Die Spieleverfilmung »WarCraft: The Beginning« (Filmkritik) spaltet die Gemüter: Während in den USA das Fantasy-Spektakel von Regisseur Duncan Jones nach der erfolgreichen Videospielreihe in diesen Tagen nur einen eher mäßigen Kinostart hinlegt, feiert die Spielverfilmung an den chinesischen Kinokassen einen sensationellen Kinoerfolg. Nach nur wenigen Tagen nahm der Film über 145 Millionen US-Dollar ein.

Das freut auch den legendären chinesischen Actionstar Jackie Chan, der sich auf dem International Film Festival in Shanghai über die enorme Zugkraft der chinesischen Kinobesucher bei US-Filmproduktionen äußert.

»WarCraft hat über 91 Mio. US-Dollar (600 Mio. RMB) an nur zwei Tagen eingenommen - das macht den Amerikanern Angst«, so Chan. »Wenn wir einen Film machen können, der 10 Milliarden US-Dollar (1,5 Mrd. RMB) einnimmt, dann sollte die Menschen überall auf der Welt, die Film studieren, eher Chinesisch lernen, anstatt das wir Englisch lernen.«, meint er provokativ.

Das immer mehr große US-Produktion an den chinesischen Kinos Erfolge feiern und inzwischen eine wichtige Größe für Hollywood einnimmt, ist unbestritten.

Ein wichtiger Grund für den enormen Erfolg von »WarCraft« in China sollte aber nicht ungenannt bleiben: Zwar spricht eine riesige Fangemeinde der populären Videospielreihe für das große Interesse an dem Kinofilm. Jedoch wurde die US-Produktionsfirma Legendary Pictures Anfang des Jahres von dem gigantischen chinesischen Medienkonzern Dalian Wanda Group für rund 3,5 Milliarden US-Dollar gekauft. Damit erhofft sich der Konzern einen größeren Zugriff auf den US-Filmmarkt.

Im Gegenzug steht der mäßige Erfolg des Films in den US-Kinos: Hier werden die vielen negativen Kritiken im Vorfeld verantwortlich gemacht.

Zum Vergleich: In Deutschland wird der Film bereits seit drei Wochen in den Kinos gezeigt und hat bereits über eine Million Zuschauer.