gamescom - Spielemesse in Köln in Gefahr? (Update)

Entgegen anders lautender Meldungen widerspricht ein Sprecher der Koelnmesse dem baldigen Ende der gamescom.

von Julian Freudenhammer,
08.04.2011 19:45 Uhr

Update 19:45 Uhr: Wie uns Franko Fischer, PR-Manager der Koelnmesse
mitteilt, besteht »keine Gefahr« für die Zukunft der gamescom am Messestandort Köln.
Der zuvor erwähnte Bericht der Kölner Tageszeizung Express wurde fälschlicherweise auf die Kölner Spielemesse bezogen. Dies habe für Irritationen innerhalb der Presse gesorgt.
Es bestehe kein Grund zur Sorge, die gamescom sei ein »wesentlicher und erfolgreicher Bestandteil des Kölner Messeprogramms«.

Fischer: »Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit der gesamten Branche und der Community, die nächste Ausgabe des international größten Messe- und Eventhighlights im August in Köln zu feiern.«

Ursprüngliche Meldung: Laut dem Kölner Express möchte Gerald Böse, Messechef in Köln, den Fokus der Messe auf erfolgreiche Bereiche wie Ernährung und Einrichtung legen. Durch den Verzicht auf weniger rentable Bereiche sollen in den nächsten Jahren bis zu zehn Millionen Euro eingespart werden.

Demnächst könnte auch die gamescom von den Einsparmaßnamen betroffen sein. »In Leipzig machte sie [die Games Convention, Anmerk. d. Red.] zehn Jahre Verlust, und so weit möchte ich es nicht kommen lassen« zitiert der Express Böse.

Die Kölner Messe befinde sich derzeit in einer Umstrukturierungsphase. Als erstes soll die »Ecclesia« , eine Fachmesse für Kirchenausstattung und religiöses Leben weichen.

Die Messe Köln hat mitterweile direkt auf den Zeitungsbericht reagiert und eine Stellungnahme veröffentlicht: In der Pressemitteilung heißt es, Einsparungen seien zwar geplant, das für die gamescom relevante Messe-Themenfeld »Digitale Medien« soll aber weiterbestehen.

So ist dort zu lesen: »Die Marketingbereiche werden von vormals sieben in vier Bereiche überführt: Einrichtung, Ernährung, Digitale Medien sowie Haus Garten & Freizeit.« Daher ist es fraglich, ob Europas größte Messe für Computer- und Videospiele wirklich um ihre Existenz bangen muss.


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