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| Samstag, 20.03.2010 Specials - Interviews »Frauen wollen analysieren und intrigieren« Die Game Designerin und 3D-Grafikerin Kathleen Kunze war unter anderem an der Entwicklung von Die Siedler: Aufbruch der Kulturen und Die Gilde 2 beteiligt. Sie glaubt, die Mehrheit der weiblichen Spieler werde nie zur Zielgruppe für Action-Titel. Darüber hinaus könne man Frauen und Männer aber nicht in nur zwei Schubladen stecken.
![]() Welche Spielelemente wünschen sich Frauen? Kathleen Kunze Frauen sind soziale Komponenten wichtig. Darin liegt ihr Wettkampf. Frauen messen sich darin, wer den anderen besser durchschauen, sozial analysieren und geschickter reagieren kann, manchmal vielleicht sogar intrigieren. Gamestar Warum gibt es im Vielspieler-Bereich weniger Frauen? Kathleen Kunze Für einen Toptitel braucht man einen entsprechend starken PC, für ein Tetris-Browserspiel genügt der 08/15-Rechner auf der Arbeit. Die technischen Voraussetzungen beeinflussen auch die Wahl des Spiels. Und bessere, neuereTechnik zu besitzen als jemand anderer hat was mit Kräftemessen zu tun. Das ist eine archetypische Grundeinstellung, die Männern näher liegt als Frauen. Darin sehe ich auch den Grund, warum Frauen eher Die Sims als Counterstrike spielen. Gamestar Der Wettkampf, so sagen einige Studien, liefert die größte Motivation zum Spielen. Bleiben Frauen aus diesem Grund auf der Strecke? Kathleen Kunze In Umfragen gibt es neben dem Wettkampfgedanken heute viele andere Motivationen, die – auch von Männern – mindestens gleich oft genannt werden: Abenteuer erleben, Freunde treffen, ein Held sein, Abschalten vom Job, Knobeln, Rätsel knacken, auch mal an seine Grenzen gehen. Gamestar
Würden mehr Frauen spielen, wenn es mehr Game Desig nerinnen gäbe? Kathleen Kunze In meinen Augen ist es ein Männer-Trugbild, dass Frauen Heldinnen mit großer Oberweite und langen Beinen abstoßend finden. Diesen Einwand habe ich noch von keiner Spielerin gehört. Die Darstellung wird vielleicht belächelt, aber im Grunde haben Frauen nichts dagegen, mit einer solchen Figur zu spielen, da sie dadurch ja in den Genuss kommen, ihr eigenes Selbst auf diese Rolle zu projizieren. Wenn es mehr Game Designer innen gäbe, hieße das nicht zwangsläufig, dass mehr Spiele für Frauen entstünden. Denn Spieldesign ist ein Handwerk, das nach bestimmten Prinzipien funktioniert. Jeder Designer – egal ob Mann oder Frau – setzt das um, was von der Firma und vom Markt gefordert ist, und nicht zwangsläufig das, was er oder sie selbst gern spielen würde. Google-Anzeigen Promotion
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mDC
#1 | 20. Oct 2009, 19:37
Interessantes Interview, aber für das Thema leider die völlig falsche Ansprechpartnerin. Das Frau-sein per se qualifiziert nämlich nicht dazu entsprechend fundierte Postulate zu vermitteln.
Erkennt man auch leicht an ihren Aussagen: "Die technischen Voraussetzungen beeinflussen auch die Wahl des Spiels. Und bessere, neuereTechnik zu besitzen als jemand anderer hat was mit Kräftemessen zu tun." Unsinn.. a) strotzt das nur so vor Vorurteilen und b) Die Wahl des Spiels beeinflusst auch die technischen Voraussetzungen. Mit anderen Worten: Wer ein hardwarehungriges Spiel spielen will, muss auch mehr in die Gaming-Kiste investieren. So einfach ist das :)
Mallory
#2 | 20. Oct 2009, 20:07
Und noch so ein Artikel, in dem getan wird, als ob wir anders spielen würden - ist das irgendwo ein Nest hier? Das ist wie mit bestimmten Kulturkreisen: wer sich integrieren will, ist es bereits :ugly: Und da brauchen wir keine spezielle Ansprechpartnerin für :spinner:
Suzi Q.
#3 | 20. Oct 2009, 20:17
Tun sie aber. Du und ich nicht, aber manche. Ich denke es gibt unter den Spielern mehr Frauen als Männer, die auf ballern-töten-Crysis keine Lust haben. Dass bei den Sims ein viel größerer Anteil der Spieler weiblich ist als bei anderen Genres, ist halt so, kann man nicht wegdiskutieren.
Das mag *auch* daran liegen, dass Frauen mit Shootern und Strategie seltener Kontakt haben um sich überhaupt dafür begeistern zu können. Aber dass es da Präferenzen gibt denk ich schon.
Wilson
#4 | 20. Oct 2009, 20:19
"Und bessere, neuere Technik zu besitzen als jemand anderer hat was mit Kräftemessen zu tun. "
Das hat schlicht und ergreifend - wie von mDc schon bemerkt - damit zu tun dass man wenn man ein neues Spiel in hohen Details spielen möchte auch entsprechende Hardware benötigt damit es Spaß macht das Spiel zu spielen. Mit nichts anderem. Hilfreich an diesem Interview ist allenfalls die Erkenntnis dass ich in Interviews zum Thema Computerspiele vor allem weitaus mehr Frauen von Vorurteilen belasteten Blödsinn im Hinblick auf Männer habe von sich geben hören als umgekehrt. In der letzten GameStar Ausgabe gab es ein ähnliches Interview mit einer Medienpsychologin mit einer ähnlich ärgerlichen Passage ("Frauen suchen den Wettkampf nicht, um zu konkurrieren [das ist schließlich den dümmlich stumpfen Männern vorbehalten] sondern weil sie es als Möglichkeit zum persönlichen Wachstum begreifen" [willkommen in meiner rosaroten Blümchenwelt]).
Tide
#5 | 20. Oct 2009, 20:44
na, besonders gut scheint sich frau kunze mit hardware-hunrigen spielen nicht auszukennen. ich denke doch, das die sims 3 n bisschen mehr power braucht als CS oder sogar source.
und, wenn es schon so klischeehaft dargestellt wird: was für männer die hardware ist, ist für frauen die garderobe - oder darf man das nicht als wettkampf zählen?! :-P
janis.killerspielespieler
#6 | 20. Oct 2009, 21:26
Yeah! Ich hab ungefähr das gleiche Berufswunschbild.Echt mal geil auserhalb von der Games Academy mal einen Artikel zu dem Beruf und das "drummerum" zu lesen.
sehr nice:)
janis.killerspielespieler
#7 | 20. Oct 2009, 21:27
OmG ! Wie peinlich so viele Rechtschreibfehler-.- .....^^
!D@ PROphet!
#8 | 20. Oct 2009, 22:49
"In meinen Augen ist es ein Männer-Trugbild, dass Frauen Heldinnen mit großer Oberweite und langen Beinen abstoßend finden."
Wieso Männer-Trugbild? Ich fände eher das Gegenteil merkwürdig. Es ist doch vollkommen nachvollziehbar, wenn Frauen in Spielen attraktive Spieler-Charaktere wählen, anstatt die kleine "Pummelfee". Im Umkehrschluss müssten ansonsten männliche Spieler ja auch maskuline Figuren wie Max Payne oder JC Denton abstoßend finden, weil nur die wenigsten Spieler diesem Typ entsprechen.
4ssaiki
#9 | 20. Oct 2009, 23:11 Zitat von Mallory: Und noch so ein Artikel, in dem getan wird, als ob wir anders spielen würden - ist das irgendwo ein Nest hier? Das ist wie mit bestimmten Kulturkreisen: wer sich integrieren will, ist es bereits :ugly: Und da brauchen wir keine spezielle Ansprechpartnerin für :spinner: Du bist auch beim Bund, das disqualifiziert dich schonmal als "normale" Frau :ugly:
SethSteiner
#10 | 21. Oct 2009, 00:32 Zitat von !D@ PROphet!: "In meinen Augen ist es ein Männer-Trugbild, dass Frauen Heldinnen mit großer Oberweite und langen Beinen abstoßend finden." Wieso Männer-Trugbild? Ich fände eher das Gegenteil merkwürdig. Es ist doch vollkommen nachvollziehbar, wenn Frauen in Spielen attraktive Spieler-Charaktere wählen, anstatt die kleine "Pummelfee". Im Umkehrschluss müssten ansonsten männliche Spieler ja auch maskuline Figuren wie Max Payne oder JC Denton abstoßend finden, weil nur die wenigsten Spieler diesem Typ entsprechen. Ist mir auch aufgefallen, wobei ich teilweise diese Charaktere tatsächlich abstoßend finde, wenn sie übermässig Macho-haft auftreten. Aber da fällt viel mitrein, je nachdem ist so ein Charakter dann abstoßend oder auch nicht. Das hat ja auch was mit Geschmack zutun. Ich kann z.B. verstehen das manch eine flachbrüstige Frau Lara Croft nicht mag (persönliche Erfahrung), worin dann aber auch wieder eine eigene Oberflächlichkeit mitreinfällt, weil sie eben nur das dann sieht. Pauschal kann man es aber mal wieder eben nicht sagen. Und da ist die Aussage immerhin mal schön, das Frauen grundsätzlich hübsche Protagonistinnen nicht abstoßend finden. Sonst würden Frauen ja vermutlich auch nie ins Kino gehen.
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