Electronic Arts : Electronic Arts Electronic Arts Bereits im Sommerquartal 2005 (April bis Ende Juni) fuhr Electronic Arts einen Verlust ein. Das wiederholt sich jetzt im letzten Quartal des Finanzjahres 2005/05, das Ende März endet. Der amerikanische Spielekonzern muss einen Verlust von 16 Millionen US-Dollar in seine Bücher schreiben, wohingegen im vergleichbaren Zeitraum im Vorjahr noch 8 Millionen US-Dollar Gewinn zu verbuchen waren.

Interessanterweise stieg aber in der selben Zeit der Umsatz von 553 auf 641 Millionen US-Dollar. EA freut sich dabei über gute Verkäufe der Spiele Fight Night Round 3, Der Pate, Black, Need for Speed Most Wanted, FIFA Street 2 und Die Sims 2. Alle genannten Titel haben Verkaufszahlen von über einer Million Stück. Vor einem Jahr haben dieses Kunststück nur vier Titel geschafft.

Wie kommt dann der Verlust zustande? EA erklärt das in der Mitteilung an die Aktionäre mit höheren Kosten, Restrukturierungsmaßnahmen, teuren Übernahmen und höheren Steuern. Gegenüber TheStreet.com wird Finanzchef Warren Jenson deutlicher: Die Entwicklungskosten sind für die neuen Konsolengenerationen drastisch gestiegen und das Spielegeschäft an sich sei immer komplexer. Letzteres soll wohl heißen, Electronic Arts schafft es wegen des unberechenbaren Marktes nicht mehr, einen Hit am Reißbrett zu entwerfen, und setzt damit viel Geld in den Sand.

Beim Blick auf das gesamte Geschäftsjahr 2005/2006 stellt sich die Lage etwas anders da: Da fiel auch der Umsatz, und zwar von 3,12 Milliarden auf 2,95 Milliarden US-Dollar. Trotzdem macht der Konzern immer noch Gewinn: 236 Millionen US-Dollar. Das ist aber im Vergleich zu 504 Millionen US-Dollar im Vorjahr doch erheblich weniger.

Übrigens: Die Xbox 360 hat die Umsätze im Bereich Xbox nicht kaputt gemacht. Laut EA hätten die Zugewinne bei der Xbox 360 das Minus bei den Spieleverkäufen für die normale Xbox mehr als wett gemacht. Wenn man nochmal die letzten Quartale miteinander vergleicht, sinken auch die Verkäufe der PlayStation-2-Spiele nicht, obwohl dort ein Plattformwechsel kurz bevor steht. Ganz im Gegenteil: In diesem Bereich ist ein Zuwachs von 8 Prozent zu verzeichnen.