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Jowood - Verklagt Koch Media über 2,4 Mio. Euro

Der inzwischen insolvente, österreichische Publisher Jowood hat Klage gegen das deutsche Unternehmen Koch Media GmbH eingereicht, Es geht um angeblich ausstehende Zahlungen im Wert von mehr als zwei Millionen Euro.

Von Christian Schneider |

Datum: 11.01.2011; 11:14 Uhr


Jowood : Erst vor wenigen Tagen hat der Publisher Jowood ( Gothic -Serie) Insolvenz angemeldet. Nun wurde bekannt, dass das Unternehmen im gleichen Zuge auch die Firma Koch Media GmbH (unter anderem mit dem Spiele-Label Deep Silver bekannt) auf eine Nachzahlung in Höhe von 2,36 Millionen Euro zuzüglich Zinsen verklagt.

Laut der offiziellen Börsen-Mitteilung von Jowood macht die Firma geltend: »dass die von KOCH Media GmbH im Zuge der bei JoWooD im Januar 2006 durchgeführten Sachkapitalerhöhung als Sacheinlage eingebrachten Forderungen überbewertet waren: Bei dieser Kapitalerhöhung gab JoWooD insgesamt 6,4 Mio neue Aktien zu einem Gesamtausgabepreis von EUR 6,4 Mio an KOCH Media GmbH aus. Allerdings hatte die Gegenleistung der KOCH Media GmbH nach aktuellen Berechnungen der JoWooD, die von einem Wirtschaftsprüfer bestätigt wurden, nur einen Wert von EUR 4,04 Mio.«

Jowood hat also damals nicht näher genannte Sacheinlagen von Koch erhalten und diesen Wert nun nochmals einschätzen lassen. Nach der aktuellen Prüfung beträgt der Wert dieser Sacheinlagen aber nicht wie damals angenommen, 6,4 Millionen Euro sondern lediglich 4,04 Millionen. Dadurch ergibt sich eine Differenz von 2,36 Millionen, die Jowood nun von Koch einfordert. Jowood zufolge rechne das Unternehmen mit einem langwierigen Verfahren.

Wie die Branchen-Webseite gamesindustry.biz zudem meldet, sei der Berechnungsfehler beim Wert der Sacheinlagen nicht unbedingt absichtlich erfolgt. Jowood habe selbst erst eine Neuüberprüfung durchführen müssen. Nach österreichischem Unternehmensrecht, die Klage wurde in Wien eingerecht, könnte Koch Media aber trotzdem haftbar gemacht werden, auch wenn die Fehlberechnung nicht mit Vorwand geschah.

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Avatar Longinos
Longinos
#1 | 11. Jan 2011, 13:32
eine typische JoWood News
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Avatar LordBelial
LordBelial
#2 | 11. Jan 2011, 13:37
Die können sichs wenigstens leisten, Risen hat sich immerhin verkauft und war ein solides Spiel ^^
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Avatar Korscha
Korscha
#3 | 11. Jan 2011, 13:39
Naja, ich finde die Klage durchaus berechtigt. Und wenn der Berechnungsfehler nicht mit absicht erfolgte sehe ich auch kein problem.
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Avatar Indiana_Bart
Indiana_Bart
#4 | 11. Jan 2011, 13:40
hier versucht sich Jowood wirklich an den allerletzten Strohhalm zu klammern
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Avatar Backburner
Backburner
#5 | 11. Jan 2011, 13:43
So typisch, dass Jowood sowas erst 5 Jahre später merkt...
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Avatar Xephir
Xephir
#6 | 11. Jan 2011, 13:45
/facepalm
typisch! mehr gibts da nicht zu sagen.

hoffentlich hat Kochmedia nicht zu sehr drann zu knabbern. Sind ja eigentlich ein anständiger Laden.
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Avatar Gobofanatic
Gobofanatic
#7 | 11. Jan 2011, 13:46
Zitat von Backburner:
So typisch, dass Jowood sowas erst 5 Jahre später merkt...


Jetzt müssen Sie nur noch merken was für bockmist sie Produzierten..mal abgesehen von Gilde 1 (auch wenn dort der MP sehr buggy war...)
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Avatar yenlowang2010
yenlowang2010
#8 | 11. Jan 2011, 13:47
Zitat von Korscha:
Naja, ich finde die Klage durchaus berechtigt. Und wenn der Berechnungsfehler nicht mit absicht erfolgte sehe ich auch kein problem.


Dürfte ganz stark damit zusammenhängen, daß zur damaligen Zeit (2006) sehr viele Dinge überbewertet waren: Aktien, Immobilien etc...

Hier werden vor allem die Anwälte profitieren. Ich hoffe nicht, daß Koch-Media dadurch auch noch in Schwierigkeiten gerät.
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Avatar mr.ioes
mr.ioes
#9 | 11. Jan 2011, 13:49
Die Jowood aktien werden auch wieder gehandelt auf der Börse ;)
Die Titanic will einfach nicht sinken ...
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Avatar Gandalf 90
Gandalf 90
#10 | 11. Jan 2011, 13:53
Volkommen berechtigt!
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