Outcast 2 : Mit solchen Bildern und Videos gewährt ein Ex-Designer von Outcast 2 Einblicke in den abgebrochenen PlayStation-2-Titel. Mit solchen Bildern und Videos gewährt ein Ex-Designer von Outcast 2 Einblicke in den abgebrochenen PlayStation-2-Titel.

1999 veröffentlichte der Publisher Infogrames den Actiontitel Outcast von dem Studio Appeal, der seiner Zeit wirklich voraus war. Schon zwei Jahre vor GTA 3 konnten Spieler in 3D-Grafik eine Open-World auf einem fremden Planeten erkunden. Dadurch hat Outcast einen gewissen Kultstatus erlangt.

Kurz nach dem Release nahm Appeal auch einen Nachfolger in Angriff, dessen Entwicklung 2001 allerdings abgebrochen werden musste. Zu diesem Outcast 2: The Lost Paradise hat jetzt einer der ehemaligen Designer des Spiels, Franck Sauer, einige bewegte Bilder und etliche Screenshots auf seiner Website veröffentlicht.

Das erste Video zeigt Gameplay-Material aus einer Alphaversion des Spiels, die sich für die PlayStation 2 in der Entwicklung befunden hat. Die Szenen hätten damals durchaus für heruntergeklappte Kinnladen sorgen können:

In dem zweiten Video gibt es etliche 3D-Modelle zu sehen, die für Outcast 2 entworfen wurden. Die Szenen vermitteln zumindest einen Eindruck vom Artdesign und vom Sciencefiction-Szenario des Titels:

Franck Sauer geht auf seiner Website auch auf einige interessante Hintergründe zu den damaligen Entwicklungsarbeiten ein. Demnach befand sich Outcast 2 »zuerst« für die PlayStation 2 in der Entwicklung, weil der Publisher Infogrames »darauf bestanden« hat.

Die 400.000 verkauften Exemplare des ersten PC-Teils hätten Infogrames nämlich enttäuscht - der Publisher hatte sich eine Million Exemplare als Ziel gesetzt. Somit hätte er Outcast 2 vor allem für die Plattform veröffentlichen wollen, die er für die führende hielt.

Laut Sauer hätte Infogrames außerdem entschieden, dass der Nachfolger »mehr Action anstatt Erkundung enthält«, weil der Publisher der Meinung war »dass das die Konsolenspieler so wollen«. Den Entwickler Appeal hätten solche Entscheidungen »nicht gerade glücklich« gemacht.

Ganze drei Millionen US-Dollar seien 2001 schon in die Entwicklung von Outcast 2 geflossen, als das Spiel abgebrochen werden musste. Damals stand Infogrames vor der Pleite und hat laut Franck Sauer »so ziemlich alle externen Projekte gekillt, um das verliebene Geld in das eigene Studio Eden stecken zu können«.

Etliche Screenshots aus Outcast 2, die Sauer noch veröffentlicht hat, gibt es in der Galerie unter dieser Meldung zu sehen.

Damit muss es aber nicht gewesen sein. Mittlerweile haben sich die Schlüsselmitglieder des damaligen Entwicklers Appeal, darunter auch Sauer, nämlich neu formiert und das Studio Daoka gegründet. Schon im Sommer dieses Jahres kauften sie Atari die Rechte an der Outcast-Marke ab, um definitiv wieder Spiele in dem Universum zu entwickeln.