Electronic Arts : Derzeit sind die Chancen hoch, dass EA auch dieses Jahr die Wahl zur »Worst Company in America« gewinnt. COO Peter Moore gab nun viele gemachte Fehler zu, einige Kritikpunkte wären aber absolut ungerechtfertigt. Derzeit sind die Chancen hoch, dass EA auch dieses Jahr die Wahl zur »Worst Company in America« gewinnt. COO Peter Moore gab nun viele gemachte Fehler zu, einige Kritikpunkte wären aber absolut ungerechtfertigt.

Electronic Arts schlägt sich aktuell recht »gut« im derzeit stattfindenden Wettstreit um den Titel »Worst Company in America« auf der US-amerikanischen Verbraucher-Plattform TheConsumerist.com. Bereits letztes Jahr wurde EA auf den ersten Platz gewählt und stellt damit den Titelverteidiger dar. Aktuell steht das Unternehmen im Halbfinale gegen den Ticket-Distributor Ticketmaster. Sollte Electronic Arts gewinnen, tritt man im Finale entweder gegen die Bank of America oder Telekommunikations-Unternehmen Comcast an (zur Übersicht).

Vielen Europäern mag diese Wahl nicht sonderlich wichtig erscheinen, allerdings ist sie in den USA durchaus ernstzunehmend und kann öffentlich doch am Image eins Unternehmens kratzen. Dies verleitete nun EA-COO Peter Moore, welcher als heißer Kandidat für die Nachfolge von CEO John Riccitiello gilt, dazu, eine Stellungnahme zur Wahl zu veröffentlichen. In dieser räumt er zwar durchaus Fehler seines Unternehmens ein, allerdings zweifelt er stark an, ob man Electronic Arts wirklich berechtigt als das »schlechteste« Unternehmen bezeichnen könne. Einige Vorwürfe der Kunden wären absolut berechtigt, andere hingegen völlig ungerechtfertigt.

»Sind wir wirklich die 'Worst Company in America'? Ich bin der erste, wenn es darum geht zuzugeben, dass wir viele Fehler gemacht haben. Dazu gehören zu vorzeitige Server-Abschaltungen, Spiele welche die Erwartungen nicht erfüllt haben, Fehltritte bei neuen Preismodellen und zuletzt der ziemlich vergeigte Start von SimCity. Wir schulden den Spielern eine bessere Leistung als das.«, so Moore auf EA.com mit der Überschrift »We can do better«.

»Einige der Beschwerden sind zu 100 Prozent gerechtfertigt - wie alle großen Unternehmen sind wir nicht perfekt. Andere hingegen sind schlicht nicht stichhaltig.«

Zitat:

  • Viele behaupten weiterhin, die Always-On-Funktion von SimCity wäre ein DRM-Mechanismus. Ist es nicht. Die Leute wollen trotzdem immer noch darüber streiten. Doch wir können es nicht klarer sagen: Ist es nicht. Punkt

  • Einige behaupten, es gäbe keinen Platz für Origin als Konkurrenten neben Steam. 45 Millionen registrierte Benutzer beweisen das Gegenteil.

  • Viele Leute denken, dass Free2Play-Spiele und Mikrotransaktionen wie die Pest sind. Zig Millionen und mehr Spieler spielen und lieben diese Spieler.

  • Wir haben Listen gesehen, die zeigen, dass einige Leute [bei der Worst Company in America-Wahl] direkt für EA gestimmt haben, weil sie mit dem Cover-Athleten von Madden NFL nicht einverstanden waren. Ja, ernsthaft …

  • Im letzten Jahr [Anm: als EA bereits einmal die Wahl gewann], bekamen wir zahlreichen Protest gegen EA in Form von Mails und Podcasts, da wir den Spielern erlauben, LGBT-Charaktere [Charaktere mit homosexueller Ausrichtung] zu erstellen. Diese Woche sehen wir erneut Beiträge auf konservativen Websites, die Leute dazu drängen möchte, für uns als Worst Company in America zu stimmen, als Protest gegen unsere LGBT-Politik.

Peter Moore betont noch einmal, dass sich Electronic Arts in der Vergangenheit einige Fehler geleistet hat und es zukünftig besser machen möchte. Dies sei man den Spielern einfach schuldig.

Quelle: EA.com

Quelle: TheConsumerist.com