Den negativen Kritiken zum Trotz entwickelt sich das Fantasy-Spektakel »Warcraft« zur erfolgreichsten Spieleverfilmung aller Zeiten. Mit schon jetzt weltweit über 377 Millionen US-Dollar Einspielergebnis, vor allem in China mit 156 Mio. US-Dollar, kann der Film den bisherigen Spitzenreiter »Prince of Persia« mit 336 Mio. US-Dollar vom Thron stürzen.

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Dafür sieht es in den US-Kinos katastrophal aus: Nach dem zweiten Wochenende ist der Kartenverkauf mit über 72 Prozent massiv eingebrochen. Damit konnte der Film gerade einmal 6 Millionen US-Dollar einspielen, in der Vorwoche als Startwochenende waren es noch 24 Mio. US-Dollar. So kommt die rund 160 Mio. teure Produktion in den USA auf gerade einmal 37, 7 Mio. US-Dollar Einspielergebnis an den Kinokassen.

Zum Vergleich: Die bisherige Top 3 im Bereich Spieleverfilmungen sind in den USA »Lara Croft: Tomb Raider« mit 131 Mio., »Angry Birds Movie« mit 103 Mio. und »Prince of Persia« mit 90 Mio. US-Dollar. »Warcraft« nimmt hier lediglich Platz 17 ein, zwischen »Hitman« (39 Mio.) und »Mortal Kombat: Annihilation« (35 Mio.)

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In Deutschland sieht es dagegen etwas besser aus. Hier wollten schon über eine Million Zuschauer die Spiele-Verfilmung in den Kinos sehen. Doch nach drei Wochen muss »Warcraft« von Regisseur Duncan Jones den Spitzenposition räumen und findet sich nur noch auf dem dritten Platz der deutschen Kinocharts wieder, hinter der Komödie »Central Intelligence« mit Dwayne Johnson und Kevin Hart sowie dem Horrorfilm »Conjuring 2«.

Quelle: BoxOfficeMojo

The first cut is the deepest ...
... sang einst Sheryl Crow und meinte damit wahrscheinlich den Schnitt in ihr Herz, den ihr die erste große Liebe zugefügt hat. Extrem unfair für alles, was später kommt, aber die erste Liebe vergisst man weder im RL noch in der MMO-Welt, und das zurecht! Betrachtet man es heute aus einer etwas »älteren« Perspektive, erscheint es einem fast unglaubwürdig, dass man früher mit 40 Mann gegen epische Inkarnationen des Bösen loszog. WoW hat digitale Geschichte beeinflusst und ein Nischengenre massenmarkttauglich gemacht. Ich habe in der Lebenszeit von WOW geheiratet, bin Vater zweier Kindern geworden, bin vier Mal umgezogen, habe 200 Folgen Server Down Show moderiert und war mit der Gilde auf dem Oktoberfest. World of Warcraft ist ein Brett und definitiv mehr als ein Spiel. Nur ein kleiner Blick hinter den Login-Screen jetzt zum neuen Addon Warlords of Draenor beweist: Es sieht immer noch verdammt gut aus. Genau wie Sheryl Crow.
Clape