Glory Kings - Browserspiel des Tages - Rollenspiel mit unkomplizierter Handhabung

Im 14. Teil unserer Serie "Browserspiel des Tages" widmen wir uns dem Rollenspiel Glory Kings.

von Frank Maier, Gerald Meyer,
15.09.2008 17:00 Uhr

In den kommenden Wochen stellen wir Ihnen jeweils wochentags um 17:00 Uhr Browserspiele vor, die sich auf dem deutschen Markt etabliert haben. Dabei handelt es sich um bekannte und weniger bekannte, gute und weniger gute Browserspiele.

Im 14.Teil unserer Serie "Browserspiel des Tages" widmen wir uns dem Rollenspiel Glory Kings.

Glory Kings ist eine leicht abgespeckte Variante im Stil von Gondal und überzeugt durch sein übersichtliches Interface bzw. die unkomplizierte Handhabung; leider erschöpft sich die Motivationskurve schon nach den ersten erfüllten Aufgaben. Hier fehlt der Anreiz des Neuen, des Unverbrauchten.

Dreizehn Gallenblasensteine wollen wohlbehütet sein

Sie sind neben zahlreichen anderen Abenteurern auf der Suche nach den dreizehn Steinen von Alkara, die nicht nur Macht, sondern auch das uralte Böse in sich bergen. Tja, und so suchen Sie bis an Ihr Lebensende.

Die Erfahrungswerte des Charakters sind sehr übersichtlich gehalten. Ein anfänglich sorgloses Drauflosklicken im Quest-Bereich reicht vollkommen aus, um seinen Spaß zu haben. Sie müssen im Wesentlichen nur die Questzeiten überbrücken. Ansonsten bedient das Spiel die gängigen Rollenspiel-Inhalte: sich konsequent aufzuleveln, um die nächsten Quests unbeschadet zu überstehen, Ruhm und Gold abzugreifen und hin und wieder das Inventar mit neuen Waffen und Rüstungen über den Kaufmann zu bestücken.

Die Angriffs-Funktion, in der Sie wahllos auf Ihren Wegen irgendeinen Realspieler angreifen, ist hingegen leicht enttäuschend. Denn es ist nicht schlüssig, warum man nach fünf oder sechs Angriffen bei einem gleichwertigen Gegner nicht gewinnen kann.

Im Übrigen gilt hier ebenso die Regel wie in Gondal: Legen Sie sich ein Reittier zu, um die Quest-Zeiten zu verkürzen! Neben einer Mailfunktion hat das Spiel auch ein Ranking zu bieten, aber das war’s auch schon mit den Neuigkeiten aus dem Lande Ilyria.

Fazit: Genreübliche (Brei-) Kost, die bereits von anderen Rollenspielen übertroffen und vielseitiger "gezaubert" wurde.

Name:

Glory Kings

Webseite:

Sprache:

Deutsch

Genre:

Rollenspiel

Präsentation:

+++

Zugänglichkeit:

+++++

Spielspaß:

+++

Downloadclient:

nein

Premium:

ja

Zeitaufwand:

niedrig

Lästerfaktor:

++++

Alle bisher getesteten Browserspiele finden Sie in der Übersicht.

Gerald Meyer, Jahrgang 1975, ist freiberuflicher Autor; zuletzt erschien von ihm Das Abandonware-Lexikon. Meyer war Gründer des "G. Meyer Taschenbuch Verlag", in dem insgesamt 52 Titel erschienen sind, u. a. Klassiker-Neubearbeitungen, vorwiegend jedoch Newcomer aus dem Underground. Er ist Mitglied im Komitee des Kurd-Laßwitz-Preises. Website: www.geraldmeyer.de


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