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| Samstag, 20.03.2010 Specials - Kolumnen Letztendlich ist es den Autoren des »Kölner Aufrufs« aber auch wichtig, auch Schuldzuweisungen abzulehnen. Nämlich dann, wenn es um die Verantwortung eines Großteils der Unterzeichner geht. »Verantwortlich sind nicht Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, denen die Bewältigung der Folgen immer zugeschoben wird«, stellt das Dokument klar. Sondern: »Verantwortlich sind Hersteller und Kriegsindustrie; die inflationäre Verbreitung der Spiele ist politisch gewollt und wird von ›Wissenschaft‹ und Medien bereitwillig vorangetrieben.« Die Schuld liegt folglich im System, in nichts geringerem -- jedenfalls nicht beim Individuum. »Diese Spiele sind massive Angriffe auf Menschenrechte, Völkerrecht und Grundgesetz«, konstatiert der Kölner Aufruf zum Schluss. Das ist die ganz große Keule. Ihr folgen konkrete Forderungen: kriegsverherrlichende Computerspiele gehören verboten, aber auch »gewaltfördernde«, und darunter verstehen die meisten Spielegegner jede Form von alternativlosem aggressiven Verhalten – also auch, wenn Mario einer Schildkröte auf den Kopf springt. Das Verbot soll für Kinder und für Erwachsene gelten. Prophylaktisch schließt die Erklärung mit den Worten: Politiker, die solche Forderungen nicht unterstützen, dienen nicht dem Frieden. Sie müssen abtreten. ![]() Im »Kölner Aufruf« werden Kinder durch Spiele »vergiftet«, »zu Tötungsmaschinen abgerichtet«, die »Grundlagen der Gesellschaft zugrunde gerichtet«, das »Völkerrecht unterminiert«, die Verantwortlichen sind »zur Rechenschaft zu ziehen«. Und wer nicht für uns ist, ist gegen uns – an wen erinnert diese Einstellung noch mal? So ist der »Kölner Aufruf« nichts anderes als eine Kriegserklärung gegen einen boshaften, gesichtslosen Feind. »Wie kommt der Krieg in die Köpfe – und in die Herzen?« Eine gute Frage. In diesem Fall sind Computerspiele wohl ausnahmsweise unschuldig. (Einen Kommentar des ehemaligen GameStar-Chefredakteurs Gunnar Lott zum gleichen Thema lesen Sie in dessen Blog.) Google-Anzeigen
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Frigo
#1 | 22. Dec 2008, 14:15
Ausländerhass gabs auch schon 1938, sowie einige Jahrhunderte davor...
Und der war wesentlich extremer.
Oxix
#2 | 22. Dec 2008, 14:27
"An Ausländerhass: Durch Computerspiele würden »neue Feindbilder geschaffen und Fremdenfeindlichkeit verbreitet«.
Z.b Nazis, Zombies, Soviets, Amerikaner, Japaner...also wohl eher Menschenhass?
t1mme =D
#3 | 22. Dec 2008, 14:28
nur gut, das die menschen erst seit den letzten 20 jahren krieg führen und vorher in harmonie und frieden zusammen gelebt haben.
firreface
#5 | 22. Dec 2008, 14:31
nimmt ja langsam aber sicher faschistoide züge an was sich die leute da zusammenreimen
Zedek
#6 | 22. Dec 2008, 14:33
So lange sie sich dermasen lächerlich machen haben wir von denen nix zu berfürchten. Man könnte fast meinen das ist eine Verzweiflungstat.
legationX
#7 | 22. Dec 2008, 14:33
Es gibt sicherlich um das x-fache mehr Soziale Verwahrlosung und wirtschaftlicher Ruin (Arbeitlosigkeit) durch Onlinerollenspiele (speziell durch eines, ihr wisst, welches ich meine) als Amokläufe.
Darüber mal eine Studie machen, aber nein, ihr Deutschen kümmert euch nur um Gewalt..wie mir USK bestätigte.
crowbar2
#8 | 22. Dec 2008, 14:34
Klingt Anfangs nach einem echt guten Aprilscherz... bloß leider etwas verfrüht.
Die Geschichte lässt grüßen, Hetze und Diffamierung hatten wir doch schonmal (auch wenn von den Ausmaßen her nicht zu vergleichen), hoffen wir mal, dass diese Ewiggestrigen "Meinungsstarken" bald aus dem "politischen" (kann man das Politik nennen?) Leben ausscheiden.
Thorlof
#9 | 22. Dec 2008, 14:35
junge junge, die gehören ja echt in die klapse.
dass es da politiker u.ä. gibt, die von killerspielen etc. reden, ja, das wusste ich. aber hallo?? das was die da schreiben is ja völlig krankes geschwätz von i-welchen psychos. da fehlen mir die worte....
Tezcatlipoca
#10 | 22. Dec 2008, 14:40
So ein Schreiben kann man doch überhaupt nicht ernst nehmen, mit solchen Leute ist jede Diskussion zwecklos.
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