telefon.
Die funktion einzubauen macht keinen aufwand. Und das Note kann man auch als mini tablet bezeichnen.
rate (4)  |  rate (9)
Avatar Seinfeldfreak
Seinfeldfreak
#2 | 04. Jun 2014, 19:08
Hab die 10.1 Variante (Wifi) und bin mehr als zufrieden. Sehr schnell, keine Ruckler, HD-Videos lassen sich ohne Probleme abspielen und surfen und schreiben geht auch leicht von der Hand.
Eine Telefonfunktion ist in einem Tablet dieser Größe nun wirklich nicht sinnvoll. Man kommuniziert mit einem Tablet über das Internet, zum Telefonieren hat man in der Regel ein normales Handy/Smartphone, da ein Tablet kein Handyersatz für unterwegs ist.
rate (1)  |  rate (0)
Avatar blade768
blade768
#3 | 04. Jun 2014, 19:09
Aus meiner Sicht zu groß.Ich hab mein Tablet um damit ab und an mal was zu google, ab und an mal unterwegs ein Filmchen zu gucken oder für die Uni zu lernen.Das da ist viel zu groß, fast schon ein kleiner schlaptop.Wenns dafür einen Markt gibt sehe ich ihn nicht.....

"Eine Telefonfunktion ist in einem Tablet dieser Größe nun wirklich nicht sinnvoll."

Why?
rate (1)  |  rate (6)
Avatar andiroch
andiroch
#4 | 04. Jun 2014, 19:14
Ähm.
12 Zoll ist kein Riesendisplay?!
rate (5)  |  rate (0)
Avatar zereberu
zereberu
#5 | 04. Jun 2014, 19:15
@Greaea:
Keine Ahnung was du meinst, ich habe das Note LTE-12.2 und kann problemlos damit telefonieren.

@Topic
Ich habe das Galaxy12.2 für meine Fotoshootings und das Studium immer dabei.
Da meine DSLR über Wlan verfügt kann ich das Galaxy sehr schön zur kontrolle oder VOrzeigen benutzen.
Es ist sehr gut dazu geeignet große Bücher als PDF mit sich zu schleppen. Ich habe vor diesem Tablet immer mindestens ein 900-Seiten Buch mit mir rumgeschleppt und in der Bahn gelesen, jetzt kann ich das im Vergleich zu dem Buch leichte Tablet nutzen um gleichzeitig das Buch zu lesen und mir Notizen direkt in der PDF oder in SNote zu machen.
Zuhause nutze ich es als PCErsatz, durch Miracast und ein USB-Switch habe ich meine Peripherie am Rechner und Note angeschlossen.
Mein Tower lauft nur noch zum Spielen oder für Bildbearbeitung.
Bin begeistert. Wenn es noch Lightroom für das Note geben würde...
rate (1)  |  rate (0)
Avatar Lars-G90
Lars-G90
#6 | 04. Jun 2014, 19:17
"Die Nachrichten-App macht optisch einiges her, bringt das TabPro 12.2 trotz Achtkern-CPU aber zum Ruckeln"

Samsung eben. Darum würde ich mir von denen nix kaufen, die haben unglaublich verhunzte Software. Und zu dem Preis kriegt man bereits richtig gute Windows-Tablets, die mehr können und weniger ruckeln. Und sogar Updates kriegen!
rate (6)  |  rate (4)
Avatar Rasenmähermann
Rasenmähermann
#7 | 04. Jun 2014, 19:24
Zitat von Greaea:
Ok samsung Galaxy reihen kann telefonieren, Samsungs Note reihe kann telefonieren, warum kann ich mit dem Samsung Galaxy TabPro nicht telefonieren.
Was soll den der schwachsinn, und bitte jetzt nicht das ist kein Telefon.
Die funktion einzubauen macht keinen aufwand. Und das Note kann man auch als mini tablet bezeichnen.


Vermutlich lässt man die Funktion extra weg zugunsten der Akkuleistung. Stetiger Empfang zieht unheimlich am Akku; und der 0815 Nutzer kümmert sich nunmal nicht um Energieeinstellungen (z.B. WLan/GPS aus wenn mans nicht braucht).
Die Leute wären sicherlich enttäuscht wenn ihr Gerät ständig trotz geringer Nutzung geladen werden muss und die Konkurenzprodukte im Standby wochenlang halten.
Natürlich gibt es auch Leute (wie eben dich) die Genau so ein Produkt möchten, dieses fällt aber nunmal nicht darunter.
rate (0)  |  rate (1)
Avatar Greaea
Greaea
#8 | 04. Jun 2014, 19:31
Zitat von zereberu:
@Greaea:
Keine Ahnung was du meinst, ich habe das Note LTE-12.2 und kann problemlos damit telefonieren.


Ich weiß ich meinte damit, das es das Note auch kann, warum dann nicht auch ins größere tablet integrieren.
rate (1)  |  rate (1)
Avatar Waffeleisen
Waffeleisen
#9 | 04. Jun 2014, 20:05
Real Racing 3 läuft flüssig (quasi die Referenz was Grafik angeht, auch wenn das Spiel mies ist) und im StandBy verbraucht das Tablet (NotePro 12.2, sollte also keinen Unterschied machen...) 1%/8h.
Ich erbitte für die nächsten Tests kompetente Tester, sonst sehe ich mich gezwungen, mein Abo abzubestellen.

MfG
rate (0)  |  rate (6)
Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#10 | 04. Jun 2014, 20:18
Ich versteh immer noch nicht, wieso IRGENDWER diesen Prozessor hier als Achtkerner bezeichnet. Der mag zwar zweimal vier Kerne haben, aber da die unterschiedlich getaktet sind und sogar noch unterschiedliche Architekturen besitzen, ist das definitiv kein Achtkerner!
Zitat von Waffeleisen:
Real Racing 3 läuft flüssig (quasi die Referenz was Grafik angeht, auch wenn das Spiel mies ist) und im StandBy verbraucht das Tablet (NotePro 12.2, sollte also keinen Unterschied machen...) 1%/8h.
Ich erbitte für die nächsten Tests kompetente Tester, sonst sehe ich mich gezwungen, mein Abo abzubestellen.

MfG

Wieso musst du der Redaktion direkt "drohen"?! Das ist sowas von unprofessionell!
Der Rest des Posts war doch ganz in Ordnung...
rate (5)  |  rate (1)

PROMOTION
 
top Top
Werde Fan von GameStar auf FacebookFacebook Aboniere den YouTube-Kanal von GamestarYouTube Besuche Gamestar auf Google+Google+ GameStar auf Twitter folgenTwitter Alle RSS-Feeds von GameStar.deRSS-Feeds Jetzt GameStar-Newsletter bestellenNewsletter
© IDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten