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Konsequenz aus Amoklauf (Update) - Stuttgart verbietet ESL Intel Friday Night Game

Stuttgarter Oberbürgermeister untersagt nach Amoklauf in Winnenden eSport-Event.

Von Frank Maier |

Datum: 24.03.2009; 11:05 Uhr


Konsequenz aus Amoklauf (Update) : Intel Friday Night Game Intel Friday Night Game Die ESL Pro Series ist für viele PC-Spieler das Aushängeschild des deutschen eSports und eine der größten Ligen für professionelles Computerspielen. Im Rahmen der Intel Friday Night Games tourt die eSports-Szene dieses Jahr auf mehr als 20 Veranstaltungen durch die deutschen Großstädte. Am vergangenen Freitag gastierte die ESL vor 1200 Zuschauern noch in München, am kommenden Freitag sollte Stuttgart Austragungsort der ESL Pro Series sein. Doch daraus wird nichts. Die Stadt Stuttgart hat in Folge des Amoklaufs von Winnenden den Event untersagt. Die Wettkämpfe könnten der Öffentlichkeit nach den jüngsten Ereignissen nicht zugemutet werden.

"Angesichts der Ereignisse und des schrecklichen Amoklaufs in Winnenden und Wendlingen, bei dem 15 Menschen getötet wurden, können wir eine solche Veranstaltung derzeit in unserer Stadt nicht akzeptieren", wird Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster in einer Pressemitteilung der Landeshauptstadt zitiert.

Dem Veranstalter Turtle Entertainment wurde angeblich nahegelegt Counterstrike und WarCraft 3 aus dem Programm zu nehmen. Nachdem Turtle den Wunsch der Stadt Stuttgart mit Hinweis auf ligatechnische Gründe abgelehnt hatte, entschied die Stadt, das Intel Friday Night Game zu verbieten.

Jürgen Walter, medienpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag, verteidigt die Entscheidung der Stadt: "Es hat den Veranstaltern wohl an der nötigen Sensibilität gefehlt, sonst wären sie selbst darauf gekommen, wie instinktlos eine solche Veranstaltung eine Woche nach der zentralen Trauerfeier in Winnenden ist."

Turtle Entertainment will sich anscheinend im Laufe des Tages offiziell zur Absage äußern.

[Update]: Die ESL hat sich mittlerweile zu Wort gemeldet und sich von den öffentlichen Vorwürfen distanziert. Man sei erst am heutigen Dienstag per Fax über die Absage in Kenntnisse gesetzt worden. Ein Dialog über eine Verschiebung der Veranstaltung oder die Aufnahme alternativer Titel in die Intel Friday Night Games - wie von der Stadt Stuttgart behauptet - kam gar nicht erst zustande, obwohl Turtle Entertainment jederzeit bereit gewesen wäre, über Lösungsansätze zu diskutieren.

"Wir bedauern die Absage, denn das Event und die vorgelagerte Eltern-LAN wären eine ideale Möglichkeit gewesen, sich differenziert mit dem Thema Computerspiele als Teil unserer heutigen Jugendkultur auseinander zu setzen und die Mediennutzung junger Menschen zu thematisieren und zu diskutieren."

Weitere Informationen sollen in Kürze bekannt gegeben werden, ein Ersatztermin für den Event gibt es bislang noch nicht.

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Avatar Caine4
Caine4
#1 | 24. Mrz 2009, 11:35
warum nicht auch das kino verbieten mit brutalen horrorfilmen etc.?

wie lauten eigentlich die statistiken von kanada, oder japan, sind die immer noch sicherer als deutschland oder irre ich mich da?
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Avatar eRa`
eRa`
#2 | 24. Mrz 2009, 11:40
WarCraft 3 das Killerspiel, großartig.
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Avatar MaxTC
MaxTC
#3 | 24. Mrz 2009, 11:40
Und in den Schützenvereinen wird weiterhin geschossen, das zeugt von viel Instinkt und Sensibilität.
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Avatar maxx2xs
maxx2xs
#4 | 24. Mrz 2009, 11:42
Aber in Nürnberg findet die Waffenmesse statt. Nur gut das die die Nötige "Sensibilität" haben. Oder liegt es etwa an den Lobyisten der Waffenhersteller?
Bei der nächsten Bundestagswahl werd ich das Kreuzchen bestimmt nicht bei diesen Politidioden machen!
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Avatar !D@ PROphet!
!D@ PROphet!
#5 | 24. Mrz 2009, 11:42
"Es hat den Veranstaltern wohl an der nötigen Sensibilität gefehlt, sonst wären sie selbst darauf gekommen, wie instinktlos eine solche Veranstaltung eine Woche nach der zentralen Trauerfeier in Winnenden ist."

Was hat denn die ESL-LAN mit dem Anschlag zu tun? Ticken die noch ganz richtig oder was? Die tun ja gerade so, als hätte Tim K. die Leute mit einem Computerspiel erschossen. Ich glaub jetzt drehen sie endgültig am Rad...
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Avatar ELMax
ELMax
#6 | 24. Mrz 2009, 11:45
Klar aber 2 Tage nach dem Amoklauf durfte die IWA in Nürnberg stattfinden. Ist ja auch nur eine Waffenmesse keine Killerspielveranstaltung da kann man mal ein Auge zudrücken... Scheiss Doppelmoral in diesem Land.
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Avatar daanDi
daanDi
#7 | 24. Mrz 2009, 11:46
Hauptsache die Waffenmesse darf in Stuttgart stattfinden...

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/ page/1972454_0_9223_sindelfingen-verbot-von-wa ffenmesse-gescheitert.html

die ESL sollte auch vor Gericht gehen!!!
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Avatar Andip
Andip
#8 | 24. Mrz 2009, 11:48
Zitat von Caine4:
warum nicht auch das kino verbieten mit brutalen horrorfilmen etc.?

wie lauten eigentlich die statistiken von kanada, oder japan, sind die immer noch sicherer als deutschland oder irre ich mich da?


In Japan gibt es wesentlich mehr Amokläufe als in Deutschland.
Gab sogar einen als ich letztes Jahr im Jun da war.

Allgemein (Verbrecher/Verbrechenaufklärungsrate) ist das Land allerdings wesentlich sicherer.
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Avatar iRocco
iRocco
#9 | 24. Mrz 2009, 11:49
Unfassbar! Wo ist der Zusammenhang? Absolut lächerlich!
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Avatar HeldderEisigenWeiten
HeldderEisigenWeiten
#10 | 24. Mrz 2009, 11:53
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