Software-Piraterie in Japan : Durch das neue Anti-Softwarepiraterie-Gesetz in Japan gab es bislang noch keine Anzeigen. Durch das neue Anti-Softwarepiraterie-Gesetz in Japan gab es bislang noch keine Anzeigen.

Seit Oktober 2012 ist in Japan ein neues Gesetz in Kraft, das das Kopieren von kopiergeschütztem oder kodiertem Material, den Verkauf von Hardware und Software die Kopier- und Zugriffschutz umgehen und den internationalen Download von illegal hochgeladenem Material unter Strafe stellen. Wer bei einem davon ertappt wird, dem drohen eine deftige Geldstrafe, oder gar Freiheitsentzug.

Japan war damals sehr sicher, dass dieses Gesetz unbedingt und schnell benötigt wird um der wachsenden Software-Piraterie Einhalt zu gebieten. Gegner des Gesetzes kritisieren dessen unpräzise und offene Formulierung und befürchteten, dass der dadurch entstandene Spielraum missbraucht werden könnte um beispielsweise sogar das Ansehen von Youtube-Videos als Straftat geltend zu machen.

Angesichts dieser Kontroverse dürfte ein Bericht der japanischen Webseite Esuteru.com zum neuen Gesetz überraschen. Bis zum 9. Januar 2013 gab es noch keine einzige Anzeige, geschweige denn Verurteilung im Zusammenhang mit der neuen Rechtslage.

Gründe dafür gibt die Statistik allerdings nicht. Entweder war die Bedrohung durch illegale Kopien nicht annährend so groß wie angenommen, oder viele Raubkopierer haben von selbst ihre illegalen Aktivitäten aus Furcht vor Repressalien eingestellt. Kotaku.com spekuliert auch, dass die vage Formulierung des Gesetzes die Firmen zögern ließe Raubkopierer anzuzeigen, da es schwer sei genau einzuschätzen ab wann der Tatbestand erfüllt sei.