Passend zu den neuen 4K-Fernsehern : Sony Bravia X9 Sony Bravia X9

Zeitlich passend zum Deutschland-Release der 4K-Fernseher der Bravia-X9-Serie wird Sony erste Blu-rays der Reihe »Mastered in 4K« in Deutschland veröffentlichen. Zum 11.07.2013 sind die ersten vier Titel geplant, dabei handelt es sich allerdings nicht zwingend um topaktuelle Filme.

Für die 4K-Reihe nutzt Sony Filme, die entweder in 4K gedreht oder zumindest in höherer Auflösung neu abgetastet wurden. So sind in den USA in dieser Reihe auch ältere Filme wie Ghostbusters oder Taxi Driver erschienen. Tatsächlich schummelt Sony mit der verlockenden 4K-Angabe auf der Film-Box: Echtes 4K-Material gibt es auch in der »Mastered in 4K«-Reihe nicht zu sehen.

So befindet sich auf den Blu-rays zwar ein hochwertig neu gemasterter 1080p-Film, mehr allerdings nicht. Für die höhere UHD-Auflösung müssen dann entsprechende Blu-ray-Player oder 4K-Fernseher per Upscaling selbst sorgen - immerhin soll ihnen das hochwertige Filmmaterial diese Aufgabe etwas erleichtern, zumal Sony verspricht durch ein Flag in der Filmspur das Upscaling und die Farbwiedergabe auf Sony-4K-Fernsehern zu verbessern.

Echtes 4K-Videomaterial indes wird sich so schnell noch nicht auf die teuren neuen UHD-Fernseher bringen lassen. So fehlt es bislang noch an einem entsprechenden Blu-ray-Standard der dem gestiegenen Platzbedarf der 4K-Filme gerecht wird. Voraussichtlich Ende diesen Jahres dürfte sich die Blu-ray-Association auf einen Standard einigen, der wohl auch den effizienten H.265-Codec mit einbeziehen wird um den Platzbedarf auf der Scheibe nicht zu sprengen. Neue Codecs erfordern allerdings neue Player mit entsprechenden Chips, ein einfaches Firmwareupdate wird nicht reichen um ältere Player 4K-tauglich zu machen.

Was bleibt ist eine neue Filmreihe mit der Sony versucht alten 1080p-Wein in neuen hochauflösenden Schläuchen anzubieten. Immerhin funktionieren die "Mastered in 4K"-Filme so auch auf herkömmlichen BD-Playern - ein Neukauf um eine vermeintlich höhere Auflösung zu erwerben lohnt indes nur in den wenigsten Fällen.