Electronic Arts : Electronic Arts will bekanntlich zukünftig verstärkt auf den Free2Play-Bereich setzen. Also analysiert das Unternehmen fleißig Zahlen und hat mittlerweile mit Sean Decker sogar einen »Vice President of Free2Play« im Haus sitzen.

Dieser nannte nun auf der London Games Conference zwar nur zwei, dafür aber durchaus interessante Zahlen bezüglich der Spielergewohnheiten: Ganze 70 Prozent aller Leute, die sich für ein Free2Play-Spiel anmelden, kehren nach dem ersten Spieltag nicht mehr zum betreffenden Titel zurück. Nach einer Woche sind sogar nur noch insgesamt 15 Prozent übrig.

Diese Aussage von EA geht in die selbe Richtung wie eine Analyse, die vor Kurzem vom US-Unternehmen Playnomic durchgeführt wurde. Dort hatten 85 Prozent aller Konsumenten nach dem ersten Tag mit einem Social Game kein Interesse mehr an dem jeweiligen Spiel ( wir berichteten ).

Decker ist der Meinung, dass Entwickler von Free2Play-Titeln zu wenig dafür tun, die Leute an die Spiele zu binden. Denn wenn etwas kostenlos ist, »schmerzt« es auch nicht, es beiseite zu legen und sich etwas anderem zu widmen.

»Die Entwickler müssen die Leute dazu bewegen, sich längerfristig zu binden.« Decker zieht dabei den Vergleich zu TV-Serien, die man auch wegzappet, wenn sie einen nicht sofort in ihren Bann ziehen. Schließlich ist es kostenlos.

Eine weitere interessante Zahl nannte vor einiger Zeit Ubisoft. Dem Unternehmen zu Folge geben höchstens 7 Prozent aller Spieler eines Free2Play-Titels Geld für diesen aus, etwa im integrierten Echtgeld-Shop. Laut Ubisoft-CEO Yves Guillemot sei das aber immer noch besser, als die Raubkopiererrate von bis zu 95 Prozent am PC.

Quelle: MCV