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VDVC im Interview | Seite 4

Wir sprachen mit den Gründern des Spielervereins

GameStar: Mit der Gründung eines Vereins, der sich offen zu einem so umstrittenen Thema wie den Computerspielen bekennt und für sich in Anspruch nimmt, die Rechte der Spieler zu vertreten, habt ihr viel Verantwortung aufgenommen. Wie wirkt sich die Arbeit für den Verein auf euer Leben aus?

Patrik Schönfeldt: Gewaltig! Es ist viel Arbeit, zum Glück bieten uns täglich neue Leute ihre Hilfe an. Die können wir auch gut gebrauchen. Wir sind schließlich keine abgebrühten Profis, weder was Politik angeht, noch Vereinsarbeit. Wir wollen nur unser Hobby gegen unfaire und böswillige Angriffe schützen.
Mit der Verantwortung kommen wir gut zurecht. Wenn man bedenkt, wie viel Verantwortung man schon im alltäglichen Leben hat, ist das gar nicht so viel mehr. Wenn man Auto fährt übernimmt man ja auch Verantwortung für sich und andere. Das geht aber fast allen wie selbstverständlich von der Hand.
Die Spieler haben diese Vertretung gebraucht, also haben wir diese Verantwortung übernommen. Und dank der tollen Unterstützung schaffen wir das auch sehr gut. Videospieler sind halt soziale Menschen.

VDVC im Interview : Norman Schlorke ist 19 Jahre alt und hat mit Patrik Schönfeldt den VDVC gegründet. Der leidenschaftliche Mountainbiker stammt ursprünglich aus Rostock und macht momentan eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Norman leitete zwei Jahre lang einen Counter-Strike-Clan. Norman Schlorke ist 19 Jahre alt und hat mit Patrik Schönfeldt den VDVC gegründet. Der leidenschaftliche Mountainbiker stammt ursprünglich aus Rostock und macht momentan eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Norman leitete zwei Jahre lang einen Counter-Strike-Clan. GameStar: Wie hat euer Umfeld auf euer Engagement reagiert?

Norman Schlorke: Meine Eltern freuen sich, dass ich meine Zeit sinnvoll nutze. Man kennt das ja, Eltern wollen natürlich nicht, dass ihre Kinder verkommen. Meine Freundin und mein Clan waren anfangs nicht so erfreut, schließlich hab ich jetzt weniger Zeit für Sie. Aber sie wissen, dass ich mich für eine ernstzunehmende Sache einsetze und unterstützen mich.

GameStar: Ihr werdet inzwischen von Clans und organisierten Communitys unterstützt. Die Zahl der Vereinsmitglieder wird in den nächsten Wochen wahrscheinlich schnell steigen. Wie wollt ihr euch in Zukunft organisieren?

Norman Schlorke: Wir wollen bundesweit auftreten, schließlich geht das Thema alle deutschen Spieler etwas an. Untereinander funktioniert die Kommunikation auch schon sehr gut, dank Foren und Mails. In den nächsten Wochen wollen wir auch auf die Branchenverbände zugehen und auf der gamescom in Köln weiter Kontakte knüpfen.

Aber wir wollen auch ganz klar sagen, dass wir die Vertretung der Spieler sind, nicht der Industrie. Wir verdienen kein Geld mit Spielen und wir wollen die Branche auch nicht blind vor jeder Kritik schützen. Wir haben als Spieler ja selbst genug zu meckern. Immer mehr Spiele werden unfertig und fehlerhaft veröffentlicht. Die Rechte der Kunden werden zunehmend beschnitten. Das sind Probleme, bei denen die Spieler gegenüber den Publishern eine Vertretung brauchen.

GameStar: Was wollt ihr den Spielern in Deutschland sagen?

Patrik Schönfeldt: Wir gehören zusammen. Werdet Mitglied beim VDVC und unterstütz unsere Arbeit! Ihr könnt mitentscheiden, wofür der Verein eintreten soll und was wir machen. Wir wollen diskutieren und wir wollen aufklären, damit Computerspieler in Deutschland nicht mehr schief angesehen werden.

» Zum Internetauftritt des VDVC

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Avatar 1aSchnitzel
1aSchnitzel
#1 | 24. Aug 2009, 16:09
Langsam geht mir dieses Gespame wirklich mächtig auf die Nerven. Könnt ihr nichtmal die gesamte IP Range bannen?
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Avatar Simon24
Simon24
#2 | 24. Aug 2009, 16:55
Ahh, endlich mal eine Vereinigung! Find ich gut, was die da machen, selbst daran teilzunehemn, kommt aber leider nicht in Frage, da ich noch zur Schule gehe, und nicht unbedingt viel Zeit habe. Außerdem bin ich noch minderjährig, und meine Eltern würden mir das nie erlauben...

Zitat der Mutter: " Diese komischen Computerspiele, die du da obenn immer spielst, die sind nich gut... Bring deine Zeit lieber wo anders zu..."
Naja... Wie gesagt, BEricht gut, Idee gut, alles gut! ;-)
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Zele
#3 | 24. Aug 2009, 17:38
Sehr interessant, das in dem Artikel hier die Argumentation von SOS Kinderdorf hier als begründet bezeichnetwird, während man direkt nach Bekanntwerden der Ablehnung durch SOS Kinderdorf hier Seitens der GS ganz andere Töne angeschlagen hat....
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Avatar kover
kover
#4 | 24. Aug 2009, 19:41
Zitat von Zele:
Sehr interessant, das in dem Artikel hier die Argumentation von SOS Kinderdorf hier als begründet bezeichnetwird, während man direkt nach Bekanntwerden der Ablehnung durch SOS Kinderdorf hier Seitens der GS ganz andere Töne angeschlagen hat....


Soweit ich mich erinnere wurde in dem Artikel damals genau so wie hier hauptsächlich kritisiert, dass Computerspiele in dieser Hinsicht unfairerweise anders behandelt werden als beispielsweise Filme. Denn dass diese SOS Kinderdörfer nicht mit Gewalt, gewissermaßen als Ursprung ihrer Spenden, in Verbindung gebracht werden wollen, ist ja schon irgendwo verständlich. Blöd nur, dass sie dabei so unreflektiert auf den Zug der etablierten Parteien aufspringen und einzig und allein Computerspiele ablehnen.
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Avatar Zele
Zele
#5 | 24. Aug 2009, 19:58
Zitat von kover:

Soweit ich mich erinnere wurde in dem Artikel damals genau so wie hier hauptsächlich kritisiert, dass Computerspiele in dieser Hinsicht unfairerweise anders behandelt werden als beispielsweise Filme. Denn dass diese SOS Kinderdörfer nicht mit Gewalt, gewissermaßen als Ursprung ihrer Spenden, in Verbindung gebracht werden wollen, ist ja schon irgendwo verständlich. Blöd nur, dass sie dabei so unreflektiert auf den Zug der etablierten Parteien aufspringen und einzig und allein Computerspiele ablehnen.


Was die geschriebenen Buchstaben angeht, hast Du durchaus recht. Allerdings kann man damitauch einen "Tonfall" produzieren, der deutlich schärfer ist als das, was der Text aussagt - durchaus nicht unüblich so zu verfahren. Darum habe ich die Veröffentlichung der GS hier auch als "Revanchereaktion" bewertet, obwohl inhaltlich durchaus Übereinstimmung besteht.
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Avatar Pyri
Pyri
#6 | 24. Aug 2009, 20:53
Danke für dieses Interview!
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Avatar itzdieratte
itzdieratte
#7 | 25. Aug 2009, 00:54
Naja .. man kann sich seine Repräsenten ja leider nicht aussuchen ^^ ... und wenn mich frau Merkel als deutscher Repräsentiert, warum die beiden Hampelmänner da nicht als Spieler.
Also nur ums klar zu stellen ... Ich find das wirklich ne gute Sache und man hätte sowas schon viel früher gebraucht. Aber ich persönlich finds halt bissl doof, dass wir da nur von so 2 ganz knapp volljährigen Hanseln vertreten werden. Wären in diesen Verein erstnzunehmende Leute, die schon einiges in Sachen Spielen in Deutschland gemacht haben.
Meinentwegen n Jörg Langer oder n Boris Schneider, oder irgend ein Anzugträger von Sunflowers, Bluebyte oder gar Crytek. So könnte dieser Verband wirklich etwas bewegen, weil man einfach mehr berichtet werden würde, als wenn halt da 2 so 20jährige Studenten ihr Hobby verteidigen.
Aber wie gesagt ... die Sache selbst find ich sehr gut.
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Avatar OrangeJuice
OrangeJuice
#8 | 25. Aug 2009, 02:37
@itzdieratte

ehm, idiot?
man kann sich seine repräsentaten durchaus aussuchen, wenn du dann mal in 6-7 jahren dein 18 lebensjahr erreichst wird dir das sicher jemand erklären.

im übrigen, spieleentwickler wie publisher haben einen "Verein" (BIU und GAME - wie michael trier in der "Wir sind die Spieler" kolumne in der akutellen gamestar schon erklärt) und ein verein für spiele muss halt von den "otto-normal" spielern kommen. kla isses gut wenn sich da jetzt prominenz anschliesst aber weder gamestar noch sunflowers können einen "spielerverband" aufmachen. und nur weil dir deren aussehen/alter sonstewas nich gefällt meckerst du rum das sich mal was tut ? die hatten wenigstens die eier also sei froh drüber.
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Avatar slihs
slihs
#9 | 25. Aug 2009, 08:02
seid stolz drauf leute. endlich haben wir auch einen verein der sich für uns einsetzt. Und da kann jegliche unterstützung (z. B. von Gamestar) nur gut sein.

Auch wen ich glaube das spätestens in 2-3 Jahren wen auch in Deutschland der Markt so groß ist das sich die Politik nicht leisten kann die Steuern die sie dadurch erhalten zu ignorieren.

Wieso glaubt ihr gibt es in den USA keine Diskussionen seitens der Politik über Killerspiele?
Einfach weil dort die Industrie und der Markt schon so wichtig und groß sind dass der Staat die Steuereinnahmen braucht. und so wird es auch mal in Deutschland, Österreich, Schweiz, ... sein.
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Avatar Bauer87
Bauer87
#10 | 25. Aug 2009, 15:42
Zitat von itzdieratte:
wenn mich frau Merkel als deutscher Repräsentiert Repräsentiert, warum die beiden Hampelmänner da nicht als Spieler. Also nur ums klar zu stellen ... Ich find das wirklich ne gute Sache und man hätte sowas schon viel früher gebraucht. Aber ich persönlich finds halt bissl doof, dass wir da nur von so 2 ganz knapp volljährigen Hanseln vertreten werden. (...) Meinentwegen n Jörg Langer oder n Boris Schneider, oder irgend ein Anzugträger von Sunflowers, Bluebyte oder gar Crytek

Der VDVC ist ein Verein und diese wählt seine Repräsentanten. Da es sich um einen Verein von Spielern für Spieler handelt, sind Hersteller und Publisher (im übrigen repräsentiert durch G.A.M.E. und BIU) nicht unbedingt die richtigen. Wenn du dich für geeigneter hältst, kannst du ja beitreten und für den Vorstand kandidieren.
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