Pokémon GO : PokéVision wurde auf Wunsch von Niantic und Nintendo für's Erste abgeschaltet. PokéVision wurde auf Wunsch von Niantic und Nintendo für's Erste abgeschaltet.

Wie wir berichteten, ist PokéVision ein Kartendienst, der Hobby-Trainern dabei helfen soll, die Spawn-Punkte der Pokémon in Pokémon GO ausfindig zu machen. Nun haben offenbar der Entwickler Niantic und Nintendo dafür gesorgt, dass der Dienst abgeschaltet wird.

Das legt zumindest ein Tweet nahe, in dem erklärt wird, dass man die Wünsche des Entwicklers respektiere. Aktuell ist die Ortungsmap für Pokémon offline.

Mehr zu Pokémon GO: Wie die Spieler auf die Teamleiter reagieren

Der Niantic-Chef mag keine Kartendienste

Ob und wann der Dienst wieder zurückkommt, ist noch unklar. Ein zweiter Tweet legt aber zumindest nahe, dass man nicht endgültig von der Bildfläche verschwunden sein wird. Viele Spieler beklagen derzeit, den lästigen »Drei-Tatzen-Bug«, der das finden von bestimmten Pokémon in der App selbst fast unmöglich macht. Der wurde trotz des neusten Updates auch immer noch nicht behoben, sondern das Fußspuren-Feature lediglich vollständig entfernt. Für viele war die Ortung per PokéVision oder PokéRadar momentan also der einzige nützliche Anhaltspunkt bei der Taschenmonsterjagd.

Der vergleichbare Kartendienst PokéRadar ist momentan derweil noch verfügbar. Die Abschaltung von PokéVision kommt allerdings nicht aus dem Nichts: In einem Interview mit Forbes erkärte der Niantic CEO John Hanke, dass er überhaupt kein Fan der verschiedenen externen Hilfsmittel für Pokémon GO sei. So würden sich Spieler mit so etwas das Erlebnis selbst kaputt machen und manche mit dem Hacken der App, um es sich leichter zu machen, obendrein gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen. Dort deutet er bereits an, dass PokéRadar und Co in Zukunft vielleicht nicht mehr funktionieren könnten.

Es bleibt abzuwarten, wie sich das auf den Erfolg von Pokémon GO auswirkt. Der scheint zumindest momentan noch nicht zu bremsen: Unter anderem gibt es schon Gerüchte um eine Umsetzung im Harry-Potter-Universum und der Apple-Chef Tim Cook lobt die App persönlich. Wir haben derweil unsere eigenen Erlebnisse mit der ungewöhnlichen App festgehalten.

Die skurrilsten Pokémon-Fundorte
Was ein echter Pokémon-Meister werden will, der lässt sich nichtmal davon aufhalten, dass er gerade Vater wird.