News

Aktuelle Nachrichten aus der Spielebranche, Releaseverschiebungen und heiße Gerüchte im Überblick.

PayPal - Verspricht nach Zahlungssperren beim Crowdfunding Besserung für die Zukunft

Nachdem das Unternehmen PayPal in den letzten Wochen immer wieder Auszahlungen von Crowdfunding-Kapital verweigerte, verspricht man nun Besserung. Dafür wolle man mit den entsprechenden Plattformen einen sicheren Rahmen ausarbeiten und bis dahin jedes entsprechende Projekt noch genauer prüfen.

Von Sebastian Klix |

Datum: 15.09.2013 ; 16:21 Uhr


PayPal : Nachdem PayPal in den letzten Wochen immer wieder Konten von Crowdfunding-Projekten einfror und Auszahlungen verweigerte, soll sich die Lage in Zukunft bessern. Nachdem PayPal in den letzten Wochen immer wieder Konten von Crowdfunding-Projekten einfror und Auszahlungen verweigerte, soll sich die Lage in Zukunft bessern.

In den letzten Wochen geriet das Online-Bezahlsystem PayPal immer wieder im Zusammenhang mit Crowdfunding-Projekten, vor allem über die Plattform Indiegogo.com, in die Kritik: PayPal verweigerte Auszahlungen und fror Konten ein. So etwa geschehen im August beim Projekt »GlassUp« (ein Konkurrent zur Datenbrille Google Glass). Über 100.000 US-Dollar kamen zusammen, als PayPal plötzlich zum Ende der Kampagne hin das Konto sperrte. Ähnliches passierte auch zuletzt bei der Software Mailpile, wo 45.000 Dollar einfach eingefroren wurden.

Am bekanntesten (in Spielerkreisen) dürfte aber ein Vorfall bei der Crowdfunding-Kampagne für Yatagarasu Attack on Cataclysm von einigen ehemaligen King of Fighters-Entwicklern sein, bei welcher PayPal nur 50 Prozent der Gesamtsumme von knapp 120.000 Dollar auszahlen wollte (wir berichteten).

Die Begründung des Unternehmens war in allen Fällen ähnlich: Man wollte von den Entwicklern erst einmal Ergebnisse sehen, also ein marktreifes Produkt oder zumindest in die Budget-Planung eingeweiht werden.

Das alles warf natürlich bei vielen zwei Fragen auf. Zum einen: Woher nimmt PayPal die Legitimation, über die Auszahlung von Geldern in Verbindung mit solchen Bedingungen zu entscheiden, die ihnen nicht gehören? Zum anderen stellt sich natürlich die Frage, ob PayPal den Sinn einer Crowdfunding-Kampagne verstanden hat. Schließlich sollen die dabei erzielten Summen in die Entwicklung des jeweiligen Projektes gesteckt werden. Eine Auszahlung nach der Marktreife schießt also am Sinn einer solchen Kampagne deutlich vorbei.

Mittlerweile hat PayPal in allen drei Fällen die Gelder wieder freigegeben, vermutlich auch, weil das Thema in recht großem Umfang durch Foren und Presse international verbreitet wurde. Gleichzeitig verspricht das Unternehmen auch Besserung für die Zukunft. Man habe die Entscheidungen getroffen, da Crowdfunding noch recht neu sei und daher bei vielen Unterstützern noch eine gewisse Unsicherheit vorherrsche. Das könnte bedeuten, dass PayPal Angst vor zahlreichen Rückbuchungen oder gar -forderungen hat, für den Fall, dass der Projektverantwortliche das Geld einfach in den Sand setzt.

Wie Tomer Barel, Vice President of Risk Management bei PayPal, nun erklärte, habe man aber Kontakt zu den größeren Crowdfunding-Plattformen aufgenommen, um einen sicheren Rahmen für solche Projekte schaffen zu können. Bis hier ein gemeinsamer Konsens gefunden wurde, will sich PayPal jede Schwarmfinanzierung genauer ansehen und von einem Senior Member prüfen lassen, bevor weitere Schritte unternommen werden.

Quelle: PayPal-Forward.com

Diesen Artikel:   Kommentieren (32) | Drucken | E-Mail
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
Avatar don3112
don3112
#1 | 15. Sep 2013, 17:37
paypal ist das schönste wo gibt
rate (5)  |  rate (31)
Avatar BeckersBester
BeckersBester
#2 | 15. Sep 2013, 17:37
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Rem Tilak
Rem Tilak
#3 | 15. Sep 2013, 17:40
So ist's richtig.
Alles andere wäre wirklich unter aller Sau gewesen.
rate (20)  |  rate (0)
Avatar Elendstourist
Elendstourist
#4 | 15. Sep 2013, 17:53
Die Bank gewinnt immer

- Casino
rate (27)  |  rate (1)
Avatar Flaurian
Flaurian
#5 | 15. Sep 2013, 18:14
Es gibt kein schlimmeren und dazu unsicheren Service, wie den von Paypal. Offensichtliche Betrüger bekommen ohne Nachweise den Konflikt für sich zugesprochen.
rate (19)  |  rate (0)
Avatar Talbort
Talbort
#6 | 15. Sep 2013, 18:20
Typisch Paypal. Mischen sich in Dinge ein, die sie nichts angehen. Das Geld solcher Crowd Funding Projekte stammt von Privatpersonen, mit welchem Recht verlangt Paypal vom Entwickler irgendwelche Unterlagen, Prototypen oder sonstige Dinge und sperrt bis zu deren Vorlage die Gelder?
Wäre ich einer der betroffenen Entwickler würde ich ernsthaft rechtliche Schritte gegen Paypal in Erwägung ziehen (vor allem bei solchen Summen).

Für mich als Privatmann ist PayPal bequem (Steam, Ebay, diverse andere Online Shops), da ich weder meine Kreditkarte angeben muss (beim Verkäufer) noch mit einer Überweisung in Vorleistung treten muss. Außerdem passiert die Überweisung augenblicklich.

Als Verkäufer stünde ich dem aber viel skeptischer gegenüber. Paypal erlaubt sich einfach zuviel *scheiß* mit Geld was ihnen nicht gehört. Dies ist ja nur einer von hunderten ähnlichen Vorfällen.
rate (25)  |  rate (0)
Avatar Agent.Smith
Agent.Smith
#7 | 15. Sep 2013, 18:33
Zitat von :
Die Begründung des Unternehmens war in allen Fällen ähnlich: Man wollte von den Entwicklern erst einmal Ergebnisse sehen, also ein marktreifes Produkt oder zumindest in die Budget-Planung eingeweiht werden.


Was erdreisten die sich? Für Verbraucherschutz sind sie nicht zuständig. Einen Business-Plan dürfen sie allenfalls verlangen, wenn sie selbst einen Kredit gewähren. (ist bei Banken ja üblich). Aber wenn Dritte Geld geben wollen, dann hat PayPal das gefälligst nicht zu hinterfragen. Dann haben haben sie nur das Geld von A nach B zu transferieren und sonst gar nichts. (außer es werden Gesetze gebrochen).
rate (15)  |  rate (0)
Avatar c0nst4nt1n3
c0nst4nt1n3
#8 | 15. Sep 2013, 18:48
Zitat von rob81:
Als Verkäufer ziehst mit PP den Kürzeren.
Der Käufer muss nur lügen...schon ist dein Geld+Ware weg.

Sowas passiert bei PP aber nicht grad selten. Musste auch mal auf meine 1500€ fast 1 Monat lang warten.


Schwachsinn.

Ich bin von PayPal maßlos enttäuscht und hab es selbst verbannt, aber nicht deswegen.

Ein Kunde muss driftige Gründe vorlegen, damit der Käuferschutz aktiviert wird. Das Geld wird so lange in einer Art Fegefeuer gehalten (der Kunde bekommt auch noch nix gutgeschrieben). Anschließend hat man als Verkäufer die Möglichkeit dazu Stellung zu beziehen, dann entscheidet PayPal darüber (PayPal ist kein Gericht, also je nach Fall und man ist der Meinung im Recht zu sein kann man immer noch rechtliche Schritte einleiten). Bei all der Abscheu gegen PayPal: Am unfairen Fernabsatzgesetz (z.B. das noch geltende Widerrufsrecht) haben die keine Schuld.

Hm. Bevor du das nächste Mal unnötigerweise dummes Geschwätz verbreitest, informier dich vorher.
rate (3)  |  rate (11)
Avatar McCoother
McCoother
#9 | 15. Sep 2013, 19:26
Zitat von Agent.Smith:


Was erdreisten die sich? Für Verbraucherschutz sind sie nicht zuständig. Einen Business-Plan dürfen sie allenfalls verlangen, wenn sie selbst einen Kredit gewähren. (ist bei Banken ja üblich). Aber wenn Dritte Geld geben wollen, dann hat PayPal das gefälligst nicht zu hinterfragen. Dann haben haben sie nur das Geld von A nach B zu transferieren und sonst gar nichts. (außer es werden Gesetze gebrochen).


Das ist halt die Grundfunktion von PayPal. Das war dafür gedacht, dass man bei Ebay als Käufer bezahlt und PayPal das Geld erst einmal behält, bis man als Käufer den Erhalt der Ware bestätigt hat. Der Verkäufer auf der anderen Seite weiß, dass PayPal das Geld erhalten hat und er keinem Betrüger Ware schickt, ohne jemals Geld dafür zu sehen..
Die Ware hat man bei Crowd Funding halt nicht in der Hand, das passt halt noch nicht richtig zusammen, da muss PayPal sich was einfallen lassen..
rate (3)  |  rate (6)
Avatar Agent.Smith
Agent.Smith
#10 | 15. Sep 2013, 19:34
Zitat von McCoother:
Das ist halt die Grundfunktion von PayPal. Das war dafür gedacht, dass man bei Ebay als Käufer bezahlt und PayPal das Geld erst einmal behält, bis man als Käufer den Erhalt der Ware bestätigt hat. Der Verkäufer auf der anderen Seite weiß, dass PayPal das Geld erhalten hat und er keinem Betrüger Ware schickt, ohne jemals Geld dafür zu sehen..
Die Ware hat man bei Crowd Funding halt nicht in der Hand, das passt halt noch nicht richtig zusammen, da muss PayPal sich was einfallen lassen..


In dem Moment in dem PayPal auch Zahlungsverkehr außerhalb von Ebay entgegen genommen hat, hätten die Betreiber sich das denken können (müssen), dass dieser Anspruch dann nicht mehr passt. Die Ausrede lasse ich jetzt nicht mehr gelten. Das kann mir keiner erzählen, dass denen das all die Jahre nicht aufgefallen ist.

Und sie müssen sich da imo auch nichts einfallen lassen. Sie müssen für jedweden Zahlungsverkehr außerhalb von Ebay den Verbraucherschutz-Anspruch fallen lassen.
rate (0)  |  rate (0)

PROMOTION
NEWS-TICKER
Samstag, 22.11.2014
17:06
15:40
14:34
13:44
13:37
13:17
12:55
11:50
Freitag, 21.11.2014
19:05
18:30
18:30
18:28
18:15
16:45
14:53
14:30
14:14
13:40
13:24
13:18
»  Alle News
 
Sie sind hier: GameStar > News > Branche > PayPal
top Top
Werde Fan von GameStar auf FacebookFacebook Aboniere den YouTube-Kanal von GamestarYouTube Besuche Gamestar auf Google+Google+ GameStar auf Twitter folgenTwitter Alle RSS-Feeds von GameStar.deRSS-Feeds Jetzt GameStar-Newsletter bestellenNewsletter
© IDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten