Die Stämme - Browserspiel des Tages - Solides, mittelalterliches Strategiespiel

Im 16. Teil unserer Serie "Browserspiel des Tages" widmen wir uns dem Strategiespiel Die Stämme.

von Gerald Meyer,
17.09.2008 17:00 Uhr

Jeweils wochentags um 17:00 Uhr stellen wir Ihnen Browserspiele vor, die sich auf dem deutschen Markt etabliert haben. Dabei handelt es sich um bekannte und weniger bekannte, gute und weniger gute Browserspiele.

Im 16. Teil unserer Serie "Browserspiel des Tages" widmen wir uns dem Strategiespiel Die Stämme.

"Die Stämme" orientiert sich am klassischen mittelalterlichen Strategiespiel, ohne das Genre zu überfordern. Das übersichtliche Interface und das kurze, verständliche Tutorial sind absolute Pluspunkte.

Brennholz fürs Vaterland

Neben einer grafischen Dorf-Übersicht gibt es alternativ auch eine klassische, die ausschließlich über Menüpunkte angesteuert wird. Die wichtigsten Ressourcen sind Holz, Lehm und Eisen, um Ihr kleines, aber feines Dörflein auf- und auszubauen. Der Abbau der Ressourcen wird über das Haupthaus geleitet. In der normalen Version kann immer nur ein Produkt erschlossen werden, in der Premium-Version sind es mehrere, was einen schnelleren Spielablauf garantiert. Haben Sie sich eingearbeitet, sollten Sie Ihre Gebäudestufen erhöhen und vor allem Kontakt zu anderen Mitspielern pflegen, da Sie sonst die eine oder andere herbe Überraschung erwartet... Ein sehr nützliches Feature ist in diesem Zusammenhang das Versteck, in dem Sie Ihre Rohstoffe bunkern können, ohne dass der Feind eine Chance hat, diese zu erbeuten. (Sollten Sie sich verkalkuliert haben, können Sie Bauaufträge übrigens zu jeder Zeit abbrechen.) Im fortgeschrittenen Spielverlauf ist ein freier Handel nebst Tauschangeboten mit anderen Stämmen möglich. Sie errichten Kasernen und können Adelsgeschlechter erzeugen. Und wenn Sie Krieg gegen einen Teil der Welt führen möchten, ist von der leichten Kavallerie bis hin zum Paladin nebst Belagerungsmaterialien alles vorhanden.

Als Basis für den Aufbau Ihres Dorf sollten Sie in der Hilfe vorab schon einmal einen Blick in den Techtree werfen, der die Aufbaustrategien in einem einfachen Stammbaum veranschaulicht. Auf der Wiki-Seite finden Sie die Basis-Einstellungen der Welten – hier ist auch der Noob-Schutz festgelegt, der zwischen drei oder auch fünf Tage dauern kann. Und sollten Sie Abstand brauchen, nutzen Sie die Urlaubsfunktion.

Fazit: Summa summarum hat Die Stämme alles zu bieten, was ein herkömmliches Strategiespiel bieten sollte. Es ist zwar kein Meilenstein der Spielegeschichte, aber durchaus solide umgesetzt. Und bei den derzeit über 600.000 Mitspielern sollten sich zu jeder Tages- und Nachtzeit auch genug Freunde und Feinde finden lassen – die erste Einladung zu einem Stammbeitritt lag in diesem Fall innerhalb von einer halben Stunde vor. Also - da gibt’s doch was zu verfeuern...

Name:

Die Stämme

Webseite:

Sprache:

Deutsch

Genre:

Strategie

Präsentation:

+++

Zugänglichkeit:

++++

Spielspaß:

+++

Downloadclient:

nein

Premium:

ja

Zeitaufwand:

niedrig - mittelmäßig

Lästerfaktor:

+++

Alle bisher getesteten Browserspiele finden Sie in der Übersicht.

Gerald Meyer, Jahrgang 1975, ist freiberuflicher Autor; zuletzt erschien von ihm Das Abandonware-Lexikon. Meyer war Gründer des "G. Meyer Taschenbuch Verlag", in dem insgesamt 52 Titel erschienen sind, u. a. Klassiker-Neubearbeitungen, vorwiegend jedoch Newcomer aus dem Underground. Er ist Mitglied im Komitee des Kurd-Laßwitz-Preises. Website: www.geraldmeyer.de


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