Manhunt 2 - Weitere Petition in England

von Volker Stuckmann,
03.07.2007 09:57 Uhr

Nach den Kontroversen um das Horror-Actionspiels Manhunt 2, den Verkaufsverboten, der Verschiebung und den Rechtfertigungen seitens Publisher und Entwickler, äußert sich nun in England der Unmut einiger Fans in einer weiteren Petition.

So fordert die Unterschriftenaktion auf der offiziellen Homepage des englischen Premierministers, der 10 Downing Street-Website, Gordon Brown zum Handeln auf. Der englische Regierungschef solle die Befugnisse des für die britischen Alterseinstufungen zuständigen Britisch Board of Film Classification (BBFC) in Bezug auf das Verbot von Videospielen einschränken.

Zur Begründung der Petition heißt es auf der Website: »Das BBFC hat dem Videospiel Manhunt 2 kürzlich die Kennzeichnung verweigert. In folge dessen werden Erwachsene das Spiel in diesem Land niemals spielen dürfen. Erwachsenen sollte das Recht zugestanden werden selber zu entscheiden, welche Videospiele sie spielen wollen. Wir alle sehen ein, dass dieses Spiel extrem gewaltsam und für Kinder ungeeignet ist. Aus diesem Grund wäre eine Freigabe ab 18 Jahren angebracht gewesen.«

Die Petition hat bereits zahlreiche Unterzeichner gefunden und läuft noch bis zum 25. August 2007. Auf die Veröffentlichung von Manhunt 2 im Vereinigten Königreich wird die Aktion aber sicherlich keinen Einfluss haben. Die geforderte Reform des BBFC ist denn auch eher als Versuch zu sehen, zukünftige Verkausverbote von Computerspielen zu verhindern.

Auch in den USA, wo Manhunt 2 durch eine »Adults Only«-Alterseinstufung quasi vom Markt verbannt wurde, gibt es bereits eine Petition verärgerter Fans. Anders als ihre englischen Gleichgesinnten fordern die Unterzeichner der A Free America Against Censorship of Manhunt 2 betitelten Aktion jedoch eine unzensierte Version des umstrittenen Spiels sowie die Entscheidungsfreiheit volljähriger Menschen über den Medienkonsum.


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